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Sie möchten Ihr Gebäude komfortabel und umweltbewusst heizen? Dann ist eine Pelletheizung möglicherweise genau das Richtige für Sie! Hier haben wir alle wichtigen Informationen für Sie zusammengestellt, um Ihnen eine Entscheidung zu erleichtern. Sie erfahren die Vor- und Nachteile von Pelletheizungen und viele Tipps, mit denen Sie das für Sie passende Modell finden. Außerdem erklären wir Ihnen, wie Pellets hergestellt werden und welche Voraussetzungen Ihr Zuhause haben sollte, damit eine Pelletheizung installiert werden kann.

Pelletheizung im Haus

1. Wie funktioniert eine Pelletheizung?

Viele Menschen suchen für Ihre Heizung eine Alternative zu Öl oder Gas. Eine wichtige Entscheidungsgrundlage sind Umweltgedanken: Es ist umweltverträglicher, auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen, als weiterhin fossile Stoffe zu verbrennen. Zum anderen sind Öl oder Gas aber auch kostenintensiver. Ihr Preisverlauf ist durch politische Entscheidungen, Kriege und Sanktionen teilweise unberechenbar geworden. Da die Themen Umwelt- und Klimaschutz auch in der Politik immer wichtiger werden, ist damit zu rechnen, dass die Preise für fossile Brennstoffe noch weiter ansteigen.

Eine günstige Alternative für Ein- und Mehrfamilienhäuser ist eine Pelletheizung. Wie der Name schon sagt, wird sie mit Pellets betrieben, also mit gepressten Stäbchen aus Holz.

Wenn Sie mit Pellets heizen wollen, müssen sie sich zwischen einem Pelletkessel (auch Pelletheizung genannt) und einem Pelletofen entscheiden:

1.1. Pelletkessel: eine Zentralheizung mit Holz als umweltfreundlichem Brennstoff

Pelletkessel werden als Zentralheizung eingesetzt, also für Heizung und Warmwasser im ganzen Haus. Die Anlagen stehen, genau wie andere Zentralheizungen, meist im Keller oder in einem Wirtschaftsraum. Damit alles schön einfach ist, haben die Heizsysteme außerdem ein Pelletlager und eine Fördereinrichtung zum Transport der Pellets in den Brennraum. Ist im Haus nur wenig Platz, können die Anlagen auch mit einem im Gerät integrierten Kleintank installiert werden.

1.2. Pellet-Kaminofen: der gemütliche Ofen meist mit Sicht in das Fenster

Pellet-Kaminöfen sind für die Aufstellung im Wohnraum ausgelegt. Sie schaffen wohlige Wärme und eine romantische Atmosphäre im Wohnzimmer. Kaminöfen bewegen sich meist im Leistungsbereich von 5 bis 15 kW. Da jedoch etwa 20 % der Wärme in jedem Fall zum Beheizen des Zimmers abgegeben werde und dies im Sommer natürlich nicht erwünscht ist, ist für die Brauchwassererwärmung im Sommer ein anderes Heizsystem erforderlich.

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Auf dieser Seite geht es zunächst um die Pelletheizung, also die Variante als Zentralheizung. Wenn Sie sich über Pelletöfen genauer informieren möchten, klicken Sie hier.

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2. Welche Vor- und Nachteile hat eine Pelletheizung?

Für viele Familien ist eine Pelletheizung eine sehr gute Lösung. Damit Sie aber entscheiden können, ob dieses Heizsystem für Sie geeignet ist, sollten Sie die Vor- und Nachteile gut kennen. Wir haben sie hier für Sie zusammengestellt.

2.1. Was sind die Vorteile einer Pelletheizung?

Sehen statt Lesen: 6 der wichtigsten Vorteile von Pelletheizungen haben wir Ihnen in diesem Video zusammengestellt. Viel Spaß beim Schauen!

video


Pellets werden aus Holz hergestellt, also aus einem nachwachsenden Rohstoff. Das bringt eine ganze Menge Vorteile für die Umwelt und die regionale Wirtschaft mit sich. Das sind die Vorteile einer Pelletheizung im Einzelnen:

