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Eine durchschnittliche Photovoltaikanlage kostet derzeit zwischen 7.000 und 10.000 Euro. So viel Geld hat natürlich nicht jeder auf der hohen Kante. Außerdem ist es manchmal sogar günstiger, die Photovoltaikanlage zu finanzieren, als sie bar zu bezahlen.

Deshalb werden viele private Photovoltaikanlagen über einen Kredit finanziert. Weil die staatliche Einspeisevergütung über das EEG als Sicherheit gilt, finanzieren viele Banken eine PV-Anlage zu 100 Prozent. Das bedeutet: Sie brauchen kein Eigenkapital, wie es zum Beispiel bei einer Hausfinanzierung üblich ist. Sollten Sie Ihre Rückzahlung nicht leisten können, übernimmt das Kreditinstitut stattdessen die Anlage und damit die Einspeisevergütung.

Anstelle von gewöhnlichen Krediten können Sie auch Förderkredite der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) in Anspruch nehmen. Dadurch sind häufig die Zinsen deutlich günstiger, sodass Sie bei der Finanzierung Ihrer Solaranlage Geld sparen. Wir erklären Ihnen die verschiedenen vergünstigten Förderkredite und weitere Möglichkeiten zur Finanzierung Ihrer PV-Anlage.

Arten der Finanzierung von Photovoltaikanlagen

1. KfW-Förderkredite zur Photovoltaik-Finanzierung

Der Klassiker der Photovoltaik-Finanzierung ist der zinsgünstige KfW-Kredit, der schon seit 1999 Solaranlagen über das 100.000-Dächer-Programm mit Bundesmitteln unterstützt. Privatpersonen, Firmen und Organisationen können einen Photovoltaik-Kredit mit einem effektiven Jahreszins ab 1,03 % beantragen. (Je nach Bonität kann der Zins auch deutlich höher liegen, aber normalerweise immer noch niedriger als bei gewöhnlichen Krediten.)

Die so zur Verfügung gestellten Mittel können für die Anschaffung oder die Erweiterung einer Photovoltaik-Anlage genutzt werden. Das entsprechende Programm bei der KfW heißt „Erneuerbare Energien – Standard“.

Hier finden Sie das Merkblatt zu den aktuellen PV-Förderungen.

1.1. Was und wen fördert die KfW?

Im Programm „Erneuerbare Energien“ werden Investitionen gefördert, die dem Erwerb, der Errichtung und der Erweiterung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien dienen. Dazu gehören natürlich auch Photovoltaik-Anlagen. Gebrauchte Anlagen sind in den meisten Fällen von der Förderung ausgeschlossen.

Beantragen können den KfW-Kredit:

  • private und öffentliche Unternehmen (auch aus dem Ausland)
  • kommunale Zweckverbände
  • Genossenschaften, Stiftungen und Vereine
  • Landwirte
  • Freiberufler und
  • Privatpersonen (sofern sie einen Teil des erzeugten Stroms ins Netz einspeisen)

1.2. Welche Konditionen gelten für den KfW-Kredit?

Die Mindestlaufzeit für den KfW-Förderkredit beträgt zwei Jahre, es sind aber je nach Situation und Projekt auch längere Laufzeiten möglich. Den individuellen Zinssatz ermittelt Ihre Hausbank, über die Sie den Kredit beantragen. Außerdem gilt:

  • Es werden bis zu 100 % Ihrer Investitionskosten abgedeckt, Sie brauchen also in den meisten Fällen kein Eigenkapital.
  • Das bewilligte Geld wird zu 100 % ausgezahlt.
  • Sie entscheiden, ob Sie den Kredit in einer kompletten Summe oder in Teilbeträgen erhalten wollen.
  • Es gibt eine tilgungsfreie Zeit zu Beginn des Kredits, damit Sie die Anlage zunächst einmal in Ruhe in Betrieb nehmen können, bevor Sie mit der Rückzahlung beginnen müssen.

1.3. So beantragen Sie den KfW-Kredit

Ganz wichtig bei allen KfW-Krediten ist: Sie müssen den Antrag stellen, bevor Sie mit den Arbeiten begonnen oder bereits Kosten gezahlt haben! Im Nachhinein ist eine Förderung nicht mehr möglich. Informieren Sie sich deshalb gleich zu Beginn Ihrer Planungen über die Möglichkeiten eines KfW-Kredits.

