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Ohne die Einspeisevergütung insbesondere für Solarstrom aus Photovoltaikanlagen gäbe es keine deutsche Energiewende.

Die Photovoltaik-Einspeisevergütung ist im „Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien“, dem sogenannten Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz EEG) festgeschrieben. Dieses Gesetz und sein Vorläufer, das Stromeinspeisungsgesetz, dienen dazu, politische Klima- und Umweltschutzziele zu erreichen und die Nutzung fossiler Energieträger zu verringern.

Das Grundprinzip der Photovoltaik-Einspeisevergütung ist einfach. Dem Betreiber einer Solaranlage zur Gewinnung erneuerbarer Energie – das sind neben Photovoltaikanlagen zum Beispiel auch Windkraftanlagen – wird über einen festgelegten Zeitraum ein bestimmter Vergütungssatz für den erzeugten Solarstrom gewährt. Dabei besteht eine staatliche Anschlusspflicht für die Stromkonzerne: jede Kilowattstunde Solarstrom (kW) muss der Energieversorger auch abnehmen. Das Inbetriebnahme-Datum der Photovoltaikanlage entscheidet über die Höhe der für 20 Jahre garantierten Photovoltaik-Einspeisevergütung.

Häuser mit Photovoltaikanlagen

1. Degression der Photovoltaik-Einspeisevergütung - Was bedeutet das?

Nachbar A errichtet im Januar 2014 eine 5 kWp große Photovoltaik-Anlage und erhält für 20 Jahre 13,68 Euro-Cent pro eingespeister Kilowattstunde. Nachbar B lässt seine Solaranlage erst im April 2014 errichten und an das Stromnetz anschließen und erhält für 20 Jahre 13,28 Cent pro kWh. Durch diese Degression der Einspeisevergütung soll ein Anreiz gesetzt werden, die Preise für Photovoltaikanlagen zu senken. Und so erhält Nachbar B zwar eine geringere Photovoltaik-Einspeisevergütung als Nachbar A , hat dafür aber auch einige Hundert Euro weniger für die Anschaffung seiner Photovoltaikanlage bezahlt. Alle aktuellen Sätze der Photovoltaik-Einspeisevergütung 2015 finden Sie hier.

Nachbar A

Nachbar B

Inbetriebnahme: Januar 2014

PV-Einspeisevergütung: 13,68 Cent

Kaufpreis: 1.500 Euro / kWp

Inbetriebnahme: April 2014

PV-Einspeisevergütung: 13,28 Cent

Kaufpreis: 1450 Euro / kWp

1.1. Warum wird die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen monatlich gekürzt?

In der Vergangenheit wurden halbjährliche Kürzungen der Förderung vorgenommen. Bedingt dadurch kam es - immer kurz vor den Kürzungen - zu starken Vorzieh-Effekten und so einer unausgeglichenen Auftragslage für Solarteure. Mit der EEG-Novelle 2012 wurde die Vergütung monatlich gesenkt, in der Regel um rund 2% im Vergleich zum Vormonat. Starke Kürzungen machten aber auch den Markt kaputt, daher wurden mit der EEG-Novelle 2014 die Kürzungen auf ca. 0,25% im Vergleich zum Vormonat gesenkt.

Derzeit wird zubauabhängig gekürzt. Das heißt, die Höhe der Absenkung hängt von der Anzahl neu installierter Photovoltaikanlagen ab. Liegt der Wert über dem erwarteten Zielwert, wird noch stärker gekürzt. Liegt der Wert darunter, wird schwächer gekürzt. Dieses Prinzip nennt sich "Atmender Deckel". Der atmende Deckel soll mit dazu beitragen, dass Photovoltaikanlagen ab dem Jahr 2017 komplett ohne Förderung rentabel sind.

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1.2. Entwicklung der Photovoltaik-Einspeisevergütung

Erklärung: Der angegebene Monat bezieht sich auf die Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage. Die betreffende Photovoltaik-Einspeisevergütung des jeweiligen Monats wird für 20 Jahre ausgezahlt.