1. Heizen mit Pellets ist CO2-neutral: Kohlendioxid (CO2) ist bekanntermaßen mitverantwortlich für den Treibhauseffekt und die Klimaerwärmung. Beim Verbrennen jedes Brennstoffes wird Kohlendioxid freigesetzt. Trotzdem macht es einen großen Unterschied, ob man fossile Brennstoffe wie Kohle, Gas und Öl nutzt oder nachwachsende Rohstoffe wie Holz. Ein Baum nimmt im Laufe seines Lebens große Mengen Kohlendioxid auf. Beim Verbrennen wird genau diese Menge wieder freigesetzt, aber nicht mehr. Dadurch ist das Verbrennen von Holz (und damit auch Pellets) CO2-neutral. Bei fossilen Brennstoffen sieht das anders aus. Sie binden das Kohlendioxid seit vielen Jahrtausenden, teilweise Jahrmillionen, unter der Erde. Wenn wir sie verbrennen, entsteht viel schädliches CO2, das schlecht fürs Klima ist. Wenn Sie stattdessen mit Pellets heizen, leisten Sie also einen direkten Beitrag zum Klimaschutz.

2. Heizen mit Pellets verringert sauren Regen: Verbrennt man Öl, Gas oder andere fossile Brennstoffe, dann wird auch Schwefeldioxid freigesetzt. Dieser Stoff ist verantwortlich für den sogenannten sauren Regen, der zum Waldsterben und anderen Umweltschäden führen kann. Beim Heizen mit Pellets wird deutlich weniger Schwefeldioxid freigesetzt, sodass diese Gefahr verringert wird.

3. Bei Pellets gibt es kaum Transportrisikos: Der Transport von Öl und Gas führt immer wieder zu schwerwiegenden Umweltkatastrophen. Man denke nur an die großen Öltanker-Katastrophen, die unzählige Tiere und Pflanzen im Meer geschädigt haben. Bei Pellets muss man dies nicht befürchten. Zum einen werden Pellets häufig gar nicht so weit transportiert, weil sie auch regional zur Verfügung stehen. Und zum anderen richten sie keine Umweltschäden an. Stellen Sie sich nur einmal vor, statt Öl würde die gleiche Menge Holzpellets ins Meer gekippt werden. Dadurch würde die Tier- und Pflanzenwelt keinen Schaden nehmen.

4. Pellets werden zum großen Teil aus Resten hergestellt: Ein Großteil des Holzes in Pellets entsteht aus Resten der Sägewerke. Äste, Sägemehl und krumme Stücke, die sich nicht als Bauholz eignen, werden dann zerkleinert und zu Pellets gepresst. Diese Resteverwertung ist im Sinne der Nachhaltigkeit auf jeden Fall eine gute Idee (Siehe auch: https://blog.paradigma.de/werden-bei-der-herstellung-von-pellets-nur-holzabfaelle-verwendet/ so wie https://de.wikipedia.org/wiki/Holzpellet#Herstellung ).

5. Pellets sichern regionale Arbeitsplätze: Fossile Brennstoffe müssen zum Großteil aus weit entfernten Ländern importiert werden. Pellets aus heimischem Holz sichern dagegen Arbeitsplätze vor Ort und stärken damit die sozialen Strukturen im Inland. Um diesen Vorteil auszuschöpfen, sollten Sie auf die Herkunft Ihrer Pellets achten, denn auch hier gibt es Importe.

6. Es gibt Sicherheit bei der Versorgung: Obwohl Pellet- und Holzheizungen in den letzten Jahren sehr beliebt geworden sind, gibt es deutliche Reserven für diesen nachwachsenden Brennstoff. In Deutschland werden aktuell etwa 87 % (Quelle waldkulturerbe.de) des jährlichen Zuwachses genutzt. Es wächst also jedes Jahr mehr Holz nach, als geschlagen wird, sodass der Vorrat momentan jährlich größer wird. Das ist bei fossilen Brennstoffen ganz anders: Sie sind nur in begrenztem Maß verfügbar und werden in nicht allzu ferner Zukunft knapp werden.

7. Pelletheizungen bieten deutliche Preisvorteile: Pellets sind schon jetzt günstiger als die meisten fossilen Brennstoffe und die Preise sind seit Jahren stabil. In Zukunft dürfte sich der Preisvorteil noch vergrößern. Zum einen werden die Preise für Öl und Gas vermutlich durch die zunehmende Knappheit steigen. Und zum anderen wird das Thema Klimaschutz auch in der Politik immer präsenter. CO2-Steuern und ähnliche Regelungen werden die Preise für fossile Brennstoffe weiter erhöhen, während Pellets davon nicht betroffen sind. Mit Pelletheizungen sichern Sie sich also eine günstige Art zu heizen.

