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Endlich sind wir im Zeitalter angekommen, in dem die Speichertechnologie es jedem Hausbesitzer möglich macht, wein eigenes Kraftwerk wirtschaftlich zu betreiben! Das zeigen folgende Fakten: Preisverfall der Photovoltaikspeicher seit 2015 um 40%, Speicher amortisieren sich aktuell je nach Stromverbrauch in ca. 8-12 Jahren - Über 50% der Neuinstallationen wurden 2016 schon mit Speicher installiert. Die Preise für Lithium-Ionen Akkus sinken jährlich um 18% (RWTH Speichermonitoring). Hier werden die Fragen beantwortet: Was ist aber bei der Anschaffung & Angeboten eines Speichers zu beachten? Wie teuer sind Photovoltaik-Speicher? Gibt es Förderungen?

1. Wie teuer sind Photovoltaik-Speicher?

Solar-Akku: Kosten und Preise 2014Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist es nicht so einfach, auf den Hersteller-Webseiten von Solar-Akkus einen Preis zu finden. Dieser wird meist nur über die Vertriebspartner kommuniziert – in der Regel Elektroinstallateure oder Solarteur.

Die meisten Kunden möchten aber nicht erst über die Preise informiert werden, wenn schon ein Vertriebsmitarbeiter bei ihnen zu Hause sitzt. Man will sich doch vorher schon mal ein wenig schlau gemacht haben. Hierbei möchten wir Ihnen mit dieser Seite helfen!

Daher haben wir vom Solaranlagen-Portal.de uns für Sie die Mühe gemacht und mal einige Daten ausgewertet. Wir haben 12 zufällige Blei-Solarakkus und 12 zufällige Lithium-Solarakkus als Grundlage für unsere Berechnung genommen. Die Preise beziehen sich auf die Hersteller-Angaben aus 2019. 

Solarakku-TypKosten pro nutzbarer Kapazität  €/kWh
Blei-Batterien900 bis 1.350 €
Lithium-Batterien 1.200 bis 1.850 €

Die Preise für einen Solar-Akku richten sich nach der verwendeten Technologie. Der frühere Kampf zwischen Blei und Lithium hat sich aber im Grunde schon entschieden. Gewinner sind eindeutig die Lithium-Akkus. Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Batteriesysteme erfahren Sie hier. Letztlich ist aber nicht der Anschaffungspreis das wichtigste Kriterium, sondern das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eine durchschnittliche Photovoltaikanlage auf einem Hausdach erbringt meist rund 5 kWp Leistung. Wenn man den Preis pro kWp mit der Leistung multipliziert, kommt man also auf einen Durchschnittspreis für eine Blei-Solar-Batterie von 7.060 Euro und 11.445 Euro für eine Lithium-Solar-Batterie. 

1.1. Wo kann man Solar-Akkus kaufen?

Hier finden Sie ein paar Beispiele für Solar-Akkus. Das komplette Sortiment "kleiner" Solarspeicher finden Sie über unseren Shop:

Alle Solar-Akkus im Shop ansehen

1.2. Sind Solarstromspeicher für alle Photovoltaikanlagen empfehlenswert?

Sie haben also zwei Varianten, wie Sie mit Ihrem selbst produzierten Solarstrom umgehen:

  1. Sie speisen den Photovoltaik-Strom in das öffentliche Netz ein und kaufen wiederum für Ihren Eigenbedarf Strom vom Energieversorger,
  2. Sie verbrauchen möglichst viel Solarstrom selbst und kaufen nur vom Energieversorger, was darüber hinaus fehlt.

In den Anfangsjahren der Photovoltaik lag die Einspeisevergütung weit über dem Stromeinkaufspreis. Daher machte es Sinn den gesamten Solarstrom einzuspeisen (also zu einem hohen Kurs zu verkaufen), um dann den günstigeren Strom vom Energieversorger zu beziehen (sprich zu einem günstigeren Kurs einzukaufen); die Differenz .

