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Sie möchten Ihr Gebäude komfortabel aber umweltbewusst heizen? Dann sind die Pelletheizung oder ein Pelletkessel genau das richtige. Hier erfahren Sie alles Wichtige, um die passende Anlage auszuwählen (Weiter unten finden Sie die Checklisten zu Firmen, Angeboten und Rechnungen).

Die Pelletheizung ost für Ein- und Mehrfamilienhäuser eine günstige Alternative zu den immer kostenintensiveren Varianten wie Öl oder Gas, deren Preisverlauf durch politische Entscheidungen, Kriege und Sanktionen teils sehr unberechenbar geworden ist.

Ist die Pelletheizung also Ihre Wahr müssen Sie sich zwischen Pelletofen oder einen Pelletkessel entscheiden.

  1. Pellet-Kaminofen
  2. Pelletkessel - Zentralheizung mit umweltfreundlichen Brennstoffen

Beide werden zwar mit Pellets - also mit gepressten Holzstäbchen betrieben, unterscheiden sich aber trotzdem in wichtigen Punkten.

Pelletkessel werden als Zentralheizung eingesetzt - also für Heizung und Warmwasser im ganzen Haus. Damit alles schön einfach ist, bestehen diese Heizsysteme neben dem Pelletkessel meist aus

  • einem Pelletlager
  • und einer Fördereinrichtung zum Transport der Pellets zum Brennraum. Ist im Haus nur wenig Platz, können die Anlagen auch mit einem im Gerät integrierten Kleintank installiert werden.

Pellets-Kaminöfen sind für die Aufstellung im Wohnraum ausgelegt und schaffen in jedem Wohnzimmer eine romantische Atmosphäre und wohlige Wärme. Kaminöfen bewegen sich meist im Leistungsbereich von 5-15kW.

Da jedoch 20% der Wärme in jedem Fall zum Beheizen des Zimmers abgegeben werden und dies im Sommer natürlich nicht gewünscht ist, ist für die Brauchwassererwärmung im Sommer ein anderes Heizsystem erforderlich.

Auf dieser Seite hier geht es erst einmal um die Pelletheizung - also die Variante als Zentralheizung. 

1. Pelletheizung im Altbau, Neubau oder geht beides?

Ja, beides geht - Bestandsbau, Neubau und alle Heizkörper und Vorlauftemperaturen sind für die Pelletheizung kein Problem.

Die Effizienz der Pelletheizung ist für einen Altbau definitiv von Vorteil. Ein Pelletkessel hat außerdem ähnliche Maße wie ein Öl- oder Gaskessel. Wenn die Heizung ausgetauscht wird, passt der Pelletkessel also normalerweise gut an diese Stelle!

Im Neubau kommt dazu, dass energetische Anforderungen erfüllt werden und damit bestimmte Fördermittel gewährt werden. Bei einem Neubau ist es natürlich auch einfacher den perfekten Platz für die Lagerung der Pellets zu planen. Der automatische Betrieb ist damit in jedem Fall perfekt optimiert!

Pelletheizung und Lagerraum

Der Unterschied (Alt- / Neubau) besteht aber in der erforderlichen Leistung. Deshalb sollten Sie unbedingt eine Wärmebedarfsrechnung erstellen lassen, um unnötige Kosten zu vermeiden!

1.1. Gibt es Voraussetzungen beim Schornstein?

Ja, der Schornstein muss:

  1. eine gewisse Rußbeständigkeit aufweisen
  2. Feuchtigkeit gut vertragen können
  3. ausreichender  Querschnitt (150 Millimetern minimal)

Was diese Punkte und außerdem die Art der Belüftung angeht, ist der Kaminkehrmeister Ihr Ansprechpartner - bzw. Ihr Heizungs-Fachmann vor Ort.

1.2. Wo kann ich die Pellets lagern?

Der Lagerplatz für die Pellets muss:

  • trocken und staubsicher sein
  • ausreichend groß
  • möglichst nah am Kessel (damit das Fördersystem nicht zu groß und teuer ist)

Eine Aufstellung ist innen wie außen möglich.

