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Zum Auftakt der „grünen“ Wirtschaftstour 2012 besuchten grüne Politiker das Solarunternehmen Sunworx-Gruppe in Lauf. Geschäftsführer Willi Wohlfart empfing den Sprecher der Europagruppe „Grüne im Europäischen Parlament“ Reinhard Bütikofer,  den Landesvorsitzenden Dieter Janecek und natürlich auch den Laufer Bürgermeister Benedikt Bisping zu einem Gespräch über die Energiewende. Die Zukunft kleiner und mittelständischer Unternehmen im Bereich Solar stand dabei im Fokus. Für die bayerischen Grünen sind der enge Kontakt und der Austausch mit Unternehmern wichtiger denn je. Die Wirtschaftskompetenz für eine grüne Marktwirtschaft hat ökologische aber auch soziale Leitplanken. „Nur wer Ökonomie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit in seinem Unternehmen lebt, kann auf lange Sicht wirtschaftlich erfolgreich sein“, so der EU-Parlamentarier Bütikofer der in seinen Gesprächen mit der Basis erfahren möchte, was die Unternehmer der neuen Energiebranche bewegt. „Unser Ziel ist es die Energiewende im Sinne aller zu gestalten und dabei den Strompreis bezahlbar zu halten. Hier müssen neue Wege angedacht werden, wie beispielsweise Energieversorgerfonds oder Energiegenossenschaften. Was ein Einzelner nicht schaffen kann, das schaffen viele. Man sollte die Marktmacht der Großen im Solarbereich nutzen.“ Die Photovoltaik ist nur deshalb so groß geworden, weil die kleinen und mittelständischen Unternehmen diese Branche hochgezogen haben. „Die großen Player in der Energieversorgung haben das einfach verschlafen. Jetzt sollte man auf die Schlagkraft der Solarbranche setzen, denn inzwischen ist sie auch ein mächtiger Spieler!“, führt Janecek aus. Die Diskussion und das politische Hin und Her um die Kürzung der Solarförderung haben einer Vielzahl auch namhafter Unternehmen geschadet. Nur wer Reserven hat, übersteht solche Durststrecken. Unsichere Rahmenbedingungen lassen Privatinteressenten und Investoren zurückschrecken, Aufträge bleiben aus. So schildert Wohlfart die Situation. „Wir brauchen nicht nur die Großen mit Marktmacht, wir brauchen vor allem die vielen Kleinen, die die Module auf die Dächer bringen! Dachdecker, Elektriker, Handwerker aus dem Baugewerbe, das sind die Arbeitsplätze, die die Branche geschaffen hat und um deren Erhalt geht es.“ Es wäre sicher hilfreich, würde die Solarindustrie ihrerseits eine Studie beauftragen, die ausführt, wie  Deutschland von der Einspeisevergütung profitiert und wie lange diese Vergütung sinnvoll wäre. Ein verlässlicher politischer Rahmen könnte endlich wieder Ruhe bringen. „Wir müssen weg von der Debatte: Atomstrom ja oder nein, erneuerbare Energien ja, aber nicht gleich ausschließlich und in die Phase zwei einsteigen. Wir brauchen nicht mehr über Prinzipien sprechen, die Branche muss endlich kämpfen und mit gebündelter Macht sinnvolle Lobbyarbeit leisten“, so Bütikofer weiter. Die Erneuerbaren hatten ihren Durchbruch nicht zuletzt durch die politischen Rahmenbedingungen. Jetzt kommen Gegenwinde und es ist nicht der richtige Weg, sich ganz und gar auf die Politik verlassen zu wollen. Man muss sich der Veränderung stellen. „Das tun wir. Mit unseren Konzepten schaffen wir Energieunabhängigkeit“, reagiert Wohlfart. „Wir sprechen verstärkt die Privathaushalte an. 45 Quadratmeter Dachfläche reichen bereits für die Stromversorgung einer vierköpfigen Familie aus. 17 bis 18 Cent pro Kilowattstunde kostet der Solarstrom vom eigenen Dach und liegt so bereits heute zwischen drei und fünf Cent unter dem Preis für Haushaltsstrom, je nach Stromanbieter und Art des erzeugten Stroms. Das ist ein Anreiz bei ständig steigenden Strompreisen und gibt Preisstabilität für über 25 Jahre!“ Bütikofer schließt die Diskussion mit dem positiven Aspekt: „Selbst wenn heute ein asiatisches Modul aufs Dach kommt, haben wir dabei 70 Prozent deutschen Anteil in der Wertschöpfungskette bis zur fertigen PV-Anlage. Das gibt es in kaum einer Branche. Hier müssen wir ansetzten und unsere Stärken weiter ausbauen.“ Mehr Informationen: www.sunworx-solar.deFoto:


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