8. Sie können Förderungen nutzen: Noch mehr Preisvorteile gibt es, wenn Sie Förderungen nutzen können. Bei der BAFA können Sie verschiedene Anträge stellen und zum Beispiel bei einem Kesseltausch mindestens 3000 Euro Förderung beziehen. Zu diesem Thema haben wir Ihnen hier einen eigenen Text zusammengestellt.

9. Der Wirkungsgrad ist hoch: Pelletheizungen haben einen Wirkungsgrad von über 90 %. Damit können sie locker mit Öl- und Gasheizungen mithalten (siehe: https://www.thermondo.de/info/rat/vergleich/wirkungsgrad-der-heizung/
https://de.wikipedia.org/wiki/Pelletheizung ).

10. Pellets verbrennen sauber: Beim Verbrennen von Pellets entsteht nur sehr wenig Asche. Es genügt völlig, sie alle paar Wochen zu entfernen. Sie können die Asche kompostieren, als Dünger verwenden oder über die Biotonne oder den Hausmüll entsorgen.

11. Pelletheizungen sind vollautomatisch: Eine Pelletheizung wird über Schneckenfördersysteme oder Sauganlagen vollautomatisch bestückt. Sie ist damit genauso einfach zu bedienen wie eine Zentralheizung, die mit Öl oder Gas betrieben wird. Sie schalten einfach Ihre Heizkörper ein und die Anlage im Keller übernimmt den Rest.

12. Kombinationen mit anderen Systemen sind möglich: Bei einer Pelletheizung können Sie Ihre bestehenden Heizkörper und Leitungen problemlos weiterhin nutzen. Auch eine Kombination mit anderen Heizsystemen ist möglich. Wenn Sie eine Pelletheizung in Kombination mit Solarthermie einsetzen, erhöht das sogar die Fördermöglichkeiten und Sie sparen zusätzlich.

13. Pelletheizungen erfüllen das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz: Eine Pelletheizung nutzt 100 % nachwachsende Rohstoffe und erfüllt damit die aktuellen Gesetzauflagen für Neubauten.

2.2. Was sind die Nachteile einer Pelletheizung?

Natürlich hat auch eine Pelletheizung einige Nachteile, die wir Ihnen nicht verschweigen wollen:

1. Sie benötigen Lagerplatz für die Pellets: Die Holzpellets müssen an einem trockenen und gut zugänglichen Platz gelagert werden. Hierfür ist ein ausreichend großer Lagerraum nötig. Dabei geht natürlich Platz im Haus verloren, der nicht mehr anderweitig genutzt werden kann. Und nicht überall ist dieser Raum überhaupt vorhanden. Alternativ kann auch ein Tank im Garten aufgestellt oder dort im Boden versenkt werden. Das ist allerdings mit zusätzlichen Kosten verbunden.

2. Die Anschaffungskosten sind höher: Bei den Betriebskosten schneidet eine Pelletheizung sehr gut ab. Die Anschaffungs- und Installationskosten sind dafür höher als bei einer Öl- oder Gasheizung. In den meisten Fällen rechnen sich diese höheren Anschaffungskosten jedoch nach einigen Jahren.

3. Der Wartungsaufwand ist etwas größer: Im Vergleich zu Öl- oder Gasheizungen fordert die Pelletheizung etwas mehr Wartungsaufwand. Alle paar Wochen muss die Asche entleert werden und auch Brennkammer und Brenner sollten hin und wieder mit dem Staubsauger gereinigt werden. Einmal im Jahr ist auch eine Reinigung des Lagerraums nötig.

4. Beim Betrieb sind Geräusche möglich: Die Förderschnecke oder das Saugsystem können Geräusche erzeugen, die unter Umständen auch im Wohnbereich zu hören sind.

5. Die Umweltbilanz sinkt bei langen Transportwegen: Pellets sind ein umwelt- und klimafreundlicher Brennstoff. Das gilt allerdings nur dann, wenn heimische Hölzer verwendet werden. Pellets aus dem europäischen Ausland sind häufig ein wenig billiger. Die langen Transportwege wirken sich dann jedoch negativ auf die Umweltbilanz aus. Achten Sie deshalb auf Pellets aus heimischen Hölzern! Je regionaler, desto besser für die Umwelt.

