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Wo früher Jagdbomber aufstiegen, entsteht ab Oktober 2011 klimafreundlicher Strom aus Sonnenenergie: Auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts Oldenburg ist am 31. Oktober  im Beisein von Ministerpräsident David McAllister der Solarpark Ammerland offiziell ans Netz gegegangen. Es ist Niedersachsens größte Solar-Freiflächenanlage. Das neue Solar-Kraftwerk, das der Ministerpräsident zusammen mit Bürgermeister Helmut Völkers (Gemeinde Wiefelstede) und Ove Petersen, Geschäftsführer des Projektierers und Generalunternehmers GP Joule, feierlich in Betrieb genommen hat, besitzt eine Leistung von mehr als 20,8 Megawatt. Das entspricht dem Bedarf von rund 6.000 Haushalten. Dank seiner innovativen Technologie aus Deutschland erlaubt der Solarpark Ammerland dem Betreiber GP Joule eine wirtschaftliche Nutzung selbst in einer weniger sonnigen Region wie dem Oldenburger Land. Insgesamt hat das Unternehmen auf einer Fläche von 57 Hektar rund 196.000 sogenannte Dünnschicht-Module aufgestellt, die von der Firma Q-Cells aus Bitterfeld entwickelt und hergestellt wurden. Die Wechselrichter hat das Unternehmen RefuSol aus Metzingen produziert und geliefert. Mit dieser Technologie (CIGS-Dünnschichtmodule Q.Smart) ist die Anlage die größte ihrer Art weltweit. Pro Jahr produziert das Solarkraftwerk 20 Millionen Kilowattstunden klimaneutrale Energie, wodurch 11.800 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Der neue Solarpark wurde innerhalb kürzester Zeit projektiert und errichtet: Die Planungen begannen im März 2011 und waren bereits im Juni abgeschlossen. Den anschließenden Bau und die Installation der Technik hat GP Joulke binnen vier Monaten umsetzen können. Der Start der Photovoltaik-Anlage markiert einen wichtigen Meilenstein für die Energiewirtschaft Niedersachsens auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energieversorgung des Landes und vollendet zugleich eines der größten Konversionsprojekte der Region. Der Flugbetrieb auf dem Gelände in der Alexanderheide, fünf Kilometer nordöstlich von Oldenburg in der Gemeinde Wiefelstede gelegen, begann im Jahr 1933. Während des Krieges wurde der Flugplatz von der Deutschen Luftwaffe genutzt, später von der britischen Royal Air Force übernommen und 1957 an die Bundeswehr übergeben. 1994 wurde der Fliegerhorst Oldenburg, ehemals Heimat des Jagdbombergeschwaders 43, außer Dienst gestellt, im Jahr 2008 schließlich hat die Bundeswehr das Gelände geräumt. Seitdem werden die Grünflächen der Liegenschaft landwirtschaftlich genutzt. Vor dem Bau des Solarparks haben Spezialfirmen das Gelände umfassend auf Bomben und Munition untersucht, dabei wurde kein kritisches Material gefunden. Als Investor für den Solarpark Ammerland konnte die bankenunabhängige Investment-gesellschaft Aquila Capital gewonnen werden, die auf alternative und nicht-traditionelle Anlagen spezialisiert ist. Projektiert, geplant und errichtet wurde die Anlage von GP Joule aus Reußenköge in Schleswig-Holstein. Das 2009 gegründete Unternehmen versteht sich als Spezialist für die Realisierung von Anlagen in den Bereichen Solarenergie, Windkraft und Biomasse. Mit seinen vier Standorten im Norden und Süden der Bundesrepublik begleitet es seine Geschäftspartner von der ersten Idee bis zur Realisierung in allen Projektphasen und sorgt für eine professionelle kaufmännische und technische Betriebsführung der Anlagen nach ihrer Inbetriebnahme. Der Anspruch der beiden Gründer Ove Petersen und Heiner Gärtner ist es, dem Agrarsektor durch neue Wege der Flächennutzung eine zukunftsträchtige Einnahmequelle zu erschließen, Standortpotenziale zu fördern und Energiebedarfe dezentral zu decken. Mehr Informationen: www.gp-joule.deFoto: martin bucher projektentwicklungen


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