Doch im Laufe der Jahre sank die Einspeisevergütung und der Eigenverbrauch rückte in den Fokus. Mitte 2011 war es dann endgültig soweit: die Einspeisevergütung rutschte unter den Strompreis. Ab diesem Zeitpunkt war es der beste Weg möglichst viel Solarstrom selbst zu verbrauchen, damit man nicht so viel teureren Strom einkaufen musste.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt machte es Sinn lieber eigenen Solarstrom zu verbrauchen, statt diesen ins Netz einzuspeisen und dann Strom vom Energieversorger zu kaufen. Bei allen aktuellen Solaranlagen, ist der Eigenverbrauch der Einspeisung vorzuziehen.

Für welche Photovoltaikanlagen lohnen sich Solar-Akkus?

Inbetriebnahme: vor 2009ab 2009 ab Mitte 2011
Ihre Einspeisevergütung:Einspeisevergütung liegt über aktuellem StrompreisEinspeisevergütung liegt über aktuellem StrompreisEinspeisevergütung geringer als Strompreis
Eigenverbrauchsvergütung:neinjaja, aber nur bis April 2012
Ihr Ziel sollte sein:möglichst viel Solarstrom einspeisen möglichst viel Solarstrom selbst verbrauchen
Solar-Stromspeicher empfohlen?Solarstrom einspeisen lohnt sich mehr für Sie als einen Solar-Akku anzuschaffenSie sollten über den Kauf eines Solar-Akkus nachdenken

2. Lohnt sich ein PV-Speicher? 

Folgende Beispielrechnung wird zeigen, dass es sich in jedem Fall lohnt einen Photovoltaikspeicher zu installieren. Wir nehmen als Beispiel eine Anlage mit:

  • 5,5 kWp PV-Modulen - dies entspricht z.B. 24 Modulen mit 250W 
    Ist weniger Dachfläche vorhanden lohen es sich in jedem Fall leistungsstärkere Module mit 300W oder mehr zu installieren um so den Ertrag zu steigern.
  • 5,7 kWh Speicher
  • Haushalt mit 5500 kWh Verbrauch pro Jahr

Erzeuger Solarstrom pro Jahr: bei 900 kWh pro kWp erzeugen die Module über das Jahr 4950 kWh

Wirtschaftlichkeitsberechnung Solar-Akku

2.1. Wie groß sollte der Photovoltaik-Speicher ausgelegt werden?

Folgende Angabe kann als Faustformel dienen:

  • 1 kWp Module pro 1000 kWh Jahresverbrauch
  • 1 kWh nutzbaren Speicher pro 1000 kWh Jahresverbrauch

2.1.1. Wie viel Prozent meines Stromverbrauchs kann ich selber decken?

Der Begriff hierzu ist der Autarkiegrad.

Ohne eine Verhaltensänderung sind realistisch: ca. 54% also 2970 kWh

Bei der Autarkie von 54% muss ich z.B. Nachts noch Strom vom Versorger einkaufen,
da der gespeicherte Strom dann verbraucht wurde.

54% Autark bedeutet 46% müssen noch eingekauft werden.

2.1.2. Verbrauche ich damit allen Strom selber?

Nein. Sie erreichen in diesem Beispiel ca. einen Eigenverbrauch von ca. 60%.

Die übrigen 40% des selber produzierten Solarstroms werden in das Netz einsepeist also verkauft, da man ihn nicht komplett selbst benötigt. An sonnigen Sommertagen ist irgendwannn der Speicher voll, alle Wäsche gewaschen und trotzdem scheint die Sonne noch. Dann wird der weiter erzeugte Strom also verkauft!

  • 4950 kWh (jährl. erzeugter Solarstrom) * 40% = 1980 kWh werden eingespeist

Wie viele Verluste hat eine solche Anlage?

Bei dieser Beispielanlage kann man mit ca. 330 kWh pro Jahr an Verlusten rechnen
(für den Speicher, Wandler, Standby etc.)