 Bei einer Lagerung im Haus sollte der Platz aber  möglichst an einer Außendwand liegen. Dann ist das Befüllen einfacher (Eine Distanz von bis zu 30m ist aber meist kein Problem und durch die Schläuche des Befüllfahrzeug abgedeckt).

Wird das Lager Außen aufgestellt sind Sacksilos im Garten oder unterirdische Tanks eine Alternative.

Die Pellets werden vom Lager ganz automatisch zum Kessel befördert - z.B. durch

  • Förderschnecken (bei kurzen Distanzen)
  • oder Saugsysteme (bei längeren / komplizierteren Wegstrecken)

1.3. Wieviel Platz braucht man für die Lagerung der Pellets?

Das Deutsche Pelletinstitut empfiehlt das 1,5fache der benötigten Jahresmenge an Pellets.
Pro Kilowattstunde Heizlast => mindestens 0,9 Kubikmeter Lagerplatz

Eine Holzpelletheizung für ein Einfamilienhaus sollte z.B.:

  • bis zu 10 Tonnen Pellets lagern können. Damit ist ein wirtschaftliches Intervall für die Anlieferung möglich.
  • benötigt würden ca. 10m² Grundfläche (inklusive der Heizungsanlage)

1.4. Kann ich eine Pelletheizung mit anderen Wärmesystemen kombinieren z.B. Solarthermie?

Ja, das ist ohne Probleme machbar - ob mit regenerativen z.B. Solarthermie oder klassischen Wärmesystemen.
Voraussetzung ist: Ein Kombispeicher, in den alle Systeme ihre Wärme einspeisen.

2. Wie finde ich die passende Firma für die Installation der Pelletsheizung?

Hier drei grundlegende Tipps, die Sie beachten sollten:

  1. Erreichbarkeit und Pünktlichkeit
    Achten Sie darauf, dass die Firma leicht erreichbar und pünktlich ist.
    Das sind immer gute Hinweise auf einen professionellen Betrieb.
    Lassen Sie sich schnell die Handnummer geben - das erleichtert die Kontaktaufnahme!
  2. Kompetenz:
    Hat der Fachbetrieb eine eigenen Webseite?
    Was für einen Eindruck macht die Seite auf Sie?
    Fragen Sie außerdem nach der Fach-Kompetenz:
    Hat er fachspezifische Schulungen zur Pelletheizung durchlaufen? Die Auslegung, Installation und Einstellung der Pelletheizung sollt von einem Fachmann erfolgen.
  3. Referenzen:
    Kann der Betrieb Ihnen Referenzanlagen nennen?
    Das zeigt Professionalität & Sie erhalten die Möglichkeit eine Anlage eines früheren Kunden zu besichtigen. Außerdem bietet der Kontakt zu Betreibern immer Vorteile - gerade im laufenden Betrieb, bei Fehlern oder anderweitigen Problemen sind Menschen mit Erfahrungen im Betrieb eine große Hilfe.

2.1. Woran erkenne ich eine gute Vor-Ort-Beratung?

Am Anfang der Beratung steht die Erfassung der gesamten Immobilie durch den Fachbetrieb. Nach diesen Punkten muss der Betrieb fragen, um Ihnen die Anlage korrekt auslegen zu können:

  • der energetische Zustand des Hauses
  • der eigene Energiebedarf
  • Wie gut ist das Objekt gedämmt
  • wie hoch ist der Heizenergiebedarf
  • das eigene Nutzungsverhalten

Pelletheizungn werden gerne auch mit Solarthermieanlagen kombiniert. Damit wird die Heizung entlastet und auf Dauer günstiger. Lassen Sie sich also ruhig verschiedene Möglichkeiten erklären, wie die Anlage geplant werden kann. Dann können Sie wirklich das System wählen, das am besten zu Ihnen passt!

