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Jedes Jahr hunderte Euros mit diesen Tipps sparen

Der Energieverbrauch deutscher Haushalte birgt ein großes Sparpotenzial. Als Verbraucher können Sie durch wenige Änderungen an Ihrem Verhalten viel Energie und Geld sparen. Durch Investitionen in zukunftsträchtige Techniken, energieeffiziente Geräte und Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien sorgen Sie für eine deutliche Reduzierung Ihrer Energiekosten. Ganz nebenbei leisten Sie mit diesen Maßnahmen einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Häufig scheuen Mieter und Hausbesitzer vor Anschaffungen und Baumaßnahmen zur Energieeinsparung zurück, weil die dafür benötigten Barmittel gerade nicht zur Verfügung stehen. Tatsächlich ist es jedoch lohnenswert, über eine Kreditfinanzierung nachzudenken. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen kann sich eine Kreditaufnahme schnell bezahlt machen. Häufig sind die erzielten Einsparungen durch den reduzierten Energieverbrauch nämlich größer als die für den Kredit aufzuwendenden Zinsen.

Die Infografik „Energie sparen“ von smava zeigt, welche Einsparpotenziale die einzelnen Energiebereiche bieten. Durch die Beachtung der nachfolgenden Tipps können Sie zukünftig jedes Jahr hunderte Euros sparen und aktiv die Umwelt schützen.

1. Kräftig sparen beim Stromverbrauch

Beim Stromverbrauch können Sie mit ganz einfachen Maßnahmen kräftig Energie sparen und Ihre regelmäßigen Ausgaben reduzieren. Ausgehend von einem durchschnittlichen Verbrauch von 3400 kWh pro Haushalt in Deutschland besteht hier ein enormes Sparpotenzial von 59 %.

Elektrische Geräte, die Sie nicht nutzen, müssen nicht mit dem Stromnetz verbunden sein! Durch das Herausziehen von Steckern lassen sich ohne jeden Komfortverlust bis zu 10 % Strom sparen. Auch bei modernen Haushaltsgeräten, Stereoanlagen, Fernsehern und Computern können Sie zusätzlich Strom sparen. Denn selbst Geräte, die den höchsten Energieeffizienzklassen entsprechen, verbrauchen im Standby Modus Energie. Durch die Verwendung schaltbarer Steckerleisten trennen Sie die Geräte komplett vom Netz und sparen so bis zu 60 % Strom ein. 

Die Wassererhitzung auf einer Kochplatte ist in der Regel zeitaufwendig und energieintensiv. Im Vergleich zu einem Wasserkocher ist der Stromverbrauch einer Herdplatte um bis zu 50 % höher. Wenn Sie Ihr Wasser zukünftig ausschließlich mit einem Wasserkocher erhitzen, verbrauchen Sie nur halb so viel Strom wie bisher. 

Beträchtliches Sparpotenzial können Sie durch die Anschaffung moderner Geräte erzielen. Die heute im Handel angebotenen Waschmaschinen, Wäschetrockner und Kühlschränke verbrauchen bis zu 50 % weniger Strom. Dank immer besserer Technologien und Weiterentwicklungen sind die Preise dieser Geräte in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutlich gefallen. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf die Angabe der Energieeffizienzklasse.

Mit vergleichsweise geringen Investitionen verbunden ist der Austausch alter Glühlampen durch moderne Energiesparlampen. Die damit erzielbare Einsparung ist jedoch immens. So lassen sich durch neue Lampen bis zu 80 % Strom einsparen. Einen nachhaltigen Energiespareffekt erzielen Sie mit der Installation einer Photovoltaikanlage. Mit einer Investition in diese Technologie können Sie zukünftig Jahr für Jahr bis zu 25 % Ihrer Stromkosten einsparen.

2. Energie sparen bei der Wärmeerzeugung

Deutsche Haushalte verbrauchen im Durchschnitt 135 kWh pro m² für die Wärmeerzeugung. Durch ein bewusstes Heizen und Lüften können Sie hier ein beträchtliches Sparpotenzial nutzen. In Verbindung mit baulichen Maßnahmen liegt das gesamte Einsparpotenzial bei der Wärmeerzeugung bei stattlichen 44 %.