Inbetriebnahme

bis 10 kWp

11-40 kWp

41-1000 kWp

Einspeisevergütung im Juni 2015 12,40 12,06 10,79
Einspeisevergütung im Mai 2015 12,43 12,09 10,82
Einspeisevergütung im April 2015 12,47 12,12 10,84
Einspeisevergütung im März 2015 12,50 12,15 10,87
Einspeisevergütung im Februar 2015 12,53 12,18 10,90
Einspeisevergütung im Januar 2015 12,56 12,22 10,92
Einspeisevergütung im Dezember 2014 12,59 12,25 10,95
Einspeisevergütung im November 2014 12,62 12,28 10,98
Einspeisevergütung im Oktober 2014 12,65 12,31 11,01
Einspeisevergütung im September 2014 12,69 12,34 11,03
Einspeisevergütung im August 2014 12,75 12,40 11,09
Einspeisevergütung im Juli 2014 12,88 12,22 10,90
Einspeisevergütung im Juni 2014 13,01 12,34 11,01
Einspeisevergütung im Mai 2014 13,14 12,47 11,12
Einspeisevergütung im April 2014 13,28 12,60 11,23
Einspeisevergütung im März 2014 13,41 12,72 11,35
Einspeisevergütung im Februar 2014 13,55 12,85 11,46
Einspeisevergütung im Januar 2014 13,68 12,98 11,58
Einspeisevergütung im Dezember 2013 13,88 13,17 11,74
Einspeisevergütung im November 2013 14,07 13,35 11,91
Einspeisevergütung im Oktober 2013 14,27 13,54 12,08
Einspeisevergütung im September 2013 14,54 13,79 12,30
Einspeisevergütung im August 2013 14,80 14,04 12,52
Einspeisevergütung im Juli 2013 15,07 14,30 12,75
Einspeisevergütung im Juni 2013 15,35 14,56 12,99
Einspeisevergütung im Mai 2013 15,63 14,83 13,23
Einspeisevergütung im April 2013 15,92 15,10 13,47
Einspeisevergütung im März 2013 16,28 15,44 13,77
Einspeisevergütung im Februar 2013 16,64 15,79 14,08
Einspeisevergütung im Januar 2013 17,02 16,14 14,40
Einspeisevergütung im Dezember 2012 17,45 16,56 14,77
Einspeisevergütung im November 2012 17,90 16,98 15,15
Einspeisevergütung im Oktober 2012 18,36 17,42 15,53
Einspeisevergütung im September 2012 18,54 17,59 15,69
Einspeisevergütung im August 2012 18,73 17,77 15,85
Einspeisevergütung im Juli 2012 18,92 17,95 16,01

2. EEG-Umlage - Was ist das?

Wie bereits erwähnt ist die Einspeisevergütung nach EEG für Photovoltaikanlagen auf 20 Jahre garantiert. Doch auch andere Erneuerbare-Energie-Erzeuger wie zum Beispiel Windkraftanlagen erhalten eine EEG-Vergütung. Woher kommt all das Geld? Aus der EEG-Umlage. So werden die Kosten der Energiewende aus der EEG-Umlage beschafft.

Windkraftanlagen erhalten ebenso wie Photovoltaikanlagen eine EinspeisevergütungDie EEG-Umlage wird von uns allen gezahlt, und zwar über den Strompreis. Zumindest prinzipiell, denn viele Unternehmen wurden von dieser Abgabe befreit. Dies wird damit begründet, dass Firmen mit besonders hohem Stromverbrauch sonst nicht mehr international wettbewerbsfähig sind. Nur: auch Unternehmen mit geringem Stromverbrauch oder auch ohne internationale Konkurrenz erhalten mittlerweile die Befreiung. Daher sieht die Realität so aus, dass die Hauptbelastung der EEG-Umlage auf privaten Stromabnehmern liegt.

Leider muss man festhalten: die EEG-Umlage ist nicht gerecht

Für das Jahr 2015 wurde eine Umlage von 6,17 Cent pro kWh (2014: 6,24 Cent) festgelegt. Dies ist eine große Belastung für deutsche Haushalte. Darum - wenn irgend möglich - sollte man nicht nur auf der zahlenden Seite stehen, sondern auch auf der Seite der Empfänger. Dies ist beispielsweise möglich durch die Installation einer Photovoltaikanlage. So wandert das Geld von meiner rechten in meine linke Tasche - und vermehrt sich unterwegs noch!

2.1. Entwicklung der EEG-Umlage mit Vergleich zur Photovoltaik-Einspeisevergütung

Das Diagramm zeigt die Degression der Photovoltaik-Einspeisevergütung für PV-Anlagen bis 10 kWp und von 11 bis 40 kWp im Vergleich zum Anstieg der EEG-Umlage

2.2. Die Photovoltaik-Einspeisevergütung: ein deutsches Erfolgsprodukt

Die Idee der Photovoltaik-Einspeisevergütung begeistert auch andere Länder. In abgewandelter aber ähnlicher Form wird eine Einspeisevergütung für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bereits in knapp 70 Ländern weltweit gezahlt. Die Photovoltaik-Einspeisevergütung ist somit wirklich ein deutsches Erfolgsprodukt.

 

Die aktuellen Sätze der Einspeisevergütung 2015 erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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