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Wer eine netzgekoppelte Photovoltaik-Anlage betreibt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass damit eine unternehmerische Tätigkeit vorliegt. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass der erzeugte Strom im bereit stehenden Netz eingespeist und an den entsprechenden Netzbetreiber verkauft wird.

1. Gewerbe anmelden oder nicht?

Zunächst stellt sich natürlich die Frage, ob für den Betrieb der Anlage auf dem Privatdach ein Gewerbe angemeldet werden muss. Zwar stellt die Solarstromerzeugung eine unternehmerische Tätigkeit dar, jedoch ist die Anmeldung eines Gewerbes nicht notwendig. Auch wenn aus einigen Veröffentlichungen und AUssagen der Finanzämter etwas anderes hervorgeht. So wird die private Anlage auf den Einfamilienhäusern häufig nur als Bagatelle eingestuft. Diese entspricht somit nicht dem Gesamtbild einer unternehmerischen Tätigkeit. Dazu gab es eindeutige Stellungnahmen vom Bundes-Länder-Ausschuss. Im Zweifelsfall kann sich der Interessent aber auch mit allen Fragen an das zuständige Ordnungsamt wenden.

Dabei handelt es sich aber grundsätzlich um das Gewerberecht, das nichts mit dem Steuerrecht zu tun hat. So zieht eine Gewerbeanmeldung in Bezug auf Privatpersonen nämlich einige Konsequenzen nach sich. Wer sich dazu entscheidet ein Gewerbe anzumelden, muss mit eingeschränkten Verbraucherrechten rechnen. Somit ist der Eintritt in die örtliche IHK unumgänglich. Darüber hinaus kann es sein, dass die Förderprogramme für Existenzgründer bei einer tatsächlichen Selbstständigkeit zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr zur Verfügung stehen.

2. Die teilweise und vollständige Einspeisung in das Betreiber-Netz

Die Besteuerung von Photovoltaikanlagen richtet sich nach einer Verfügung, welche von den Finanzämtern zur Verfügung erlassen wurde. Aus dieser Verfügung geht hervor, dass jeder Nutzer, der regelmäßig mehr als die Hälfte seines erzeugten Stroms in das Betreiber-Netz einspeist umsatzsteuerpflichtig ist. Unabhängig davon, ob mit der Anlage Verluste oder Gewinne erwirtschaftet werden. Sollte der Nutzer seinen Strom jedoch zu 100 Prozent in das Betreiber-Netz, so ist dieser auf jeden Fall umsatzsteuerpflichtig. Sofern der Jahresumsatz aus dem vorangegangenen Kalenderjahr zuzüglich der anfallenden Steuer 17.500 EUR nicht überstiegen hat, so kann der Kleinunternehmer eine Befreiung der Umsatzsteuerpflicht beantragen. Die Umsatzsteuer-Pflicht bietet große finanzielle Vorteile für den privaten Solarstrom-Erzeuger. So wird die anfänglich geleistete Vorsteuer auf die kostenintensive Investition in die Anlage vom Finanzamt erstattet. Dabei handelt es sich um die sogenannte Vorsteuer-Erstattung. Daraus resultiert eine Minderung der Investitionssumme um 19 Prozent. Darüber hinaus werden auch die Vorsteuern aus anderen Betriebsausgaben erstattet. Dafür muss der Anlagen-Betreiber aber die Umsatzsteuer auf die Einspeiseerlöse an das Finanzamt zahlen. Diese werden jedoch vom Netzbetreiber an den Anlagenbetreiber ausgezahlt. Und auch der Aufwand für die Umsatzsteuer-Erklärung hält sich verhältnismäßig in Grenzen.

3. Finanzielle Vorteile für den Betreiber

Der Betrieb der Anlage wird in die Bereiche Einkommenssteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer eingeordnet. Dabei werden die einzelnen Bereiche jedoch getrennt voneinander bewertet. Und auch wenn dieser Umstand eher unlogisch erscheint, so ist dieser steuerrechtlich aber eher gewöhnlich. So kann diese Betrachtungs- und Bewertungsweise den Anlagenbetreibern durchaus finanzielle Vorteile bringen. Grundsätzlich richtet sich die Besteuerung von Photovoltaikanlagen nach der voraussichtlichen Nutzung in Jahren. Die Abschreibung erfolgt individuell und sollte mit dem zuständigen Berater beim Finanzamt besprochen werden. Dieser ist auch bei der jährlichen Erklärung behilflich und beantwortet alle Fragen rund um das Thema Besteuerung der Photovoltaikanlage.

Wichtiger Hinweis: Alle Angaben zu steuerlichen Angelegenheiten, die auf Solaranlagen-Portal.de erwähnt werden, sind ohne Gewähr. Für eine steuerrechtliche Beratung empfehlen wir einen Steuerberater zu kontaktieren.
Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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