Ohne finanziellen Aufwand können Sie beispielsweise Wärmeenergie einsparen, indem Sie Ihre Räume stoßweise lüften. Im Vergleich zur dauerhaften Belüftung mit gekippten Fenstern sparen Sie durch 3- bis 5-maliges Stoßlüften pro Tag bis zu 15 % Energie ein. Gleichzeitig verbessern Sie die Luftqualität in Ihrem Zuhause. Durch die stoßweise Luftzufuhr tauschen Sie die Raumluft mit einem Mal vollständig gegen frische Luft aus.

Eine weitere kostenlose Maßnahme zur Energieeinsparung ist die Absenkung der Raumtemperatur. Pro 1 °C Reduzierung sparen Sie 6 % Hausenergie ein. Wem die Temperatur dann zu gering sein sollte, der kann zum Ausgleich einen dickeren Pullover anziehen oder eine Strickjacke überstreifen.

Weiteres Einsparpotenzial realisieren Sie, indem Sie nachts alle Vorhänge schließen. Durch diese kostenlose Sparmaßnahme senken Sie den Wärmeverlust durch Fenster und Balkontüren um bis zu 50 %. Gerade in der dunklen Jahreszeit bietet es sich zusätzlich an, die Vorhänge auch tagsüber geschlossen zu halten. Für Berufstätige, die während des Tages arbeiten, ist hiermit keinerlei Komfortverlust verbunden.

Die Fassadendämmung eines Wohnhauses ist anfänglich selbstverständlich mit höheren Investitionen verbunden. Dafür lassen sich mit dieser Baumaßnahme im Gegenzug bis zu 19 % der Heizkosten einsparen. Durch eine fachgerecht durchgeführte Dämmung des Daches sparen Sie weitere 13 % Energie und Kosten ein. Gerade für Hausbesitzer ist diese Baumaßnahme interessant. Vermieter haben im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften die Möglichkeit, die Kosten für die Wärmedämmung auf ihre Mieter umzulegen. 

Ein enormes Einsparpotenzial bietet die Installation einer Solaranlage. Durch die Nutzung von Solarthermie können Sie nachhaltig und über viele Jahre hinweg bis zu 60 % Heizkosten sparen.

3. Beim Wasserverbrauch viel Geld sparen

Durch ein geändertes Verhalten bei der Wassernutzung bestehen mehrere kostenlose Möglichkeiten, den Energieverbrauch und die Wasserkosten zu senken. Der damit einhergehende Verlust an Lebensqualität ist nach einer kurzen Umgewöhnungsphase in der Regel nicht mehr spürbar.

Mit der richtigen Einstellung Ihrer Toilettenspülung sparen Sie bis zu 30 % Wasser ein. Eine Wassermenge von 10 Litern ist gewöhnlich für einen Spülvorgang vollkommen ausreichend. Die Wassermenge in Spülkästen moderner WCs lässt sich problemlos regulieren. In ältere Spülkästen ohne Einstellmöglichkeit können Sie beispielsweise einen großen Ziegelstein legen. Auch damit reduzieren Sie die Wassermenge, die nach einem Spülvorgang in den Kasten läuft.

Aufgrund relativ sauberer Lebensbedingungen und wenig Schmutz auf den Straßen ist unsere Kleidung heute nur selten stark verschmutzt. In der Regel ist deshalb beim Wäschewaschen der Hauptwaschgang vollkommen ausreichend. Durch den Verzicht auf die Vorwäsche können Sie jedes Jahr 15 Euro einsparen. Gleichzeitig belasten Sie die Umwelt durch den geringeren Verbrauch von Wasser und Waschmitteln weniger.

Indem Sie duschen anstatt zu baden, können Sie über 50 % Wasser und Kosten einsparen. Einerseits ist beim Duschen der Wasserverbrauch insgesamt geringer. Andererseits kühlt das Wasser beim Duschen kaum ab und trifft mit der gewünschten Temperatur auf Ihren Körper. Beim Baden hingegen verliert das Wasser bereits beim Einlassen in die kalte Wanne enorm viel Wärmeenergie. Durch die relativ große Wasseroberfläche geht zusätzlich innerhalb kurzer Zeit viel Wärme verloren. 

Eine relativ kostengünstige aber sehr effektive Energiesparmaßnahme ist der Einbau von modernen Spararmaturen. Mit ihnen reduzieren Sie den Wasserverbrauch um bis zu 50 %. Die Installation einer Regenwassernutzungsanlage amortisiert sich oftmals bereits nach kurzer Zeit. Mit diesen Anlagen lassen sich 50 % Frischwasser sparen.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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