Folgende Fragen sollten außerdem geklärt sein:

  1. Ist genug Platz für Kessel und Lager vorhanden?
    Der Fachmann kann verschiedene Lager- und Förderkonzepte vorschlagen. Stichpunkte hierbei sind: Förderschnekce oder Saugsystem, Entfernung zum Nachfüllen, Sacksilo im Garten anstatt Keller?
  2. Ist der Schornstein groß genug, ruß- und feuchtigkeitsbeständig?
  3. Geht der Berater auf mehrere Hersteller mit ihren Vor- und Nachteilen ein?
  4. Ist die Finanzierung Teil der Beratung?
  5. Werden Förderungen mit in die Planung einbezogen?

2.2. So prüfen Sie die Angebote für die Pelletheizung!

Tipp: auch wenn es Zeit kostet, sollten Sie sich immer mehrere Kostenvoranschläge erstellen lassen. Nur so gewinnen Sie den richtigen Überblick und können Angebote gut vergleichen.

  1. Sind alle Komponenten aufgeführt?
    Pelletkessel
    Brenner
    Heizungsregelung
    Ascheladen- und Austragungssysteme
    Austragungssystembestandteile
    Boden- und Rohrisolierungen
    Anschlüsse
    Pufferspeicher + dazugehörigen Komponenten (falls vorhanden)
    Montagekosten
    Kosten einer Schornsteinsanierung (falls nötig)
  2. Enthält das Angebot Datenblätter der Komponenten?
    Falls nicht - erhalten Sie die Datenblätter auf Nachfrage?
    Werden Betriebs- und Wartungsanleitungen bereitgestellt?
    Sind Angaben zur Leistung + Emissionswerten vorhanden?
  3. Angaben zum Kessel:
    Kann der Kessel ohne Probleme in den Heizraum transportiert werden? (Größe beachten)
    Besitzt der Kessel gute Verbrennungseigenschaften?
    Hat der Kessel eine verbrennungsregelnde Lambdasonde?
    Erfolgt die Zündung automatisch?
    Wie ist die Rückbrandsicherung umgesetzt? Beispielsweise Fallstufen, Rückbrandklappen oder Löschwasservorrichtungen?
  4. Wie wird die Asche entsorgt?
    ist die Entaschung automatisch oder ist eine manuelle Entaschung erforderlich? Falls ja, sollte ein Kessel mit senkrechten Zügen geachtet werden.
  5. Welche Bestimmungen gibt es zur Garantie?

2.3. Vergleich der Rechnungsstellung und der Zahlungskonditionen

  1. Werden Montage- und Anfahrtskosten aufgeführt?
  2. Wie werden die Kosten aufgeschlüsselt?
    - Werden Mannstunden gesondert oder pauschal berechnet?
    - Wie viele Stunden werden nach welchem Satz veranschlagt?
    - Wird eine Inbetriebnahmepauschale verlangt?
    - Sind Kosten von Inbetriebnahme, Einweisung & Übergabe gesondert aufgeführt?
  3. Vorauszahlung: Sind nicht unüblich, zu hohe Vorauszahlungen sind aber nicht seriös. Verlangen Sie bei geforderten Vorauszahlungen Sicherheiten.
  4. Zahlungsfrist:  Ein Zeitraum von mehreren Wochen ist meist möglich und reduziert unnötigen Zahlungsdruck.
  5. Förderungs- und Finanzierungskonzept:
    Für einen Förderantrag bei der BAFA müssen die Abgaswerte durch eine “Herstellererklärung” bestätigt werden - diese Erklärung müssen Sie sich vom Fachmann auf jeden Fall geben lassen.

Tipp: Sie können die Angebote übrigens auch von einem Energieberater oder einer Verbraucherzentrale prüfen lassen.

2.4. Was ist bei der Inbetriebnahme & Wartung der Pelletheizung zu beachten?

  1. Der Fachmann sollte mit Ihnen die notwendigen Handbücher (Inbetriebnahme, Außerbetriebnahme, Regelung, Behebung von Fehlern) durchgehen und Sie
  2. in den Betrieb der Anlage einweisen
  3. Lassen Sie sich die sachgerechte Inbetriebnahme der Heizung bestätigen, wenn Sie das Inbetriebnahmeprotokolls / Abnahmeprotokolls übergeben erhalten.
  4. Lassen Sie sich Protokoll aller durchgeführten Messungen (Temperaturen & Emissionswerte) geben, falls das nicht Teil des Inbetriebnahmeprotokolls ist.
  5. Die Protokolle sind für eventuelle Garantieansprüche wichtig!