Ziehen wir diese 330 kWh ab bleiben:

  • 1980 kWh - 330 kWh = 1650 kWh die eingespeist werden
  • Autark nutze ich also 2970 kWh des eigenen Strom
 Einsparungen mit Stromspeicher 
Spareffekt durch Strom den ich nicht kaufen muss 0,28€ (pro kWh) * 2970 kWh = 831 € 
Vergütung für überschüssigen Strom (Einspeisung) 1650 kWh * 0,125 (pro kWh) = 206€ 
Gesamt1037 € / Jahr 
Über 20 Jahre20.740 €
Wichtig! Steigt der Strompreis, dann ist die eigene Einsparung natürlich entsprechend höher. Steigt der Strompreis z.B. jährlich um 4%, wäre der durchschnittliche Einkaufspreis dann 0,41€ / kWh. Die Einsparungen steigen entsprechend folgender Tabelle:
 Einsparungen bei Strompreissteigerung von 4%
Spareffekt durch Strom den ich nicht kaufen muss 0,41€ (pro kWh) * 2970 kWh = 1217,70 € 
Vergütung für überschüssigen Strom (Einspeisung) 1650 kWh * 0,125 (pro kWh) = 206€ 
Gesamt1423,70 € / Jahr 
Über 20 Jahre28.474 €


Bei 5,5% Steigerung käme man sogar auf: 33.231 €. Die Steigerung in den letzten Jahren betrug durchschnittlich 4%. Ob dieser Trend so bleibt, oder der Preis noch schneller steigen wird bleibt anzuwarten. 

Auf jeden Fall ist eine PV-Anlage mit Solarspeicher selbst bei dem absolut unwahrscheinlichen Fall eines gleichbleibenden Strompreises schon jetzt wirtschaftlich sinnvoll!

Hier möchten wir Ihnen noch ein kurzes Video empfehlen (das zwar nicht gerade die spannendste Darbietung enthält). Dafür sind die enthaltenen Informationen über Photovoltaik-Speicher in 6 Minuten jedoch wichtig für Ihre mögliche Kaufentscheidung!

Übrigens fallen die Preise für Solarspeicher derzeit jährlich um ca. 18% bei Lithium-Ionen-Akkus! Dieser extreme Preisverfall und die rasante Entwicklung der Speichertechnologien sind eine zusätzliche Garantie für Ihre Anlage. Fall in 15 Jahren nämlich ein neuer Akku nötig ist, können Sie beruhigt sein, da die zukünftigen Preise noch deutlich günstiger sein werden als heute!

Bitte beachten Sie trotzdem: unsere Berechnung hat nicht alle Parameter berücksichtigt. So haben wir auf der einen Seite eventuelle Montagekosten sowie Wartungskosten nicht einbezogen. Laut Herstellerangaben sollte ein Lithium-Ionen-Akku bis zu 20 Jahre halten - eine realistische Einschätzung sind laut Experten aber in jedem Fall 15 Jahre. Ob dies tatsächlich der Fall sein wird? Wir wissen es nicht. Nichtsdestotrotz haben wir keinen Akku-Modul-Austausch berücksichtigt. Auf der anderen Seite sind starke Steigerungen des Strompreises zu erwarten. Auch diese haben wir nicht mit einbezogen. Für eine umfassende und vor allem individuelle Rentabilitätsberechnungen für Ihre Solar-Batterie wenden Sie sich bitte an einen Solarteur.

Im folgenden noch ein Video der Firma Senec, welches über die Nutzung von Solarspeichern informiert. Natürlich macht das Video Werbung für das Firmeneigene System. Aber die Informationen sind dennoch empfehlenswert!

2.1.3. Lohnen sich Solar-Akkus im Jahr 2020?

Die wichtige Frage unser Photovoltaik-Batterie-Wirtschaftlichkeitsberechnung lautete: Lohnt sich ein Solar-Akku?
Das Ergebnis lautet definitiv "Ja". Trotzdem sollten Sie bei der Planung folgende Punkte bedenken:

  • Der erste Schritt zur Auslegung ist Ihr jährlicher Stromverbrauch.
  • Der zu erwartende Ertrag der Module sollte ca. 30% über dem Verbrauch liegen. Erst damit ist größere Autarkie möglich.
  • Überdimensionierung ist bei Photovoltaikmodulen und Speicher sinnvoll!
  • Größere Autarkie ermöglich mehr Einsparung beim Stromeinkauf.
  • Verhaltensänderungen können die Autarkie verbessern.
  • Preise der Speicher werden weiter fallen
  • Technologien wie eine Wärmepumpe mit Niedrigenergieheizung können Ihr Energiekonzept optimieren
  • Sparen Sie nicht bei den Modulen. Eine aktuelle Studie der Firma E3-DC zeigt auf, dass eine zu kleine Auslegung an Modulen der häufigste Fehler bei der Auslegung ist.

