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Solarmodule für SolarstraßenEs klingt unglaublich: ein amerikanischer Ingenieur hat mit seiner Idee von Straßen aus Solarmodulen so viele Menschen begeistert, dass er ingesamt mehr als 1 Millionen Dollar einsammeln konnte. Nun soll die Idee zur Wirklichkeit werden und in die Serienproduktion gehen. Die Fläche für Solarmodule liegt bald also quasi "auf der Straße".

Scott Brusaw ist ein Elektroingenieur aus dem US-Bundesstaat Idaho. Zusammen mit seiner Frau Julie steckte er viele Jahre Arbeit in die Idee herkömmliche Straßenbeläge durch Solarmodule zu ersetzen. Auf ihrer Homepage Solarroadways.com stellen Sie das Ergebnis nun vor. Sie sind davon überzeugt, dass "diese Technologie gebraucht werden kann, um die Welt zu verbessern."

Um die Welt von der Idee zu überzeugen wurde nun ein Parkplatz in den USA mit den 6-eckigen Modulen gepflastert. Dort werden nun -begleitet von der Straßenbehörde - Belastungstests durchgeführt, denn die Module müssen schließlich eine ganze Menge Gewicht aushalten und bei jedem Wetter gute Hafteigenschaften ausweisen.

1. Unzählige Möglichkeiten

Das Ehepaar Brusaw erklärt, dass es "unzählige Stunden eingesetzt hat, um die Möglichkeiten und potentiellen Funktionen" die sich aus dieser Technologie ergeben, zu diskutieren. Und die sind wirklich vielfältig. Allem voran natürlich die Stromproduktion. Wenn man in den USA nur die Autobahnen "solarisieren" würde, könnte man 3 mal mehr Strom produzieren, als das ganze Land derzeit benötigt.

Die Prototypen sind auch mit Heizungen und LEDs ausgestattet. Die Heizungen könnten beispielsweise bei Schneefall für freie Straßen sorgen. Die LEDs wiederum können für Warnhinweise und Fahrbahnmarkierungen verwendet werden, welche direkt auf der Straße eingeblendet würden.

Eine weitere sehr spannende Einsatzmöglichkeit wäre die Kombination der Solarstraße mit Elektroautos. Dies würde die derzeitigen Batterie-Probleme der Automobil-Ingenieure teilweise lösen. Brusaw hat bereits Kontakt zu Google und deren selbstständig fahrenden Autos "Google Driverless Car" aufgebaut.

2. Unzählige Fragen und Zweifel

Bei jeder guten Idee müssen zuerst die ungeklärten Fragen geklärt und die berechtigten Zweifel ausgeräumt werden. Dies versucht Solarstraßen-Erfinder Brusaw mit einer Liste von FAQs auf seiner Webseite.

Ein Beispiel: während der Rushhour sind viele Fahrzeuge unterwegs; produziert die Straße dann überhaupt noch Solarstrom? Für diesen Fall bemüht Brusaw Satellitenbilder, die ziemlich eindeutig zeigen, dass selbst zu Stoßzeiten, immer noch der größte Teil der Straße im Sonnenlicht liegt und - selbstverständlich mit Einbußen - immer noch Solarstrom produziert.

Wie sieht es mit defekten Solarmodulen aus? Die Solarstraßen sind modular aufgebaut und daher können einzelne 6-eckige Module ganz einfach ausgetauscht werden.

Der wohl wichtigste Punkt: was wird eine Solarstraße kosten? Diese Frage kann leider noch nicht beantwortet werden. Ein weiteres noch zu lösendes Problem ist die Bewältigung von Kurven und Hügeln. Aber hier hat der Ingenieur schon einige gute Ansätze.

Weitere Infos: http://www.solarroadways.com

Mögliche Solarstraße als Animation

 

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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