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Wir alle bemerken die ständig steigenden Energiekosten. Allein aus diesem Grund überlegen immer mehr Haushalte, wie Energie gespart oder selbst erzeugt werden kann. Ist der Betrieb einer Solaranlage rentabel? Welchen Gewinn kann man von einer Photovoltaikanlage erwarten?

1. Ist die Photovoltaik rentabel oder nicht?

Photovoltaik Rentabilität durch Einsparungen im Eigenverbrauch

Der größte Vorteil der Photovoltaik: der über Ihre Solaranlage selbst verbrauchte Strom, spart Ihnen den Zukauf von konventionellem Strom aus dem öffentlichen Netz. Je weiter also die Strompreise steigen, desto mehr steigt die Rentabilität Ihrer Photovoltaikanlage.

Ob eine Solaranlage auf Ihrem Dach rentabel wäre, hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel ist die Ausrichtung des Dachs und eine eventuelle Verschattung von entscheidender Bedeutung. Aber auch die zur Verfügung stehende Fläche und vieles mehr. 

1.1. Vereinfachte Photovoltaik-Beispielrechnung zur Rentabilität

Sie verbrauchen 4.000 kWh Strom im Jahr und zahlen 28 Cent/kWh an Ihren Stromanbieter: 1.120 EUR / Jahr.

Aus Ihrer Photovoltaikanlage können Sie im Jahr 6.000 kWh einspeisen, wofür Sie (bei einer im August 2016 errichteten Anlage) 12,70 Cent pro Kilowattstunde vergütet bekommen. Sie erhalten 762 EUR / Jahr.

Sobald Sie aber den solar erzeugten Strom anteilig selbst verbrauchen - statt ihn in das öffentliche Netz voll einzuspeisen - lohnt sich Photovoltaik erst richtig! Für jede durch Eigenverbrauch genutzte kWh Strom sparen Sie 28 Cent für den Bezug vom Stromversorger und Ihre Rendite steigt. So sinkt die Amortisationszeit beträchtlich.

Photovoltaikmodule mit Magnolie im Frühling

Es gilt: je größer der Eigenverbrauchsanteil meines Solarstroms, desto höher ist die Rendite meiner Photovoltaikanlage!

Mit Photovoltaikanlage erhält der Beispiel-Hausbesitzer 872,40 Euro zusätzlich im Vergleich zu einem Hausbesitzer ohne Photovoltaikanlage!

Was gibt es also zur Photovoltaik-Rentabilität zu sagen? Trotz der sinkenden Einspeisevergütung für Solarstrom werden die meisten Photovoltaikanlagen einen satten Gewinn abwerfen und können so mit guter Rentablität betrieben werden. Denn mit der fallenden Vergütung sind auch die Anschaffungspreise für schlüsselfertige Anlagen enorm gesunken.

Hier erfahren Sie, welche Grundvoraussetzungen ein Haus haben sollte, damit sich eine Photovoltaikanlage lohnen würden: Weitere Tipps zur Rendite

Die Rentabilität oder Rendite einer Geldanlage ergibt sich aus der Differenz zwischen Aufwand und Gewinn - diese Kennzahl wird dann in Prozent angegeben. In Deutschland betriebene Photovoltaikanlagen erwirtschaften meist eine Rendite zwischen 3 und 5%. Vergleicht man das mit anderen Investitionen, kommt man zu dem Ergebnis, dass Photovoltaikanlagen eine ordentliche Rendite bei sehr geringem Risiko bieten. Auch eine Überlegung wert: bei welcher anderen Investition schützt man ganz nebenbei noch unsere Umwelt?

1.2. Wird die Einspeisevergütung noch weiter sinken?

Photovoltaik-Wachstum Weltweit

Die Einspeisevergütung für Solarstrom bleibt für Sie zwar über 20 Jahre konstant und wird bis zum Ende des 20. auf den Inbetriebnahmezeitpunkt folgenden Jahres gezahlt (also bis 31. Dezember 2034 für eine in 2014 errichtete Anlage). Wenn die Vergütung für Ihren eingespeisten Strom nach diesem Zeitraum sinkt, hat sich Ihre Anlage längst amortisiert. 

Ihre nach dem EEG (Erneuerbare Energieen Gesetz) errichtete Photovoltaikanlage hat Bestandsschutz und damit kann auch eine Gesetzesänderung des EEG nicht mehr auf Ihre Anlage bezogen werden. Die Einspeisevergütung für Photovoltaikstrom ist auf 20 Jahre garantiert!