3. Tipps zu Angeboten für Photovoltaik-Speicher

Um perfekte Solar-Akku-Angebote zu erhalten, kann sich schon vorab Gedanken machen, was man genau möchte. Um die Angebote dann zu prüfen, erhalten Sie die wichtigsten Tipps.

Solar-Batterien haben etliche Vorteile: Rentabilität der Anlage, der Selbstversorgungs- oder Autarkiegrad des Gebäudes steigt und man trägt aktiv zum Umweltschutz bei. Man sollte außerdem die zukünftige Entwicklung des Strompreises im Hinterkopf behalten, dieser wird wohl kaum sinken!

3.1. Von wem erhält man Angebote für Solarstromspeicher?

Viele Hersteller vertreiben Ihre Geräte entweder direkt oder über Vertriebspartner vor Ort. Meist kann man auf den Webseiten der Solarspeicher-Hersteller Informationen zu den Geräten finden. Oftmals werden aber die Preise nicht offen ausgewiesen. Diese erfahren Sie, wenn Sie mit dem Hersteller in Kontakt treten und ein Angebot anfordern. Anders als bei der Installation einer Photovoltaikanlage, muss nicht zwangsläufig ein Vor-Ort-Termin vereinbart werden.

Ein aussagekräftiges Photovoltaikanlagen-Angebot erhalten Sie nur nach einem Vor-Ort-Termin. Es werden die gebäude-spezifischen Gegebenheiten inspiziert und und die Umsetzung einer Solaranlage geplant. Bei einem Solarspeicher ist die wichtigste Frage: ist genügend Platz vorhanden, beispielsweise im Kellerraum? Passt ein Kühlschrank durch die Türen, wird der Solar-Akku-Block sicherlich auch passen.

Diese und ähnliche Fragen, müssen aber nicht zwingend von einem Experten beantwortet werden. Aus diesem Grund kann man Pauschal-Angebote für einen Solar-Akku per Post oder E-Mail erhalten. Allerdings sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass ein Hersteller natürlich sein Produkt verkaufen möchte und daher nicht unabhängig und subjektiv berät. Daher ist es empfehlenswert, sich an mindestens drei Hersteller zu wenden um ein Solar-Akku-Angebot zu erhalten. Erst dann ist ein Preis- und Leistungsvergleich sinnvoll möglich.

Perfekte Solar-Akku-Angebote erhalten und dann entspannt zurücklehnenEine Variante ist ein Solarteur oder ein Elektrofachbetrieb. Diese sind meist nicht herstellergebunden und beraten daher auch objektiver. Zumindest in der Theorie: viele Solarteure machen nämlich Rahmenverträge mit Herstellern, um die Akkus zu beziehen. Der Solarteur ist auch der erste Ansprechpartner, wenn es um die Installation einer Photovoltaikanlage geht. Insbesondere im Falle der gleichzeitigen Installation von Solaranlage und Photovoltaik-Speicher ergibt es Sinn nur einen Ansprechpartner zu haben. Denn dieser installiert alle Komponenten direkt nach Ihren Wünschen.

3.2. Photovoltaik-Speicher mit Photovoltaikanlage zusammen kaufen oder nachrüsten?

Fast alle Solarteure bieten ausschließlich Systeme mit Speichern an. Aufgrund der aktuellen Preissituation bei Modulen und Speichern sollte man keine PV-Anlage ohne Speicher bauen.

Fast alle Hersteller geben an, dass Ihre Speicher mit den Komponenten (Solarmodule, Wechselrichter, Kabel und so weiter) anderer Hersteller problemlos kombinierbar sind. Daher gibt es bei der gleichzeitigen Installation von Solar-Akku und Solaranlage keine Schwierigkeiten. Aber auch die Nachrüstung einer Batterie ist so unkompliziert.

3.3. Was man vor dem Solar-Akku-Angebot klären kann

Auch wenn man beraten wird, schadet es sicher nicht, sich schon vorab zu informieren und sich Gedanken zu machen. Hier finden Sie einige Fragen um für sich selbst die Thematik ein wenig einzugrenzen, und so herauszufinden, was Sie möchten.

Staatliche Förderung für Solar-Akkus

Möchte ich die staatliche Förderung in Anspruch nehmen?

