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Eine der wichtigsten Entscheidungen vor dem Einbau einer Solaranlage ist die Wahl der eingesetzten Solarpanel (In den meisten Fällen wird der Begriff Solarmodul oder Photovoltaikmodul verwendet, alternativ wird auch der Begriff Solarpanel gebraucht). Dieser großflächige Anlagenteil macht den Hauptteil der Anlagenkosten aus, so ca. 60 bis 80 Prozent.

Weil die Solarpanel 30 bis 40 Jahre zuverlässig Strom liefern sollen, ist beim Kauf auf hohe Qualität und Effizienz zu achten. Die kristallinen Zellen sind nach wie vor die gebräuchlichsten. Allerdings werden zunehmend auch Dünnschichtzellen verwendet. Letztere eignen sich besonders für Blech-oder Folienbedachung, weil sie aufroll- und begehbar sind.

1. Leistungsverlust vom Solarpanel - Degradation

Egal welches Solarpanel, alle Bauarten verlieren nach Inbetriebnahme an Leistung. Das nennt man Degradation. Die Degradation kann bei kristallinen Modulen bis zu 50 Stunden dauern und bis zu zwei Prozent betragen. Danach liefern sie eine konstante Leistung.

Einige Fachleute halten danach die Degradation für abgeschlossen, andere hingegen berichten von weiteren bis zu 0,5 Prozent Verlust pro Jahr. Bei Dünnschichtmodulen muss mit einer 1.000-stündigen Degradation gerech­net werden. Danach müssen sich die Anlagenbetreiber auf einen Anstieg der Leistung im Sommer und einen Abstieg im Winter bei ansonsten stabiler Leistung einstellen. Bei welchen Solar Panels ist eigentlich die beste Leistung zu erwarten?

1.1. Powerkristalle bringen hohe Leistung

Je dicker das Glas bei kristallinen Solarzellen, desto stabiler sind die Zellen. Ein größerer Randabstand schützt die Zellen. Außerdem verschmutzen die Kanten der Module leichter – auch deshalb ist ein größerer Randabstand vorteilhaft. Achten Sie bei Modulen mit Anschlussdosen darauf, dass diese möglichst klein ausfallen, denn an der Haftstelle werden die Zellen wärmer und beeinträchtigen die Leistung des Solarpanel.

Panel mit weißer Hintergrundfarbe sind zwar hässlicher, aber effektiver als die mit dunkler Hintergrundfarbe.

1.2. Dünnschichtmodule gut für große Flächen

Dünnschichtzellen absorbieren das Licht besser. Bei diffusem Licht fällt die Ernte höher aus und auch Verschattung fällt nicht so stark ins Gewicht wie bei den kristallinen Zellen. Sie sind günstiger herzustellen und sind deshalb billiger. Die Schicht kann auch auf bewegliche Trägermaterialien aufgedampft werden. Sie schonen bei der Herstellung Rohstoffe und Energieressourcen – die Energierücklaufzeit liegt bei zwei bis drei Jahren.

Mankos: Niedrigerer Wirkungsgrad, keine Langzeiterfahrung und teils ungeklärtes Recycling.

2. Was sind qualitativ gute Solarpanels?

Vorteil für den Kunden ist, wenn Hersteller Plustoleranzen angeben. Nur wenige tun das im Bereich von + 5 bis 0 Prozent. In der Praxis arbeiten Solarmodule im Sommer mit einem Leistungsabfall von 20 Prozent. Über die per Gesetz vorgeschriebene Produktgarantie von 2 Jahren geben die Solarpanel-Hersteller Leistungsgarantien zwischen 10 bis 25 Jahren.

2.1. Zertifikate genauer erklärt

Die wichtigste Einrichtung zur Zertifizierung der Module ist die International Electrotechnical Commission (IEC) in Genf.

Qualitätsmodule besitzen ein Zertifizierungs-Kennzeichnung (CE), das IEC 61215 für kristalline Module und das IEC 61646 für amorphe Module.

2.1.1. Zertifizierung nach IEC 61215 - Kristalline PV-Module

Dieses Zertifikat ist ein Qualitätszeichen für kristalline Panel.

Für die meisten nationalen und internationalen Fördermaßnahmen ist die IEC-Zertifizierung ein zwingendes Kriterium zur Bewilligung.
IEC-Zertifizierung nach Prüfzertifikat 61646

In der IEC-Zertifizierung wird getestet, wie sich Photovoltaik-Module unter der künstlichen Belastung von Einflüssen verhalten, die eine Auswirkung auf die Degradation von PV-Modulen haben. Die Belastungsgruppen, denen die Module dabei ausgesetzt werden, sind:

  • Sonnenlicht und UV-Licht
  • Mechanische Belastung (Schnee, Hagel, Wind)
  • Klima (Kälte, Wärme, Feuchtigkeit)

2.1.2. Zertifizierung nach IEC 61646 - Dünnschichtmodule

Dies ist die Prüfnorm für Dünnschichtmodule. Auch hier wird die Degradation getestet in Bezug auf:

  • Sonnenlicht und UV-Licht
  • Mechanische Belastung (Schnee, Hagel, Wind)
  • Klima (Kälte, Wärme, Feuchtigkeit)

Das Zertifikat IEC 61646 ist auch Standardanforderung für die meisten Förderungen.

2.1.3. Zertifizierung nach IEC 61730 - Sicherheit der Panel

Das Zertifikat ist Pflicht für Photovoltaikanlagen in Europa. Es beschreibt den Sicherheitsstandard für Solarpanel und betrifft 3 Bereiche:

  1. Klasse A Gebäude
  2. Klasse B EVU-Anwendungen
  3. Klasse C Kleinspannungsanwendungen

Das Zertifikat beschreibt die Bauanforderungen und die materialspezifischen Anforderungen bezüglich:

  • Brandschutzes der Photovoltaik-Module
  • sowie die Standards für die Prüfprozeduren.

Ziel der IEC-Zertifizierung ist: mechanisch und elektrisch sicherer Betrieb über die erwartete Lebensdauer

2.2. Für Bastler - Solarpanel selber bauen? Geht das?

Mal ganz abgesehen von dem doch relativ großen Aufwand zur Erstellung eigener Solarpanele ist es doch möglich diese selber zu bauen. Einzelteile wie Wafer, Rahmen, Schutzglas, Kabel etc sind tatsächlich alle im Internet einzeln erhältlich. Im folgenden Video zeit ein Tüftler, wie er die Solar-Wafer miteinander verlötet und sein eigenes Modul erstellt.

Für eine größere Anlage, um den Strom rentabel zu nutzen ist diese Vorgehensweise wohl den Wenigsten zu empfehlen. Um das Prinzip der Panel zu begreifen und sich selber als Photovoltaik-Hersteller zu versuchen wäre das Erstellen eigener Solar-Panles für Baster aber bestimmt ein spannendes Freizeitprojekt!

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de