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Wer über die Anschaffung einer Solaranlage nachdenkt, möchte sicherlich auch wissen, wann sich diese Investition ausgezahlt hat. Für die Ermittlung der Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage sind zahlreiche Faktoren mit-bestimmend. Alleine aus diesem Grund kann es niemals eine pauschale, exakte Antwort auf die Frage geben, ab wann sich die Investitionskosten rechnen, dennoch ist es möglich, die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage ungefähr abzuschätzen.

Dazu muss man sich zunächst einmal die bestimmenden Faktoren vergegenwärtigen. Bestimmende Faktoren sind:

1. Investitionskosten

Die Kosten einer Solaranlage hängen zusammen mit der jeweiligen Größe der Anlage, den verwendeten Modulen und Wechselrichtern sowie weiteren Komponenten der Anlage. In den vergangenen Jahren sind die Investitionskosten für eine Solaranlage stetig gesunken.

2. Betriebs- und Wartungskosten

Die Betriebskosten sind bei Solaranlagen sehr gering. Etwa 1 - 2 Prozent der Investitionskosten können hier als Orientierung dienen. Für den sicheren Betrieb einer Solaranlage sollte man diese einmal im Jahr kontrollieren lassen. Dabei fallen im Schnitt 50 Euro Wartungskosten an, wobei dies nach Anlagentyp und -Größe variieren kann. Es lohnt sich, bei der Anschaffung einen Vertrag über regelmäßige Kontrollen abzuschließen.

3. Eigenverbrauch / Einspeisemenge

Die genaue Leistung der Solaranlage ist von mehreren Faktoren abhängig (Standort, Dachneigung, Globalwärme etc.). Dementsprechend kann nur bei einer genauen Berechnung der Leistung gesagt werden, wie viel Energie sich nutzen oder einspeisen lässt und die damit verbundenen Kosteneinsparungen ermittelt werden.

3.1. Strompreis / Einspeisevergütung / Energiepreissteigerungsrate

Der Strompreis ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Die Photovoltaik Einspeisevergütung" >Einspeisevergütung liegt derzeit bei 24 Cent pro kWh. Potenziell wird es in Deutschland preislich wohl eher nach oben gehen, als nach unten.

4. Subventionen

Für die Investition in Solaranlagen stehen einige staatliche Förderprogramme zur Verfügung. Hier lohnt es sich besonders, die jeweils aktuellen Subventionen zu prüfen und diese in Anspruch zu nehmen. Somit können die Investitionskosten nicht unerheblich gesenkt werden und schneller eine monetäre Wirtschaftlichkeit der Anlage erreicht werden.

4.1. Ggf. Finanzierungskosten, Zinssatz und Inflation

Auch bei derzeit niedrigen Zinsen können je nach Laufzeit der Finanzierung nicht zu vernachlässigende Kosten zu der Rechnung mit hinzukommen. Wer also die Solaranlage nicht gänzlich aus Eigenkapital finanziert, sondern einen Solarkredit in Anspruch nimmt, muss die anfallenden Zinsen mit in die Berechnung aufnehmen.

4.2. Mit verschiedenen Werten durchrechnen

Man sieht, dass hier Faktoren mitspielen, die großen Schwankungen unterlegen sind und somit das Ergebnis maßgeblich beeinflussen können. Niemand kann exakt vorhersehen, wie sich die Strompreise in den kommenden Jahren entwickeln oder wie hoch die Inflation steigt. Auch sind die Werte für die Leistung der Anlage immer nur Orientierungswerte, da niemand genau vorhersehen kann, wie viele Sonnenstunden das Jahr hergibt.

Die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage hängt also von zahlreichen Einzelfaktoren ab. Anschaffungskosten, laufende Betriebskosten, Leistung und eventuelle Zinszahlungen, alle oben genannten bestimmenden Faktoren sollten mit unterschiedlichen, das heißt maximalen und minimalen Werten durchgerechnet werden. Somit kann man ermitteln, wann der Betrieb der Anlage im besten und wann er im schlechtesten Fall wirtschaftlich möglich ist, bzw. wann sich die Investition ausgezahlt hat.

Die Nutzungsdauer einer Solaranlage liegt im Schnitt bei etwa 25 bis 30 Jahren. Bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung gilt es weiterhin zu berücksichtigen, ob die Solaranlage gewerblich oder privat genutzt werden soll.

5. Betrieb lohnt sich auch während der Amortisierungszeit

Schätzungen zufolge, hat sich die Investition in eine Solaranlage bereits nach 10 bis 15 Jahren amortisiert. Um eine möglichst hohe Wirtschaftlichkeit zu erzielen, ist es ratsam möglichst viel Strom selber zu verbrauchen, da die Einspeisevergütung niedriger ist als die Stromkosten. Insgesamt ist die Investition in eine Solaranlage zunächst einmal mit relativ hohen Kosten verbunden, erst langfristig rechnet sich eine solche Anlage auch finanziell.

Angesichts der weiter steigenden Strompreise ist der Betrieb einer Solaranlage aber auch während der Amortisierungszeit lohnenswert. Die Rendite für den Anlagennutzer ist umso höher, je höher die Kosten für normalen Netzstrom ausfallen. Wer so genau wie möglich ermitteln möchte, wann eine Solaranlage sich amortisiert hat, sollte sich fachmännische Unterstützung zur Berechnung einholen.

Solaranlagenanbieter können die Dimensionierung der Anlage unter Berücksichtigung der jeweils individuellen Verhältnisse ermitteln und erfahrungsgemäße Angaben zur Wirtschaftlichkeit machen.

5.1. Nicht nur eine rein finanzielle Investition

Solaranlagen sind jedoch nicht nur eine Investition, welche sich nach einiger Zeit finanziell bezahlt macht. Sobald man den selbst erzeugten Strom einer solchen Anlage nutzt, ist man unabhängiger von lokalen Stromversorgern und leistet einen Beitrag zur umweltfreundlichen Stromerzeugung. Nicht nur die Investitionskosten für Solaranlagen sind in den letzten Jahren stark gesunken, gleichzeitig sind auch die Anlagen immer effizienter geworden.

In der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, dass regenerative Energien in zunehmendem Maße genutzt werden, um Klima und Umwelt zu schonen. Somit ist die Anschaffung einer Solaranlage immer auch eine Investition in die Umwelt.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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