Ihr Ansprechpartner für KfW-Kredite ist Ihre Hausbank. Diese ermittelt einen individuellen Zinssatz für Sie, der von Ihren Sicherheiten, Ihrer Bonität und dem Standort der Anlage abhängt. Die Hausbank unterstützt Sie beim Kredit-Antrag. Und auch die Rückzahlungen laufen über Ihre Hausbank. Sie müssen sich also nicht mit einem neuen Kreditinstitut auseinandersetzen, sondern können den Kredit wie gewohnt über Ihre Bank laufen lassen.

2. KfW-Förderkredite zur Finanzierung eines Photovoltaik-Batteriespeichers

Für bestehende oder neu installierte Photovoltaik-Anlagen wird zur Erhöhung des Eigenverbrauchs oftmals zusätzlich ein Batteriespeicher installiert. Doch diese Speichersysteme sind noch relativ teuer. Daher bietet die KfW auch Förderkredite für Solar-Akkus an.

Bis zum Dezember 2018 gab es für PV-Speicher ein eigenes Programm, das durch einen Tilgungszuschuss aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt wurde. Dieses Programm ist leider ausgelaufen, auch deshalb, weil die Preise für die Akkus immer mehr sinken und damit erschwinglicher werden.

Was bleibt, ist die Möglichkeit eines Förderkredites. Stromspeicher werden ebenfalls durch den KfW-Kredit „Erneuerbare Energien -Standard“ finanziert, zu den oben genannten Konditionen.

3. Umweltorientierte Kreditinstitute

Auch andere Banken unterstützen Sie bei der Finanzierung Ihrer Photovoltaikanlage. Schließlich ist den Banken bewusst, dass die Installation einer solchen Anlage aufgrund aktueller Förderungen und des Wertzuwachses Ihres Hauses eine sichere Investition darstellt. Sie können sich natürlich direkt an Ihre Hausbank wenden und dort die Konditionen erfragen. Es kann sich aber auch lohnen, bei Kreditinstituten nachzufragen, die sich durch ihre Umweltorientierung auszeichnen und/oder auf die Förderung von Solaranlagen spezialisiert haben. Einige Beispiele stellen wir Ihnen hier vor.

3.1. Finanzierung Ihrer Photovoltaik-Anlage bei der GLS-Bank

Die GLS-Bank betreibt bundesweit sozial-ökologische Bankgeschäfte. Sie bietet eine Photovoltaik-Finanzierung an, die sich ausschließlich an Privatleute wendet. Die Solaranlage darf sich sowohl auf einem eigenen als auch auf einem fremden Gebäude befinden. Die Höhe des möglichen Kredits liegt zwischen 10.000 und 100.000 Euro. Die maximale Laufzeit liegt bei 20 Jahren. Als Sicherheit dient der Bank das Abtreten der Einspeisevergütung bei Nichtzahlen der Raten. Der Zinssatz ist je nach Vereinbarung variabel oder enthält eine Zinsbindung für fünf oder zehn Jahre.

Mehr Infos finden Sie auf der Seite der GLS: //www.gls.de/privatkunden/bauen/photovoltaik/

3.2. Der Solarkredit bei der SWK Bank

Die SWK Bank (Süd-West-Kreditbank) bietet einen Ökokredit zur Finanzierung von Photovoltaikanlagen für Privatleute an. Sie können den Kredit für neue oder gebrauchte Photovoltaikanlagen, für Batteriespeicher oder auch für Wärmepumpen beantragen. Möglich sind Kreditbeträge zwischen 5.000 und 100.000 Euro, die Laufzeit kann zwischen fünf und zehn Jahren betragen.

Mehr Infos auf der Seite der SKW: //www.swkbank.de/solarkredit

3.3. Der Öko-Kredit der Ethikbank

Die Ethikbank gehört zur Volksbank Eisenberg und hat sich – wie der Name schon sagt – auf ethisch gut vertretbare Projekte spezialisiert. Dazu gehört auch der Öko-Kredit, den Sie zum Beispiel für Ihre Photovoltaikanlage beantragen können. Es handelt sich um einen Modernisierungskredit ohne Grundschuld für die energetische Sanierung privater Wohnhäuser. Dazu gehören auch kleinere Solaranlagen. Finanziert werden Summen zwischen 10.000 und 50.000 Euro. Die Vertragslaufzeit ist zwischen einem und zwölf Jahren wählbar.