2.5. Welche Dokumente brauche ich, um Fördergelder vom BAFA zu beantragen?

  1. Eine Fachunternehmererklärung, die dem Antrag beizufügen ist.
    Diese enthält Angaben zum: Installationsunternehmen, Standort der Anlage, installierter Pelletheizung (Inbetriebnahmedatum, Herstellerangaben und Typbezeichnungen, Nennwärmeleistung, Wirkungsgrades, Volumen des Pufferspeichers)
  2. Die Rechnung des Handwerkers.
  3. Ein Nachweis, dass an der Anlage ein hydraulischer Abgleich durchgeführt worden ist.

WICHTIG: die BAFA-Förderung gilt nur für Pelletheizungen im Bestandsbau!

3. Welche Pelletheizung sollte ich in Bezug auf Heizleistung und Komfort kaufen?

Hierzu ist eine Wärmebedarfsrechnung erforderlich - wie schon oben erwähnt!

Diese wird vom Energieberater oder Heizungsinstallateur durchgeführt und ist zwingend nötig um den Wärmebedarf / die Kesselnennleistung Ihres Hauses zu ermitteln. Falsch wäre es definitiv den Pelletkessel "sicherheitshalber" größer auszulegen!

3.1. Komfort der Anlage - Automatische Zuführung und Reinigung

Die Frage ob vollautomatische oder halbautomatische Pellets Heizungen verwendet werden, sollten Sie sich vorab stellen. Vollautomatische Pelletkessel bzw. Pelletsheizungen haben logischerweise den größeren Komfort in der Bedienung.

Dazu gehört eine automatische Zuführung der Holzpellets in den Brennraum und eine Reinigung der Wärmetauscherflächen. Was ist hiermit gemeint?

Bei dem Verbrennungsvorgang der Holzpellets entsteht logischerweise etwas Asche. Diese setzt sich an dem Wärmetauscher ab. Damit weiterhin eine gute Wäremübertragung garantiert ist, müssen die Wärmetauscher von Zeit zu Zeit gereinigt werden - und dies kann manuell oder automatisch erfolgen!

Die eingebaute automatische Reinigung erhöht natürlich den Preis der Pellets Heizungen, garantiert dafür aber auch einen ständig optimalen Wirkungsgrad.

3.2. Wie viele Asche entsteht beim Verbrennen der Pellets?

Beim Heizen mit Holzpellets erfolgt die Verbrennung in drei Stufen:

  1. ca. 150°C - Trocknung der Holzpellets => die restliche Feuchtigkeit verdampft
  2. ca. 150°C bis  600°C (Pyrolyse) die brennbaren Bestandteile der Holzpellets werden in gasförmige Verbindungen umgewandelt (z.B. Kohlenmonoxid (CO) und Kohlenwasserstoff-Verbindungen).
  3. ca. 400°C und 1300°C diese freigesetzten Gase verbrennen unter Sauerstoffzufuhr und liefern Wärmeenergie. Hier erfolgt die eigentliche Verbrennung und die Gewinnung von Wärme für das Heizen!

Übrig bleibt dann nur noch die Asche. ca. 0,4-0,5 Prozent der zum Heizen verwendeten Menge an Pellets bleiben als Asche übrig. Pro Tonne verbrannter Pellets fallen ca. 40 Liter Asche an, die in einem Aschebehälter aufgefangen wird. Wer selten Entleeren möchte, sollte also auch darauf achten, dass dieser Behälter ein relativ großes Volumen aufweist.

3.3. Wie hoch sollte der Wirkungsgrad der Pelletheizung sein?

Der Nutzungsgrad wird in erster Linie durch die Einstellung von Pellet-Kessel zu Brennstoff, so wie durch optimale Einbindung in das Heizungssystem beeinflusst.