In den nächsten Jahren ist damit zu rechnen, dass Subventionen für Photovoltaikanlagen weiter abnehmen. Das ist aber nicht weiter schlimm, da Photovolaikanlagen so gut wie auf eigenen Beinen stehen. Sie sind sozusagen erwachsen und kaum noch abhängig von Unterstützung von Außen. Gründe sind:

  • Die gefallenen Kosten in der Produktion
  • Optimierungen in der Spichertechnologie
  • Auch die Thematik der Elektromobilität (Tesla & Co.) hat deutlichen Einfluss auf die beschleunigte Entwicklung
  • die weltweit steigende Nachfrage

Wichtig: Sonne als Rohstoff ist auch durch machtpolitische Interessen nicht kontrollierbar! Man kann keine Bohrtürme errichten, um Sonnenlicht an Privathaushalte zu vermarkten. Keiner verhindert, dass die Sonne auf Ihr Dach scheint! Dazu auch der Artikel: "Photovoltaik eine Gefahr für den Krieg".

Warum Solarenergie generell die logische Lösung ist

Wenn die Sonne scheint, spüren wir ihre Wärme auf der Haut. Im Sommer kann sie uns sogar die Haut verbrennen. So wie wir die Sonne spüren, obwohl sie 150 Millionen Kilometer entfernt von der Erde ihre Strahlen aussendet, lässt uns ahnen, wie viel Solarenergie in ihr steckt.

Das Potenzial der Solarenergie wird noch lange nicht ausgeschöpft. In der Sahara in Afrika zum Beispiel beträgt die Globalstrahlung der Sonne teilweise bis 2.500 kWh / Quadratmeter in einem Jahr. Diese unglaubliche solare Energie wird zur Zeit so gut wie nicht genutzt.

In westlichen Ländern hingegen macht man sich die Solarenergie bereits zunutze. Dies geschieht unter anderem durch:

  • Photovoltaik - Strom aus Solarenergie
  • Solarthermie - Heizwärme und Warmwasser aus Sonnenenergie
  • Sonnenwärmekraftwerke / Solarkraftwerke - Stromerzeugung durch solar erhitzten Wasserdampf
  • Solarkocher - ein Hohlspiegel bündelt die Sonnenstrahlen auf einen im Brennpunkt befindlichen Behälter 

https://www.youtube.com/watch?v=WUl1fLFY6iM

1.3. Solarenergie - nutzen Sie die kostenlose Energiequelle

Heutige Photovoltaikanlagen haben einen Wirkungsgrad von 8-18%. Die Nutzung von Solarenergie ist dabei nicht nur umweltschonend, sondern die Energiequelle Sonne steht auch quasi unbegrenzt zur Verfügung - ganz im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen. 

Beispiel zur erzeugten Solarenergie
Die Einstrahlung der Sonne in Ihrem Wohnbereich beträgt 1000kWh / Jahr / m². Ihre Photovoltaikanlage hat einen Wirkungsgrad von 15%. Sie gewinnen also 150kWh Solarenergie pro Jahr pro Quadratmeter Solarmodul. Mit 8m² Solarfläche erzeugen Sie beispielsweise den jährlich benötigten Strom für eine Person.

Leistung wird in der Photovoltaik generell in Bezug auf eine Fläche angegeben. Watt pro m² (W/m²) oder Kilowatt pro m² (kW/m²). Die Angabe Wh/m² (Wattstunde pro m²) oder kWh/m² (Kilowattstunde pro m²) bezeichnet die einer Stunde erzeugte Solarenergie.

Reicht denn die Solarenergie im verregneten Deutschland zur lohnenden Photovoltaik-Stromgewinnung aus?
Warum Solarenergie auch in Deutschland sehr gut geeignet ist erfahren Sie auf der nächsten Seite...

1.4. Erstaunliche Fakten zur Solarenergie

  • In Zahlen ausgedrückt erzeugt die Sonne eine geschätzte Energiemenge von unvorstellbaren 1,5 Trilliarden Kilowattstunden im Jahr.
  • Das entspricht etwa dem 10.000-fachen des Energiebedarfs der Menschheit eines Jahres
  • oder der Explosion von 100 Milliarden Tonnen Dynamit in einer Sekunde.
  • Wenn die Sonne an einem Sommertag in unseren Breitengraden 1 Stunde lang auf 1 m² Fläche strahlt, dann entspricht das einem Energieverbrauch von ca. 1 Kilowattstunde. So viel Energie verbraucht ein Fön in einer Stunde oder ein Computer in sieben Stunden.

Die Solarenergie entsteht durch Kernfusion im Inneren der Sonne. Sie gelangt als elektromagnetische Strahlung (Photonen) zu unserer Erde. Ein Teil der Solar-Strahlung wird von der Atmosphäre reflektiert, ein weiterer Teil in Wärme umgewandelt und der dritte Teil der Strahlung trifft auf den Erdboden auf. Dieser Teil heißt Globalstrahlung.

In Deutschland strahlt die Sonne pro Jahr ca. 950 bis 1.200 kWh (Kilowattstunden) Solarenergie auf jeden Quadratmeter. Dies ist der ungefähre Stromverbrauch einer Person in Deutschland.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de