Für kleine Photovoltaikanlagen auf privaten Hausdächern ist in Deutschland keine Gewerbeanmeldung notwendig ... aber möglich ... und unter Umständen auch sinnvoll.

Wer eine kleine Photovoltaikanlage auf seinem privaten Wohnhausdach installieren möchte, benötigt keine Gewerbeanmeldung. Was heißt "klein"? In diesem Zusammenhang werden PV-Anlagen mit einer Modulfläche bis ca. 30m2 als klein bezeichnet. Solchen kleinen Anlagen wird eine fehlende Gewinnabsicht unterstellt. Natürlich möchte man mit seiner Photovoltaikanlage Stromkosten sparen und für den in das öffentliche Netz eingespeisten Solarstrom Geld erhalten. Allerdings wird dies bei kleinen PV-Anlagen als "geringfügige gewerbliche Tätigkeit" gewertet und daher als Bagatellfall angesehen. Darüber hinaus wird berücksichtigt, dass erst nach einer über einige Jahre dauernden Refinanzierungsphase ein Kostenüberschuss erwirtschaftet wird. Aus diesen Gründen wird bei kleinen Photovoltaikanlagen keine Gewerbeanmeldung gefordert.

Ist eine Photovoltaik-Gewerbeanmeldung sinnvoll, auch wenn Sie in meinem Fall nicht gefordert wird?

Unter bestimmten Voraussetzungen kann dies durchaus von Vorteil sein. Beispielsweise ist es mit einer Photovoltaik-Gewerbeanmeldung möglich sich die Steuer vom Finanzamt "zurückzuholen". Außerdem erlangt man mit dem Gewerbe die Erlaubnis im Großhandel einkaufen zu können.

Vergleichen Sie hier Preise von Photovoltaik-Anlagen

Für welche Photovoltaikanlagen eine Gewerbeanmeldung notwendig ist

Ob eine Gewerbeanmeldung gefordert wird, hängt im Grunde von zwei Kriterien ab: der Größe der Photovoltaikanlage und der Nutzungsart des Gebäudes oder der Solaranlage. Mittlere bis größere Photovoltaikanlagen - auch auf dem privaten Wohnhaus - erzeugen weit mehr Strom als benötigt wird, so dass man ein Gewinnstreben unterstellen kann.

Große Photovoltaikanlagen auf gewerblich genutzten Gebäuden benötigen immer eine Photovoltaik-GewerbeanmeldungBei größeren Anlagen ist eine Einzelfallentscheidung anhand einer vorgelegten langfristigen Ertragsprognose des Ordnungsamtes erforderlich. Hierzu wurde die Auffassung formuliert, dass in der Anfangsphase, in der keine Gewinne erzielt werden, eine Gewerbeanmeldung nicht in Betracht kommt, sondern erst, wenn der erstrebte Gewinn die eigenen Kosten deutlich überschreitet.

Soll eine Photovoltaik-Anlage auf einem gewerblich genutzten Gebäude angebracht werden, wird eine Gewerbeanmeldung kaum zu umgehen sein. Auch wird man nur schwerlich eine fehlende Gewinnabsicht begründen können, wenn man eine Photovoltaikanlage auf einem fremden Gebäude installiert.

Wichtiger Hinweis!
Die Gewerbeaufsicht ist in Deutschland nicht bundeseinheitlich geregelt, so dass örtliche Unterschiede auftreten können. In der Regel ist ein Gewerbeaufsichtsamt immer für einen bestimmten Bezirk zuständig. Ein Blick auf die Webseite der jeweiligen Behörde oder auch eine freundliche telefonische Nachfrage, lösen sicherlich mancherlei Unsicherheit in Bezug auf die Photovoltaik-Gewerbeanmeldung ... diesen Tipp geben wir übrigens allen zukünftigen Photovoltaikanlagen-Besitzern.

Jede Photovoltaikanlage muss dem Finanzamt gemeldet werden. Manchmal übernimmt das Gewerbeamt diese Formalie und als Bestätigung erhalten Sie Post vom Finanzamt. Wenn nicht, muss man selbst aktiv werden.


Auf der folgenden Seite erklären wir mehr zum Umgang mit dem Finanzamt und der Umstatzsteuer...

Kostenloses eBook!

PV-Ratgeber

128 Seiten kostenloses Fachwissen zur Planung Ihrer Solaranlage!

So treffen Sie bei der Planung die richtigen Entscheidungen. 

Download