Der Kesselwirkungsgrad (vom Hersteller angegeben) sollte über 90% liegen - Unterschiede in den Wirkungsgraden einzelner Fabrikate sind hier nicht zwingend der wichtigste Parameter und sollten nicht überbewertet werden.

4. Wie erfolgt die Wartung einer Pelletheizung bzw. eines Pelletkessels?

Ein Wartungsvertrag ist sinnvoll.
Eine Wartung des Kessels wird einmal jährlich empfohlen.
Exakte Infos zur Wartung erhalten Sie durch die Wartungshinweise der Hersteller.

Folgende Arbeiten werden vorgenommen:

  • Prüfung der Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte
  • Prüfung vom Heizkreislauf und
  • Prüfung der Druckverhältnisse
  • Prüfung weiterer vorhandene Wärmeerzeuger (z.B. Solarthermieanlage)
  • Reinigung des Schornsteins
  • Austrag der anfallenden Asche
Maßnahmen zur Wartung der Pelletheizung Zeitraum
Ascheaustrag alle 1-2 Wochen
Brennraum-Reinigung (per Staubsauger) alle 4-6 Wochen
Wartung durch Fachmann jährlich
Reinigung des Lageraums jährlich (am besten kurz nach Ende der Heizperiode)

4.1. Wie oft und wohin muss Asche entfernt werden?

Da ein  überfüllter Aschebehälter zu Störungen im Betrieb der Pelletheizung führt muss die Brennkammer immer frei von Ascheresten sein.

Alle ein bis zwei Wochen sollte der Aschebhälter geleert werden. Die Asche kann im Garten hervorragend als Kompost oder Dünger genutzt werden. Oder alternativ einfach ab in den Hausmüll.

4.2. Wie reinigt man den Brennraum?

Alle vier bis sechs Wochen kann der Brennraum einfach mit einem Staubsauger gereinigt werden. Rückstände und feine Aschereste werden damit einfach und schnell beseitigt.

4.3. Wie wird das Lager der Pellets gereinigt?

Einmal pro Jahr, am besten gegen Ende der Heizperiode, also wenn das Pelletlager fast leer ist sollte hier gereinigt werden - z.B. ganz einfach mit dem Besen. Lagerraum wie die Fördereinrichtung sollten gründlich vom Abrieb der Pellets gesäubert werden.

Falls Schäden an Wandoberflächen gefunden werden kann man jetzt problemlos ausbessern, bevor die neue Ladung Pellets kommt.

Tipp: Staubmaske tragen!

5. Was sind die Vor- und Nachteile einer Pelletheizung?

Hier ein kurzes Video zu den Vorteilen:

5.1. Vorteile:

  • Hoher Wirkungsgrad und automatischer Betrieb.
  • Nachwachsender Rohstoff - Öl und Gas sind auf Dauer gesehen begrenzt. Wenn die Ölfelder leer sind kommt halt nichts mehr heraus. Wälder werden aber ständig aufgeforstet, also wachsen Pellets sozusagen nach.
  • CO2-neutral: Bei der Verbrennung der Pellets wird genau die Menge CO2 frei, die vorher vom Baum aufgenommen wurde. Bei Öl und Gas schlummerte das CO2 Jahrtausende im Boden und würde ohne die Verbrennung nie in die Atmosphäre gelangen.
  • Stabile Preise: Preisentwicklung sind nicht von Politik und Spekulation abhängig.
  • Hohe Förderung: Das BAfA fördert Pelletkessel, z.B.beispielsweise bei einem Kesseltausch, mit mind. 3.000 Euro + Pufferspeichers kommen 500 Euro hinzu. Mehr dazu auch HIER
  • Kombinierbarkeit: Vorhandene Leitungen und Heizkörper können weiter genutzt werden. Pelletheizung + Solarthermie erhöht die Fördermöglichkeiten und Sie sparen zusätzlich!
  • Saubere Verbrennung: Die geringe Menge Asche - kann sogar als Dünger genutz werden!
  • Erneuerbare Energien Wärmegesetz: Die Pelletheizungen nutzt 100 % nachwachsende Rohstoffe und erfüllt damit die aktuellen Gesetzauflagen für Neubauten!

