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Zwar stehen der Solarbranche schwierige Herausforderungen bevor, doch bietet die Zukunft durchaus auch positive Perspektiven. Dies ist das Fazit des 13. Forum Solarpraxis, das am 22. und 23. November 2012 in Berlin stattfand. Mit rund 700 internationalen Teilnehmern war die Veranstaltung die größte nicht-technische Solarkonferenz in Europa. "Es lohnt sich weiterzumachen", betonte Karl-Heinz Remmers, Vorstandsvorsitzender des Veranstalters Solarpraxis AG, in seiner Abschlussrede. Die Energiewirtschaft werde immer extremen Regulierungen unterliegen, allerdings müssten nun die richtigen Rahmenbedingungen für die Zukunft geschaffen werden, so Remmers. Er rief die Teilnehmer des Forums dazu auf, sich aktiv am Diskurs zu beteiligen. Nur so könne die Photovoltaik-Branche auch die Richtung mitbestimmen. Das bestimmende Thema des diesjährigen CEO-Panels war der Handelsstreit zwischen europäischen und chinesischen Photovoltaik-Herstellern. Milan Nitzschke, Präsident von EU ProSun und Konzernsprecher von Solarworld, verteidigte die Anti-Dumping- und Anti-Subventionsklagen in Brüssel. Er erwartet für Mitte 2013 die ersten vorläufigen Ergebnisse der Ermittlungen in Europa. "Wir wollen freien Handel und fairen Wettbewerb", erklärte er und warnte vor der Zerstörung der europäischen und US-amerikanischen Solarbranche durch das chinesische Handelsgebaren. Nitzschke geht zugleich davon aus, dass in ein paar Jahren lediglich noch fünf chinesische Anbieter am Markt übrig bleiben würden. Ben Hill, Europachef von Trina Solar und Mitglied der Allianz für Bezahlbare Solarenergie - AFASE erklärte, dass Handelsbarrieren die größte Gefahr für die weitere Entwicklung der Solarindustrie in Westeuropa seien. AFASE möchte die Strafzölle verhindern. Auch Gregory Spanoudakis, Europachef von Canadian Solar und designiertes AFASE-Vorstandsmitglied, wies Vorwürfe ungerechtfertigter Subventionen für chinesische Photovoltaik-Unternehmen zurück. Ebenfalls auf dem Podium diskutierten Dr. Alexander Kirsch von der Centrosolar Group und Dr. Lars Podlowski von Solon Energy. Die Experten auf dem Analystenpanel waren sich einig, dass es in Zukunft keine reinen Modulproduzenten mehr geben wird. Es sei wichtig, seine Geschäftsbereiche auch auf andere Teile der Wertschöpfungskette auszuweiten. "Selbst wenn bei einer Großanlage die Module aus Asien stammen, liegen immer noch 80 Prozent der Wertschöpfungskette in Deutschland", verdeutlichte David Wortmann von der DWR eco GmbH. Deutschland habe einen anspruchsvollen Markt und sei deshalb in vielen Bereichen Vorreiter, ergänzte Götz Fischbeck von Smart Solar Consulting. Chancen für die deutsche Solarindustrie sieht Henning Wicht von iSuppli vor allem in den Bereichen BOS, Speicherung, Service, Messtechnik und Reinigung. Auch Chemikalien wie z. B. Polysilizium seien eine Marktnische für deutsche Unternehmen. Da der deutsche Markt schrumpfe, riet er außerdem dazu, auf wachsende Märkte und eine lokale Modulfertigung vor Ort zu setzen. Mehr Informationen: www.solarpraxis.de
Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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