6. Die Lagerung von Pellets birgt gewisse Risiken: An sich ist die Lagerung von Pellets kein Problem. Pelletheizungen haben hochwirksame Brandschutzsicherungen, sodass sich das Feuer nicht über die Fördervorrichtungen verbreiten kann. Problematisch kann es jedoch werden, falls Wasser in den Lagerraum eindringt, zum Beispiel bei einer Überschwemmung. Pellets quellen sehr stark auf und können dadurch sogar das Mauerwerk beschädigen. Außerdem kann sich in Pelletlagern lebensgefährliches Kohlenmonoxid (CO) bilden. Eine gute Belüftung und/oder ein CO-Messer sind deshalb wichtig, wenn der Raum betreten werden soll (siehe: https://www.sbz-online.de/heizung/pelletheizung-so-bauen-sie-pelletlager-fachgerecht-und-unfallsicher ). Durch eine gute Planung können diese Risiken jedoch minimiert werden.

2.3. Fazit:

Die Vorteile einer Pelletheizung überwiegen in den meisten Fällen deutlich. Lassen Sie sich gut beraten, um zu klären, ob eine Pelletheizung bei Ihnen infrage kommt und die optimale Lösung für Sie ist.

3. Welche Voraussetzungen müssen für eine Pelletheizung bestehen?

Pelletheizungen sind in sehr vielen Umgebungen möglich. Ein paar Voraussetzungen gibt es aber doch. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema:

3.1. Kommt eine Pelletheizung sowohl für Altbauten als auch für Neubauten infrage?

Ja, beides ist möglich. Ob Bestands- oder Neubau spielt für die Pelletheizung keine große Rolle. Auch unterschiedliche Heizkörper und Vorlauftemperaturen sind kein Problem.
Für einen Altbau ist die Effizienz der Pelletheizung definitiv von Vorteil. Außerdem hat ein Pelletkessel ähnliche Maße wie ein Öl oder Gaskessel. Wenn die Heizung ausgetauscht wird, passt der Pelletkessel also normalerweise gut an diese Stelle.

Im Neubau ist es besonders vorteilhaft, dass Pelletheizung in der Lage sind, energetische Anforderungen zu erfüllen. Damit können bestimmte Fördermittel gewährt werden. Bei einem Neubau ist es natürlich auch einfacher, den perfekten Platz für die Lagerung der Pellets zu planen. Der automatische Betrieb ist damit in jedem Fall perfekt optimiert.
Ein Unterschied zwischen Alt- und Neubau besteht aber in der erforderlichen Leistung der Heizung. Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollten Sie deshalb unbedingt eine Wärmebedarfsrechnung erstellen lassen.

Sowohl bei Bestandsgebäuden als auch bei Neubauten sollten Sie einige Aspekte rechtzeitig bedenken, zum Beispiel den Schornstein oder den Lagerungsplatz für die Pellets.

3.2. Gibt es bestimmte Voraussetzungen für den Schornstein?

Ja, der Schornstein muss einige Eigenschaften aufweisen, um für eine Pelletheizung geeignet zu sein:

  1. Er muss eine gewisse Rußbeständigkeit aufweisen.
  2. Er muss Feuchtigkeit gut vertragen können.
  3. Er braucht einen ausreichenden Querschnitt von mindestens 150 Millimetern.

Ob Ihr Schornstein diese Voraussetzungen erfüllt, kann Ihnen Ihr Kaminkehrmeister oder Heizungs-Fachmann vor Ort sagen. Dort bekommen Sie auch Informationen über mögliche Sanierungs- oder Umbaumaßnahmen für den Schornstein.

3.3. Wo kann ich die Pellets lagern?

Die Pellets werden von einem Befüllfahrzeug geliefert. Es füllt durch dicke Schläuche Ihr Pelletlager, von dem aus dann die Heizung beschickt wird. Sie brauchen also eine ausreichend große Lagerfläche. Diese muss trocken und staubsicher sein und außerdem möglichst nah am Kessel stehen, damit das Fördersystem nicht zu groß und teuer wird.

Pelletheizung und Lagerraum

Die Aufstellung ist innen wie außen möglich:

  • Wird das Pelletlager außen aufgestellt, kommen Sacksilos im Garten oder unterirdische Tanks infrage.
  • Bei einer Lagerung im Haus sollte der Platz möglichst an einer Außenwand liegen. Dann ist das Befüllen einfacher. Eine Distanz bis zu 30 Metern ist aber meist kein Problem. Diese Strecke kann durch die Schläuche des Befüllfahrzeugs abgedeckt werden.

Vom Lager aus werden die Pellets dann ganz automatisch zum Heizkessel befördert. Bei kurzen Distanzen funktioniert das mit Förderschnecken. Bei längeren oder komplizierteren Wegstrecken werden Saugsysteme genutzt.