Welche Nachteile habe ich bei einer Pelletheizung? Natürlich ist auch die Pelletheizung nicht nur von Vorteilen geprägt. Es gibt auch ein paar Nachteile, die vor allem mit den Anschaffungskosten und den Komfort im Gebrauch zu tun haben. Lesen Sie selbst mit welchen Pelletheizung Nachteilen Sie rechnen müssen:

5.2. Nachteile

  • Lagerplatz: Man braucht genug Lagerraum am besten möglichst nahe bei der Heizung.
  • Höhere Anschaffungskosten: Der Gesamtpreis für die Installation ist höher als bei einer Ölheizung oder einer Gasheizung. Erst nach ein paar Jahren hat man das Geld wieder raus und beginnt das Sparen.
  • Geräusche: Förderschnecke oder Saugsystem können Geräusche erzeugen, die wahrgenommen werden.
  • Ascheentfernung: Alle 1-2 Monate muss der Aschebehälter entleert werden.
  • Wartungsaufwand: Brennkammer und den Brenner sollten alle 6 Wochen per Staubsauger gereinigt werden. Einmal im Jahr muss auch der Lagerraum gereinigt werden.
  • Schlechte Umweltbilanz bei langen Transportwege: Werden aus Preisgründen Pellets aus dem europäischen Ausland bestellt, ist das negativ für die Umweltbilanz.

6. Welche Vorschriften gelten für eine Pelletheizung?

Die folgende Tabelle führt die wichtigsten Gesetze auf, die aktuell für die Planung der Pelletheizung relevant sind:

Gesetz Regelt bei der Pelletheizung ...
Bundesimmisionsschutzverordnung (BImSchV) Die Bundesimmissionsschutzverordnung regelt die Grenzwerte für Emissionen von Heizungsanlagen.
Aktuelle Pelletheizungen, dürfen danach nur 0,25 Gramm Kohlenmonoxid (CO) pro Kubikmeter ausstoßen. Moderne Pelletkessel als auch Pelletofen erfüllen diese Anforderungen ohne Probleme.
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)

Gültig seit Anfang 2009 verstärkt es den Ausbau erneuerbarer Energien im Bereich der Wärmeerzeugung.

Das EEWärmeG (§ 1) setzt das Ziel, bis 2020 mindestens 14 % des Wärme- und Kälteenergiebedarfs von Gebäuden durch erneuerbare Energien zu decken. Zur Durchsetzung dieses Ziels wurde die Pflicht festgelegt, Neubauten in Höhe eines vorgeschriebenen Prozentsatzes mit erneuerbaren Energien zu versorgen.

Energieeinsparverordnung (EnEV) Gilt für: Neubauten, Sanierung von Gebäuden Ziel: Energiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung zu senken.
Dies wird durch bauliche Vorschriften geregelt (z.B. die Wärmedämmung). Wichtigste Messgröße der EnEV ist der Jahresprimärenergiebedarf (=die Energiemenge, die für Beheizung und Warmwasserbereitung benötigt wird).
EU-Norm 14961-1

Ziel: Europaweit einheitliche Vorschriften & Anforderungen an die Qualität und Herstellung von Pellets. So können für Verbraucher hochwertige Pellets garantiert werden. 
Der Aschegehalt der Pellets muss < 1% sein.

Feuchtigkeitsgehalt und Schadstoffgehalt sind in der Norm geregelt.
In Deutschland existieren zwei Gütesiegel, die auf der EU-Norm aufbauen: DINplus und ENplus.

Feuerungsverordnung
(unterschiedlich je nach Bundesland)

Die Feuerungsverordnung, kurz FeuVo, schreibt Anforderungen an Einbau und die Technik von Pelletheizungen vor. Beschaffenheit von Heizraum und Kamin sind in der FeuVo geregelt.

Bundeswaldgesetz

Ziel: Erhaltung des Waldes + Förderung der Forstwirtschaft.
Das Bundeswaldgesetz stellt daher Anforderungen an die Forstwirtschaft (Erhaltung des Waldes + Aufforstung).

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de