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Wichtiges zur Photvoltaik-Einspeisevergütung in 2022

Inhaltsverzeichnis:
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Die Photovoltaik-Einspeisevergütung ist im „Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien“, dem sogenannten Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz EEG) festgeschrieben. Dieses Gesetz und sein Vorläufer, das Stromeinspeisungsgesetz, dienen dazu, politische Klima- und Umweltschutzziele zu erreichen und die Nutzung fossiler Energieträger zu verringern.

Das Grundprinzip der Photovoltaik-Einspeisevergütung ist einfach. Dem Betreiber einer Solaranlage zur Gewinnung erneuerbarer Energie – das sind neben Photovoltaikanlagen zum Beispiel auch Windkraftanlagen – wird über einen festgelegten Zeitraum ein bestimmter Vergütungssatz für den erzeugten Solarstrom gewährt. Dabei besteht eine staatliche Anschlusspflicht für die Stromkonzerne: jede Kilowattstunde Solarstrom (kW) muss der Energieversorger auch abnehmen. Das Inbetriebnahme-Datum der Photovoltaikanlage entscheidet über die Höhe der für 20 Jahre garantierten Photovoltaik-Einspeisevergütung.

1. Die aktuelle EEG Photovoltaik-Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung sinkt monatlich um einen festgelegten Betrag, was als Basisdegression bezeichnet wird. Seit 02/2021 liegt die Basisdegression bei 0,4%.

  • Im Juli 2022 lag die Einspeisevergütung z.B. bei 6,24 Cent pro Kilowattstunde (bei Anlagengrößen unter 10 kWp). Unter 40kWp liegt die aktuelle (06/2022) Einspeisevergütung bei 6,06 Cent pro kWh - darüber bei 4,74 Cent pro kWh.

Für drei Monate im Voraus gibt die Bundesnetzagentur die aktuellen Sätze der Photovoltaik-Einspeisevergütung bekannt. Die jeweils aktuellen Daten hierzu finden Sie direkt bei der Bundesnetzagentur:

zur Seite der Bundesnetzagentur

Die Höhe der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen richtet sich:

  • Bei Inbetriebnahme nach dem Monat der Inbetriebnahme und der Größe der Solaranlage. 
  • Bei Erweiterung der PV-Anlage erhält der Stromanteil der neuen Module die jeweils aktuell gültige Einspeisevergütung. 

Fast alle Photovoltaikanlagen in Deutschland sind das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Es werden zwischen 80 und 100% des eingespeisten Stroms vergütet. Die nicht geförderten 20% sollen direkt selbst verbraucht oder vermarktet werden, was ungefähr dem durchschnittlichen Eigenverbrauchsanteil eines Haushalts entspricht. Der in das öffentliche Netz eingespeiste Strom wird laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu einem bestimmten Satz vergütet.

  • Die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen nach dem EEG wird ab der Inbetriebnahme für 20 Jahre gezahlt.
  • Sie wird nur noch für neue Photovoltaikanlagen bis maximal 100 kWp gewährt. Neue Anlagen über 100 kWp erhalten als Förderung eine sogenannte "Marktprämie" müssen sich dann aber verpflichten mit Direktvermarkter mit dem Verkauf des eingespeisten Stroms zu beauftragen.
  • Sie ist garantiert, kann also nicht vom Staat oder dem Netzbetreiber gekürzt werden.
  • Den Satz, den Sie also im ersten Betriebsmonat Ihrer Photovoltaikanlage erhalten, bekommen Sie auch noch nach im 20. Jahr.  Erst dann läuft die Festschreibung der Einspeisevergütung aus.

Mit der Einspeisevergütung für die <a href=Photovoltaik kann man bares Geld sparen" />Wie hoch die Vergütung nach 20 Jahren sein wird, ist ungewiss. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es keine Photovoltaik-Einspeisevergütung mehr geben wird. Dies ist aber nicht weiter schlimm, denn bis dahin werden Speichertechnologien wie Solar-Akkus schätzungsweise so günstig sein, dass der Betreiber der Photovoltaikanlage seinen Strom zu 100% selbst verbrauchen und der Zukauf von Strom kaum noch nötig sein wird. 

Aktuell sind PV-Anlagen übrigens aufgrund gesunkener Kosten bereits so rentabel, dass Sie speziell bei sehr hohem Eigenverbrauch wirtschaftlich betrieben werden können! Deshalb ist es wichtig die Anlage heute zum Beispiel durch die Kombination mit einer Wärmepumpe bereits so zu planen, dass Sie den Strom besser selber verbrauchen, statt zu verkaufen. Wie diese Optimierung funktioniert erfahren Sie hier.

Vergleichen Sie hier aktuelle Preise von PV-Anlagen

Die Photovoltaik-Einspeisevergütung - ein deutsches Erfolgsprodukt:  Die Idee der Photovoltaik-Einspeisevergütung begeistert auch andere Länder. In abgewandelter aber ähnlicher Form wird eine Einspeisevergütung für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bereits in knapp 70 Ländern weltweit gezahlt. Die Photovoltaik-Einspeisevergütung ist somit wirklich ein deutsches Erfolgsprodukt.