Wenn sich gar kein Platz zum Lagern einrichten lässt, sind Pelletheizungen mit Wochentanks eine Möglichkeit. Sie können dann die Pellets in Säcken und/oder auf Paletten kaufen und brauchen deutlich weniger Platz. Allerdings müssen Sie den Tank der Heizung dann etwa einmal pro Woche von Hand befüllen.

3.4. Wie viel Platz braucht man für die Lagerung der Pellets?

Natürlich kostet jede Anlieferung Geld. Sie sollten deshalb genügend Pellets lagern können, damit das Befüllfahrzeug so selten wie möglich kommen muss. Das Deutsche Pelletinstitut empfiehlt eine Lagerfläche für das 1,5-Fache der benötigten Jahresmenge an Pellets. Wie viel das ist, hängt natürlich von den individuellen Gegebenheiten vor Ort ab. Als Faustregel gilt aber:
Pro Kilowatt Heizlast brauchen Sie mindestens 0,9 Kubikmeter Lagerplatz.

Bei einer Holzpelletheizung für ein Einfamilienhaus sollte man bis zu zehn Tonnen Pellets lagern können. Damit ist ein wirtschaftliches Intervall für die Anlieferung möglich. Für diese Menge werden etwa 10 m² Grundfläche inklusive Heizungsanlage benötigt.

Viele weitere nützliche Infos zur Lagerung von Pellets finden Sie im ausführlichen PDF des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes e.V. Sie können dieses eBook hier herunterladen.

Außerdem haben wir diesem Thema noch einen eigenen ausführlichen Artikel gewidmet. Sie finden ihn hier.

3.5. Kann ich eine Pelletheizungen mit Solarthermie oder anderen Wärmesystemen kombinieren?

Ja, das ist durchaus machbar. Eine Pelletheizung kann sowohl mit klassischen Wärmesystemen als auch mit regenerativen Systemen wie der Solarthermie. Die Voraussetzung ist jedoch ein Kombispeicher. Dort speisen alle genutzten Systeme ihre Wärme ein, die dann je nach Bedarf genutzt werden kann.

4. Wie finde ich die passende Firma für die Installation einer Pelletheizung?

Bei großen Anschaffungen wie dem Kauf einer neuen Heizung ist ein guter Partner ganz entscheidend. Mit diesen drei grundlegenden Tipps erkennen Sie schneller, ob eine Firma Erfahrung hat und professionell arbeitet:

  1. Erreichbarkeit und Pünktlichkeit: Achten Sie darauf, dass die Firma leicht erreichbar und pünktlich ist. Das sind immer gute Hinweise auf einen professionellen Betrieb. Lassen sie sich schnell die Handynummer geben, das erleichtert die Kontaktaufnahme.
  2. Kompetenz: Hat der Fachbetrieb eine eigene Webseite? Was für einen Eindruck macht die Seite auf Sie? Fragen Sie außerdem konkret nach der Fachkompetenz: Haben Mitarbeiter des Betriebs fachspezifische Schulungen zur Pelletheizung durchlaufen? Die Auslegung, Installation und Einstellung der Pelletheizung sollte von einer Fachperson erfolgen.
  3. Referenzen: Kann der Betrieb Ihnen Referenzanlagen nennen? Das zeigt Professionalität und Sie erhalten die Möglichkeit, eine Anlage eines früheren Kunden zu besichtigen. Außerdem bietet der Kontakt zu Betreibern immer Vorteile. Gerade im laufenden Betrieb, bei Fehlern oder anderweitigen Problemen sind Menschen mit Erfahrungen im Betrieb eine große Hilfe.

4.1. Woran erkenne ich eine gute Vor-Ort-Beratung?

Am Anfang der Beratung steht immer die Erfassung der gesamten Immobilie durch den Fachbetrieb. Schließlich sind die Bedingungen vor Ort ganz entscheidend dafür, welches Heizsystem für Sie geeignet ist und wie es geplant werden muss. Zu folgenden Punkten braucht der Betrieb Informationen, um Ihnen die Anlage korrekt auslegen zu können:

  • Wie ist der energetische Zustand des Hauses?
  • Wie hoch ist der Energie- und Heizbedarf?
  • Wie gut ist das Objekt gedämmt?
  • Welches Nutzungsverhalten haben die Bewohner? (zum Beispiel sehr hohe oder niedrige Wohntemperaturen, nachts geöffnete Fenster etc.)

Pelletheizungen werden gerne auch mit Solarthermieanlagen kombiniert. Dadurch wird die Heizung entlastet und auf Dauer günstiger. Wenn so etwas für Sie interessant ist, lassen Sie sich ruhig verschiedene Möglichkeiten erklären, wie die Anlage geplant werden kann. Nur dann können Sie wirklich das System wählen, das zu Ihnen passt.