Infos auf der Seite der Ethikbank: //www.ethikbank.de/privatkunden/oekokredit.html

3.4. Viele weitere Banken und Kreditmöglichkeiten

Neben den hier genannten gibt es noch viele weitere spezielle Solarkredite von unterschiedlichen Banken. Sie können zum Beispiel diese Angebote nachlesen:

  • die Modernisierungsfinanzierung von Schwäbisch Hall
  • den ING Wohnkredit
  • der Wohnkredit der Targobank
  • das Energiedarlehen von Creditolo

Fragen Sie ruhig auch bei Ihrer Fachfirma an, mit welchen Kreditinstituten diese gute Erfahrungen gemacht hat. 

4. Photovoltaik-Anlagen leasen

Neben dem Kauf einer Solaranlage haben Sie auch die Möglichkeit, diese zu leasen. Das funktioniert so:

  1. Sie wählen eine Anlage aus und schließen einen Vertrag mit einer Leasing-Gesellschaft.
  2. Diese kauft die Anlage und überlässt sie Ihnen. Dafür zahlen Sie ein monatliches Nutzungsentgelt.

Nach dem Ablauf des Leasingvertrages haben Sie verschiedene Möglichkeiten: 

  1. Sie können die Anlage durch Zahlung einer Restsumme kaufen. (Manche Verträge sind so ausgelegt, dass die Anlage nach Ablauf des Vertrags ohne weitere Zahlungen in Ihren Besitz übergeht. Man spricht in diesem Fall von einer Vollamortisierung. Die Alternative ist eine Teilamortisierung. Hier sind die monatlichen Kosten zwar niedriger, aber Sie müssen am Ende noch eine Abschlagszahlung leisten, wenn Sie die Anlage behalten wollen.)
  2. Sie können sie an die Leasingfirma zurückgeben. (Damit das möglich ist, muss die Photovoltaikanlage ohne Beschädigung wieder rückbaubar sein.)
  3. Oder Sie können den Vertrag mit der Leasing-Gesellschaft verlängern.

Die Leasing-Gesellschaften führen normalerweise eine eigene Wirtschaftlichkeitsprüfung durch, bevor sie Ihnen einen Vertrag anbieten.

4.1. Vor- und Nachteile beim Leasing einer Photovoltaikanlage

Das Leasing einer Photovoltaikanlage hat einige Vorteile:

  • Sie können leicht und unkompliziert in das Thema Solaranlagen einsteigen. Dabei müssen Sie sich noch nicht dauerhaft festlegen und keine großen Investitionen auf einmal tätigen.
  • Sie wissen schon vorher genau, mit welchen Kosten Sie über die gesamte Laufzeit rechnen müssen. Das Leasing ist also gut kalkulierbar.
  • Wenn Sie Strom ins öffentliche Netz einspeisen, gelten Sie meist als Gewerbe. In diesem Fall können Sie die Leasingkosten anteilig als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen.

Aber es gibt natürlich auch Nachteile:

  • Sie binden sich über lange Zeit an einen Anbieter, weil Ihnen die Solaranlage bis zur Vollarmortisation nicht gehört.
  • Sollte Ihr Anbieter Insolvenz anmelden, kann es für Sie schwierig werden.
  • Leasing ist oft erst ab einer bestimmten Mindestgröße möglich und daher in erster Linie für den gewerblichen Bereich geeignet.
  • Wohl der größte Nachteil ist aber der höhere Preis, wenn man die Gesamtkosten über die Jahre hinweg bedenkt. Natürlich will und muss die Leasing-Gesellschaft selbst auch Gewinn aus dem Vertrag ziehen. Dadurch zahlen Sie im Endeffekt meist mehr, als wenn Sie die Anlage gleich kaufen würden.

Manche Leasing-Gesellschaften verwenden Lockangebote, die auf den ersten Blick sehr günstig aussehen, dann aber zu Mehrkosten führen. Lesen Sie sich deshalb die Konditionen genau durch und lassen Sie sie gegebenenfalls von einer Fachfirma oder einem Anwalt prüfen, wenn Sie unsicher sind.

Geschrieben von: Jascha Schmitz , 28. Oktober 2020


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