1.1. Was bedeutet die Degression der Einspeisevergütung

Bisher war es meistens so, dass sich die Einspeisevergütung von Monat zu Monat verringert hat.  Dies bedeutete aber nicht, dass fertig installierte PV-Anlagen für eingespeisten Strom monatlich weniger Geld bekommen. Die Vergütung ist ab Start der Anlage für  20 volle Kalenderjahre festgeschrieben und ändert sich nicht. 

Der Vergütungssatz, der für eine neu installierte Anlage gewährt wird verringert bzw. verändert sind jedoch! Ein Beispiel:

Nachbar A errichtet im April 2015 eine 5 kWp große Photovoltaik-Anlage und erhält für 20 Jahre 12,47 Euro-Cent pro eingespeister Kilowattstunde. Nachbar B lässt seine Solaranlage erst im Juni 2022 errichten und an das Stromnetz anschließen und erhält für 20 Jahre 6,24 Cent pro kWh. Durch diese Degression der Einspeisevergütung sollte ein Anreiz gesetzt werden, die Preise für Photovoltaikanlagen zu senken, was über die Jahre auch passiert ist. Und so erhält Nachbar B zwar eine geringere Photovoltaik-Einspeisevergütung als Nachbar A , dafür waren die Preise für PV-Systeme und Speicher für den Eigenverbrauch im Jahr 2022 jedoch deutlich geringer als im Jahr 2015.

Nachbar A

Nachbar B

Inbetriebnahme: April 2015

PV-Einspeisevergütung: 12,47 Cent

Inbetriebnahme: Juni 2022

PV-Einspeisevergütung: 6,24 Cent

Die Höhe dieser Kürzungen wird quartalsweise angepasst - immer zum 01. Januar, 01. April, 01. Juli und 01. Oktober.

Diese Basisdegression genannte Anpassung wird erhöht oder ausgesetzt - je nachdem, wie stark der Zubau an Photovoltaik ist. Genauer gesagt,  der Jahreszubau an PV-Leistung in Deutschland innerhalb einer bestimmten Grenze (aktuell 2.500 Megawatt). 

  • Liegt der Zubau darüber, dann wird die Einspeisevergütung stärker gekürzt.
  • Liegt der Zubau darunter wird die Einspeisevergütung weniger stark gekürzt.

1.2. Warum wird die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen monatlich gekürzt?

In der Vergangenheit wurden halbjährliche Kürzungen der Förderung vorgenommen. Bedingt dadurch kam es - immer kurz vor den Kürzungen - zu starken Vorzieh-Effekten und so einer unausgeglichenen Auftragslage für Solarteure. Bereits mit der EEG-Novelle 2012 wurde die Vergütung monatlich gesenkt, in der Regel um rund 2% im Vergleich zum Vormonat. Starke Kürzungen machten aber auch den Markt kaputt, daher wurden mit der EEG-Novelle 2014 die Kürzungen auf ca. 0,25% im Vergleich zum Vormonat gesenkt.

2. Was ist die EEG-Umlage?

Wie bereits erwähnt ist die Einspeisevergütung nach EEG für Photovoltaikanlagen auf 20 Jahre garantiert. Doch auch andere Erneuerbare-Energie-Erzeuger wie zum Beispiel Windkraftanlagen erhalten eine EEG-Vergütung. Woher kommt all das Geld? Aus der EEG-Umlage. So werden die Kosten der Energiewende aus der EEG-Umlage beschafft.

Die EEG-Umlage wird von uns allen gezahlt, und zwar über den Strompreis. Zumindest prinzipiell, denn viele Unternehmen wurden von dieser Abgabe befreit. Dies wird damit begründet, dass Firmen mit besonders hohem Stromverbrauch sonst nicht mehr international wettbewerbsfähig sind. 

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Leider muss man festhalten: die EEG-Umlage war nicht gerecht:

  1. Für das Jahr 2016 war bereits eine EEG-Umlage von 6,354 Cent pro kWh (2015: 6,17 Cent /2014: 6,24 Cent) festgelegt. Dies ist eine große Belastung für deutsche Haushalte. Darum - wenn irgend möglich - sollte man nicht nur auf der zahlenden Seite stehen, sondern auch auf der Seite der Empfänger. Dies ist beispielsweise möglich durch die Installation einer Photovoltaikanlage. So wandert das Geld von meiner rechten in meine linke Tasche - und vermehrt sich unterwegs noch!
  2. Auch Unternehmen mit geringem Stromverbrauch oder auch ohne internationale Konkurrenz erhalten mittlerweile die Befreiung. Daher sieht die Realität so aus, dass die Hauptbelastung der EEG-Umlage auf privaten Stromabnehmern liegt.
  3. Durch den starken Einsatz erneuerbarer Energien ist der Börsenstrompreis gefallen. Damit erhalten auch Kohlekraftwerks-Betreiber weniger Geld für Ihren Strom. Der Referenzpreis, an dem sich die EEG-Umlage orientiert sinkt damit. Um die Endvergütung für Solarstrom gleich zu halten, muss aber eine größere Differenz als Umlage gezahlt werden. Ergo: Mehr Konkurrenz sorgt für höhere EEG-Umlagekosten!


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