Außerdem sollten bei der Vor-Ort-Beratung folgende Fragen geklärt werden:

  1. Ist genug Platz für den Kessel und das Pelletlager vorhanden? (Die Fachfirma kann verschiedene Lager- und Förderkonzepte vorschlagen. Stichpunkte hierfür sind: Förderschnecke oder Saugsystem, Entfernung zum Nachfüllen, Sacksilo im Garten als Alternative zum Lager im Keller.
  2. Ist der Schornstein groß genug und ruß- sowie feuchtigkeitsbeständig?
  3. Geht der Berater auf mehrere Hersteller mit ihren Vor- und Nachteilen ein?
  4. Ist die Finanzierung Teil der Beratung?
  5. Werden Förderungen mit in die Planung einbezogen?

Nur wenn diese Fragen zu Ihrer Zufriedenheit geklärt sind, können Sie eine fundierte Entscheidung treffen.

4.2. So prüfen Sie die Angebote für die Pelletheizung

Auch wenn es Zeit kostet, sollten Sie sich immer Kostenvoranschläge von mehreren Firmen einholen. Nur so gewinnen Sie den richtigen Überblick und können Angebote gut vergleichen. Damit Ihnen das leichter fällt, haben wir hier einige Punkte zusammengestellt, auf die Sie achten sollten:

1. Sind alle Komponenten aufgeführt? Um die Kosten und den Arbeitsaufwand realistisch einschätzen und vergleichen zu können, müssen natürlich alle benötigten Komponenten berücksichtigt sein. Dazu gehören:

  • der Pelletkessel
  • der Brenner
  • die Heizungsregelung
  • Ascheladen und Austragungssysteme
  • Boden- und Rohrisolierungen
  • Anschlüsse
  • eventuell Pufferspeicher und dazugehörige Komponenten
  • Montagekosten
  • Kosten einer Schornsteinsanierung (falls nötig)

2. Enthält das Angebot Datenblätter der Komponenten? Falls nicht: Erhalten Sie die Datenblätter auf Nachfrage? Werden Ihnen Betriebs- und Wartungsanleitungen bereitgestellt? Sind Angaben zur Leistung und zu den Emissionswerten vorhanden?

3. Mit diesen Angaben können Sie einzelne Kessel vergleichen:

  • Kann der Kessel ohne Probleme in den Heizraum transportiert werden? (Größe beachten!)
  • Besitzt der Kessel gute Verbrennungseigenschaften?
  • Hat er eine verbrennungsregelnde Lambdasonde?
  • Erfolgt die Zündung automatisch?
  • Wie ist die Rückbrandsicherung umgesetzt? (Diese verhindert, dass das Feuer im Kessel auf die Pellets in der Zuführung und damit auch auf das Pelletlager überspringen kann. Mögliche Rückbrandsicherungen sind Fallstufen, Rückbrandklappen oder Löschwasservorrichtungen.)

4. Vergleichen Sie auch die Ascheentsorgung! Gibt es eine automatische Entaschung oder ist eine manuelle Entaschung erforderlich? In welchen Abständen ist dies notwendig? Wenn Sie die Asche manuell entnehmen müssen, sollte der Kessel mit senkrechten Zügen ausgestattet sein.

5. Nicht zu vernachlässigen: die Garantie! Welche Bestimmungen gibt es zur Garantie? Manchmal kann dieser Punkt den Unterschied zwischen zwei gleichwertigen Angeboten machen.

6. Unterschiede bei der Rechnungsstellung und den Zahlungskonditionen: Auch bei den Kosten gibt es große Unterschiede, sodass Sie genau hinschauen sollten:

  • Werden Montage- und Anfahrtskosten aufgeführt? (Wenn nicht, dann kann es später zu bösen Überraschungen in Form von unerwarteten Kosten kommen.)
  • Wie werden die Kosten aufgeschlüsselt? Werden Mannstunden gesondert oder pauschal berechnet? Wie viele Stunden werden nach welchem Satz veranschlagt? Wird eine Inbetriebnahmepauschale verlangt? Sind Kosten von Inbetriebnahme, Einweisung und Übergabe gesondert aufgeführt?
  • Wird eine Vorauszahlung fällig? Es ist nicht unüblich, einen Teil der Rechnung schon im Voraus zu bezahlen. Zu hohe Vorauszahlungen sind aber nicht seriös. Verlangen Sie bei geforderten Vorauszahlungen Sicherheiten.
  • Welche Zahlungsfrist ist festgelegt? Meist ist ein Zeitraum von mehreren Wochen möglich. Dadurch reduziert sich unnötiger Zahlungsdruck.