Dann kommen nur Angebote für förderfähige Solarspeicher infrage. Viele Käufer nehmen die Förderung nicht in Anspruch, da das Genehmigungsverfahren abschreckend kompliziert ist.


Batterie

Welche Batterie-Technologie möchte ich wählen?

Die beiden beliebtesten Technologien sind Blei-Gel (günstiger) und Lithium-Ionen (teurer). 


Visualisierung der Daten eines Solarspeichers

Ist mir eine visuelle Steuerung der Daten - beispielsweise auf dem Computer - wichtig?

Viele Hersteller bieten solch eine Möglichkeit an, beispielsweise über eine Smartphone-App oder den Computer, aber eben nicht alle.


Platz im Gebäude für den Solar-Akku?

Habe ich Platz um den Solar-Akku unterzubringen?

Ein wenig klobig sind die Photovoltaik-Akkus schon, es würde sich empfehlen Platz im Keller zu schaffen - möglichst nah am Photovoltaik-Wechselrichter.


Unterlagen für den Solarteur

Welche Unterlagen und Daten kann ich schon vorab für ein passendes Angebot bereithalten?

Daten zur Photovoltaikanlage (Datenblätter der Komponenten, Ertragsdaten), Stromverbrauch des Gebäudes, eventuell Stromkosten oder -preis

 

3.4. 5 Tipps zu Angeboten von Solar-Akkus

3.4.1. Kompetenz oder Referenzen 

Sie investieren eine Menge Geld. Da sollte man lieber genauer hinschauen - oder hinhören. Kann der Installateur Referenzen nennen? Kann er Zertifizierungen vorweisen? Und nicht zu unterschätzen: was sagt Ihnen Ihr Bauchgefühl? Fühlt man sich nicht ausreichend beraten oder antwortet der Installateur ausweichend ... lassen Sie lieber die Finger davon.

Auch der Ruf des Herstellers ist entscheidend. Sollte dieser pleite gehen, können Sie keine etwaigen Garantieansprüche geltend machen. 

3.4.2. Die perfekte Größe der Solar-Batterie

Die genau abgestimmte Dimensionierung des Akkus ist entscheidend für die beste Rendite. Kann der Solar-Akku zu wenig Strom speichern, entgehen Ihnen hervorragende Eigenverbrauchsmöglichkeiten. Ist er zu groß dimensioniert, haben Sie viel Geld für ein Gerät ausgegeben, welches Sie nicht ausreichend nutzen können. Die Größe der Batterie muss errechnet werden und hängt von Ihren Verbrauchsdaten sowie der Größe der Solaranlage ab, eine Pauschal-Aussage ist absolut unseriös. Die Berechnung sollte im Angebot aufgeführt sein.

3.4.3. Betriebs- und Wartungskosten nicht vergessen

Je nach Wahl der Batterietechnologie entstehen unterschiedlich hohe Kosten im Betrieb des Photovoltaik-Speichers. Bei vielen Systemen ist beispielsweise eine regelmäßige Wartung erforderlich. Wer führt diese durch und was kostet diese? Ein seriöser Solarteur weist auch daraufhin, dass das eigentliche Batteriemodul nach einigen Jahren - meist zwischen 10 und 20 Jahren - ausgetauscht werden muss. Vielleicht kann direkt im Angebot für den Solarspeicher festgehalten werden, dass ein Austausch-Modul zu vergünstigten Konditionen erworben werden kann.

3.4.4. Mehrere Angebote ergeben ein umfassendes Bild

Auch wenn ein bestimmtes Angebot für Ihren Solar-Akku noch so verlockend klingt, widerstehen Sie der Versuchung den Auftrag sofort zu erteilen. Erst der Vergleich zeigt oft die Schwachstellen eines Angebots auf. Jetzt können zwei Dinge passieren: entweder Sie finden ein noch besseres Angebot oder das erste war tatsächlich das Beste. Aber die zusätzliche Arbeit war dennoch nicht umsonst. Jetzt können Sie den Auftrag für die Installation Ihres Solarspeichers in dem Wissen erteilen, dass Sie alle Möglichkeiten abgewogen haben und Ihnen wirklich das Beste Angebot vorliegt.