Sie können die Angebote übrigens auch von einem Energieberater oder einer Verbraucherzentrale prüfen lassen. So gehen Sie auf Nummer Sicher, was bei einer großen Anschaffung wie einer Heizung ja nicht so schlecht ist.

4.3. Was ist bei der Inbetriebnahme und Wartung der Pelletheizung zu beachten?

Die Inbetriebnahme ist wichtig und sollte mit ausreichend Zeit eingeplant werden. Der Fachmann sollte mit Ihnen die notwendigen Handbücher durchgehen (Inbetriebnahme, Außerbetriebnahme, Regelung, Behebung von Fehlern) und Sie in den Betrieb der Anlage einweisen. Lassen Sie sich die sachgerechte Inbetriebnahme der Heizung bestätigen, wenn Ihnen das Inbetriebnahmeprotokoll oder Abnahmeprotokoll übergeben wird. Außerdem sollten Sie sich das Protokoll aller durchgeführten Messungen (Emissionswerte und Temperaturen) geben lassen, falls das nicht Teil des Inbetriebnahmeprotokolls ist. Diese Protokolle sind für eventuelle Garantieansprüche wichtig.

4.4. Welche Dokumente brauche ich, um Fördergelder bei der BAFA zu beantragen?

Dem Thema Kosten und Förderungen haben wir hier einen eigenen Artikel gewidmet. Trotzdem haben wir Ihnen hier schon einmal die wichtigsten Infos zu den notwendigen Unterlagen zusammengestellt, die Sie beim Antrag mit abgeben müssen:

  • Sie müssen eine Fachunternehmererklärung beifügen. Diese enthält Angaben zum Installationsunternehmen, zum Standort der Anlage und Details zur Anlage selbst (Inbetriebnahmedatum, Herstellerangaben und Typbezeichnungen, Nennwärmeleistung, Wirkungsgrad, Volumen des Pufferspeichers, Abgaswerte).
  • Auch die Rechnung des Handwerkers müssen Sie mit abgeben.
    • Und Sie brauchen einen Nachweis, dass an der Anlage ein hydraulischer Abgleich durchgeführt worden ist.

Die BAFA-Förderung gilt nur für Pelletheizungen im Bestandsbau. Genauere Infos zum Thema Förderung haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

5. Heizleistung und Komfort: Welche Pelletheizung sollte ich kaufen?

Es gibt eine Vielzahl von Anbietern auf dem Markt, die Pelletheizungen mit unterschiedlichen Merkmalen herstellen. Was genau Sie brauchen, hängt von den Gegebenheiten Ihres Gebäudes und von Ihren Wünschen ab. Diese Aspekte sollten Sie sich allerdings genauer anschauen:

5.1. Wie groß muss die Heizung dimensioniert sein?

Um diese Frage zu beantworten, ist eine Wärmebedarfsrechnung erforderlich. Diese wird vom Energieberater oder Heizungsinstallateur durchgeführt und ist zwingend nötig, um den Wärmebedarf und die Kesselnennleistung Ihres Hauses zu ermitteln. Es wäre definitiv falsch, den Pelletkessel „sicherheitshalber“ größer auszulegen. An dieser Stelle kommt Ihre Fachfirma um genaue Berechnungen nicht herum, lassen Sie sich also gut beraten.

5.2. Komfort der Anlage: automatische Zuführung und Reinigung

Viele Pelletheizungen verlangen vom Nutzer fast gar keinen Aufwand mehr. Es gibt aber auch Modelle, bei denen man hin und wieder Hand anlegen muss, um zum Beispiel einen Vorratsbehälter zu füllen. Unterschiede im Komfort bestehen vor allem in der Zuführung (vollautomatische oder halbautomatische Pelletheizungen) und in der Reinigung (manuelle oder automatische Reinigung). Auch bei der Ascheentleerung gibt es Unterschiede:

5.2.1. Vollautomatische oder halbautomatische Pelletheizung?

Bei einer vollautomatischen Pelletheizung werden die Pellets direkt aus dem Lagerraum in die Heizung befördert. Dafür sorgen Förderschnecken und/oder Saugvorrichtungen. Halbautomatische Pelletheizungen haben dagegen einen Vorratsbehälter, der händisch gefüllt werden muss. Üblicherweise hält er für etwa eine Woche. Diesen Behälter müssen Sie also im Durchschnitt einmal wöchentlich mit Pellets füllen, damit die Heizung danach genügend Brennstoff hat (Quelle: https://www.eccuro.com/artikel/229-pelletheizung-mit-wochenbehaelter-spart-platz ).