3.4.5. Was ist wenn der Speicher ausfällt?

In einer Werbung für den VW Käfer hieß es einst: "Er läuft und läuft und läuft...". Das wünschen Sie sich auch für Ihren Solar-Akku. Jeder Ausfall geht ins Geld. Ein Monitoring-System - also die Möglichkeit die Daten des Akkus jederzeit zu überwachen - kann helfen eventuelle Ausfälle frühzeitig zu bemerken. Und auch: bietet der Hersteller oder der Installateur schnelle Abhilfe an? Etwa eine Hotline?

Aber was ist, wenn nicht der Akku, sondern das Stromnetz ausfällt? Die meisten Solar-Batterien können als Notstrom-Aggregat betrieben werden. Wenn Sie auf diesen Aspekt Wert legen, sollten Sie direkt nachfragen, ob der betreffende Akku für eine Notstrom-Lösung geeignet ist.

4. Förderung der Photovoltaik-Speicher

Staatliche Förderungen und Subventionen tragen dazu bei, dass sich neue Technologien durchsetzen. Solar-Akkus sind solch eine Technologie. Mit ihnen kann man den selbst erzeugten Solarstrom speichern und dann bequem verbrauchen, wann man es möchte. Ansonsten würde man den größten Teil des Photovoltaikstroms in das öffentliche Netz einspeisen und derzeit nur noch eine magere Einspeisevergütung erhalten. Möglichst viel speichern und selbst verbrauchen ist somit oberste Prämisse für die meisten Photovoltaikanlagen, welche seit 2009 (Eigenverbrauchsvergütung) beziehungsweise 2013 (Förderfähige PV-Anlage) installiert wurden.

Für Stromspeicher gibt es in den Ländern unterschiedliche Förderprogramme. Die allgemeine PV-Förderung hat zwar abgenommen, aber die Förderungen der Speicher im Rahmen eines netzdienlichen Ausbaus rücken weiter in den Fokus.

KFW

Die bundesweite Förderung von Stromspeichern über das KfW-Förderprogramm 275 ist allerdings zum 31.12.2018 ausgelaufen. Alternativ ist eine Förderung aus dem Programm 270 möglich.

Bayern

Der Freistaat Bayern hat das 10.000-Häuser-Programm gestartet. Der Zweck dieser Förderungen liegt darin, natürlichen Personen, "die energetische Modernisierungsmaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden durchführen oder energieeffiziente Wohngebäude neu errichten", Zuwendungen zu gewähren. Der Name des Programms deutet schon an, dass die Förderungen für maximal 10.000 Wohneinheiten vorgesehen sind.

Im Bereich der Solar-Akkus ist besonders dieser Passus interesant: "Es sollen innovative und intelligente Techniken gefördert werden, die den Selbstversorgungsgrad der Wohngebäude erhöhen und deren Integration insbesondere in das Stromnetz ermöglichen." Und so wird über den Programmteil "EnergieSystemHaus" Besitzern von Ein- und Zweifamilienhäusern in Bayern, welches sie selbst bewohnen, die Installation eines Solarspeichers zwischen 2.000 und 8.000 Euro gefördert. Die Solar-Akku-Förderung in Bayern kann unter Umständen mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden.

Ausführliche Infos erhält man hier.

  • Freistaat Sachsen
    Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier. Das Merkblatt können Sie hier herunterladen.
  • Sachsen Anhalt
    Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.
  • Rheinland Pfalz
    Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.
  • Berlin
    Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier, das Portal für die Antragstellung auf elektronischem Wege hier.
  • Baden-Württemberg
    Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.
  • Brandenburg
    Informationen finden Sie hier, die Förderrichtlinie hier
  • Thüringen
    Im Rahmen des Solar-Invest-Programmes fördert Thüringen „stationäre Energiespeichersysteme, die der Speicherung von Strom aus Photovoltaik dienen (Batteriespeicher)“.
    Zuschuss für Energiespeicher: bis zu 25 %; die Gesamtausgaben für das Vorhaben müssen aber über 5.000 Euro liegen (Bagatellgrenze)
    Nordrhein-Westfalen
    Informationen und Anträge zur Förderprogramm in NRW finden Sie hier.
    Speicher werden hier im Zusammenhang mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage gefördert.

5. Zukunft von Stromspeichern und aktuelle Motivation der Käufer

Sicherlich sind zwei Entwicklungen besonders ausschlaggebend für die Zukunft von Photovoltaik-Akkus:

  1. der Strompreis
  2. und der Anschaffungspreis der Batterie.

In den vergangenen Jahren ist der Strompreis stets gestiegen und das wird sich in den kommenden Jahren wahrscheinlich fortsetzen. Und je höher die Strompreise steigen, desto rentabler wird der Einsatz von Stromspeichern.

Wenn dann die Preise für Solar-Akkus durch technologischen Fortschritt und Massenproduktion sinken, können diese Speicher Photovoltaikanlagen noch wirtschaftlicher machen. 

Um 70 Prozent erhöhte sich der Absatz 2015. „Wir glauben, dass sich der Markt im Zwei-Jahres-Turnus verdoppeln wird“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar)

Interessant: Die Wirtschaftlichkeit war nie der wichtigste Grund für einen Solar-Akku.

Um herauszufinden, aus welchem Grund Solarspeicher gekauft werden, starteten wir folgende Umfrage: „Würden Sie einen Solar-Akku kaufen?“: Diese Frage wurde Photovoltaikanlagenbesitzern und welchen die es demnächst werden wollen, gestellt. Das Ergebnis der Umfrage macht klar: Das Interesse an Solarspeichern ist groß. Aber die Frage nach der Rendite der Akkus steht erstaunlicherweise weniger im Fokus als man erwarten würde.

Umfrage-Ergebenis: Würden Sie einen Solar-Akku kaufen?

Würden PV-Anlagen-Besitzer in einen Solar-Akku investieren, selbst wenn das unter Umständen die Rentabilität der Photovoltaikanlage mindern würde?

  • Mit 45% gaben fast die Hälfte aller Befragten an, dass sie sich für den Kauf eines Solarspeichers interessieren, selbst wenn das die Rendite der bestehenden PV-Anlage leicht mindern würde. Mit anderen Worten: Der Wunsch nach unabhängiger Stromproduktion, der Umweltschutz und andere gute Gründe sind offensichtlich stärker als reine Renditeerwägungen beim Erwerb einer Solarbatterie. Die Rendite ist also kein K.O.-Kriterium.
  • Weitere 36% der Teilnehmer gaben an, dass Sie erst noch auf fallende Preise warten möchten, da Sie keine Minderung der Gesamtrendite der Photovoltaikanlage in Kauf nehmen würden. Nur knapp 19% interessieren sich momentan überhaupt nicht für einen Solar-Akku.
  • Über 80% bekunden also großes Interesse am Erwerb eines Solar-Akkus. Das sind gute Nachrichten: Denn Stromspeicher werden der Solarbranche wieder auf die Füße helfen, nachdem es in den letzten Jahren mit der Einspeisevergütung und synchron dazu mit der Photovoltaik-Nachfrage bergab ging. Außerdem sind die Akkus ein großer Schritt in Richtung Unabhängigkeit von den Stromkonzernen und deren teilweise nicht nachvollziehbarer Preisgestaltung.

5.1. Aktuelle Motivation für den Kauf von Solarakkus

  • 85% der Käufer wollen sich gegen künftige Erhöhungen der Strompreise absichern
  • 57% sind besonders an der Technologie interessiert
  • ca. 80% haben außerdem den Wunsch zur Energiewende beizutragen!

Die Umfrage der im Rahmen des Speichermonitorings der RWTH zeigt also, dass speziell Betreiber mit großem Interesse an Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit die Entwicklung der Speicher vorantreiben!

5.2. Rückblick: Das ist seit 2014 passiert

Die Experten vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) haben auch Durchschnittspreise für Solarspeicher errechnet. Diese beziehen sich auf die Herstellerangaben aus Ende 2014. Der BSW gibt folgende Solarspeicher-Preise pro Nennkapazität ohne Umsatzsteuer an:

Solarakku-TypKapazitätDurchschnittspreis pro kWh 2014
Blei-Batterien5 kWh1.608 €
Blei-Batterien10 kWh-Akkus1.169 €
Blei-Batterien30 kWh1.021 €
Lithium-Batterien 5 kWh1.864 €
Lithium-Batterien 10 kWh1.661 €
Lithium-Batterien 30 kWh1.412 €

Solarspeicher © BSW

Insbesondere seit 2011 fielen die Preise für Akkus dramatisch. Denn es haben sich ganz neue Anwendungsgebiete für Akkus entwickelt: Elektroautos, Smartphones und nicht zuletzt Photovoltaik-Batterien. Durch die steigenden Nachfrage wird die Massenproduktion angekurbelt und die Preise pro Stück fallen. So sind die Preise für Lithium-Ionen-Akkus beispielsweise in den letzten drei Jahren um weit mehr als die Hälfte gefallen.

„Wir glauben, dass sich der Markt im Zwei-Jahres-Turnus verdoppeln wird“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar)

Wer genug Zeit zur Verfügung hat, dem können wir das Video von "Leben mit der Energiewende TV" zum Thema Photovoltaik-Speicher-Lösungen empfehlen:

2014 Das war einmal: Experten-Interview als Photovoltaik-Akkus noch nicht wirtschaftlich waren

Porträt Volker Quaschning (© Wikipedia)Zur Rentabilität von Solar-Akkus befragt man am besten einen Experten. Professor Volker Quaschning ist einer der bekanntesten Experten auf dem Gebiet der regenerativen Energien und der Photovoltaik. Wir befragten ihn Mitte 2014 zu Solarspeichern.

Solaranlagen-Portal.de: Laut einer Umfrage von EuPD Research erwägen rund 90% aller Photovoltaikanlagen-Besitzer die Nachrüstung eines Solar-Akkus. Woran scheitert derzeit die Umsetzung?

Quaschning: Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen befinden sich immer noch am Anfang der Entwicklung. Die Kosten sind noch relativ hoch, sodass meist ein System ohne Speicher bei der Wirtschaftlichkeit besser abschneidet. Auch technologisch sind bei den Speichern noch Verbesserungen möglich. Schließlich ist das Förderprogramm für viele Kunden nicht wirklich attraktiv. Mit sinkenden Preisen für die Batteriesysteme wird künftig der Markt aber schnell wachsen.

Solaranlagen-Portal.de: Es gibt verschiedene Technologien um Solarstrom zu speichern. Welche Systeme haben Ihre Einschätzung nach das größte Zukunftspotenzial?

Quaschning: Wir brauchen langlebige und wartungsfreie Systeme. Aus heutiger Sicht hat da die Lithiumbatterie die Nase vorne. Deren Kosten müssen aber noch spürbar fallen. Mittelfristig haben auch thermische Speicher ein großes Potenzial. Diese sind vergleichsweise preiswert und können Überschüsse der Photovoltaikanlage günstig speichern und damit Brennstoffe bei der Heizungsanlage einsparen.

FAQ - Häufig gestellte Fragen in Kürze

  • checkWie teuer sind Photovoltaik-Speicher?

    Je nach Technologie des Speichers unterscheiden sich die Kosten pro nutzbarer Kapazität €/kWh. Bei Blei-Batterien betragen sie ca. 900 bis 1.350 €. Bei Lithium-Batterien ca. 1.200 bis 1.850 €. Kleinere Versorgungsbatterien für Boote oder Wohnmobil sind ab ca. 100€ pro 100Ah erhältlich.

  • checkLohnt sich ein Photovoltaik-Speicher?

    In Beispielrechnungen kann einfach gezeigt werden, dass sich PV-Speicher bei jeder privaten Photovoltaikanlage lohnen. Realistischerweise wird bereits ohne Verhaltensänderung ein Autarkiegrad von ca. 54% und ein Eigenverbrauchsanteil von 60% erreicht. Diese Werte können weiter optimiert werden.

  • checkVon wem erhält man Angebote für Solarstromspeicher?

    Ein aussagekräftiges Photovoltaikanlagen-Angebot erhalten Sie nur nach einem Vor-Ort-Termin. Es werden die gebäude-spezifischen Gegebenheiten inspiziert und und die Umsetzung einer Solaranlage geplant. Solarteur oder ein Elektrofachbetrieb sind meist nicht herstellergebunden und beraten daher auch objektiv. Insbesondere im Falle der gleichzeitigen Installation von Solaranlage und Photovoltaik-Batterie ergibt es Sinn nur einen Ansprechpartner zu haben.


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