Vollautomatische Modelle sind natürlich deutlich komfortabler. Halbautomatische Systeme können aber günstiger sein. Das gilt besonders dann, wenn der Lagerraum weit vom Heizungsstandort entfernt ist. Auch bei geringem Platzangebot können halbautomatische Pelletheizungen die bessere Wahl sein. Hier genügt es nämlich, immer einen Monatsvorrat zu lagern. Sie können Pellets für diesen Zweck in Säcken und/oder auf Paletten bestellen. Die Lagerfläche muss also weniger Anforderungen an die Größe und Gegebenheiten erfüllen.

5.2.2. Automatische oder manuelle Reinigung beim Pelletkessel?

Bei der Verbrennung der Holzpellets entsteht natürlich Asche. Diese setzt sich teilweise am Wärmetauscher und dem Brenner ab. Damit weiterhin eine gute Wärmeübetragung garantiert ist, müssen Brennraum und Wärmetauscher von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Dies kann manuell oder automatisch erfolgen. Die eingebaute automatische Reinigung erhöht natürlich den Preis der Pelletheizung, ist dafür aber komfortabler und garantiert einen ständig optimalen Wirkungsgrad.

5.2.3. Ascheverdichter für Ihre Pelletheizung?

Mit einem Ascheverdichter können Sie den Komfort Ihrer Pelletheizung noch weiter erhöhen. Normalerweise müssen Sie die Asche je nach Modell alle ein bis vier Wochen entfernen. Ein Ascheverdichter kann jedoch sehr viel mehr Asche speichern, sodass Sie nur etwa ein- bis zweimal im Jahr Hand anlegen müssen.

5.3. Wie viel Asche entsteht beim Brennen der Pellets?

Die Verbrennung erfolgt beim Heizen mit Holzpellets in drei Stufen:

  1. Die Holzpellets werden bei etwa 150 °C getrocknet, sodass die restliche Feuchtigkeit verdampft.
  2. Bei 150 °C bis 600 °C werden die brennbaren Bestandteile der Holzpellets in gasförmige Verbindungen umgewandelt. Das sind zum Beispiel Kohlenmonoxid (CO) und Kohlenwasserstoff-Verbindungen. Diesen Vorgang nennt man Pyrolyse.
  3. Bei 400 °C bis 1300 °C verbrennen diese freigesetzten Gase unter Sauerstoffzufuhr und liefern dabei Wärmeenergie. In dieser Phase erfolgt die eigentliche Verbrennung und die Gewinnung von Wärme für das Heizen.

Übrig bleibt nach diesen drei Schritten nur noch ein wenig Asche. Etwa 0,4 bis 0,5 % der zum Heizen verwendeten Menge an Pellets bleibt in Form von Asche übrig. Pro Tonne verbrannter Pellets fallen also etwa 40 bis 50 Kilogramm Asche an. Diese wird in einem Aschebehälter aufgefangen. Wer den Aschebehälter selten entleeren möchte, sollte also darauf achten, dass dieser ein relativ großes Volumen aufweist. Ein Ascheverdichter verlängert die Zeit zwischen dem Entleeren noch einmal deutlich.

5.4. Wie hoch sollte der Wirkungsgrad der Pelletheizung sein?

Der vom Hersteller angegebene Kesselwirkungsgrad sollte über 90 % liegen. Die Unterschiede in den Wirkungsgraden einzelner Fabrikate sind über diese Grundregel hinaus nicht unbedingt der wichtigste Parameter. Überbewerten Sie diese Angaben also nicht. Der Nutzungsgrad wird in erster Linie durch die Einstellung des Pelletkessels zum Brennstoff und durch die optimale Einbindung in das Heizungssystem beeinflusst. Entscheidender als Details im angegebenen Wirkungsgrad ist also eine gute Planung und professionelle Installation.

6. Wie werden Pellets eigentlich hergestellt, gelagert und geliefert?

Die Geschichte des Heizens mit Pellets begann in den frühen 80er Jahren in Kanada und den USA. Seit den 90er Jahren breitete sich diese Methode vermehrt in Skandinavien aus. Seit 1999/2000 finden Holzpelletheizungen auch vermehrt in Deutschland ihre Liebhaber.

Zum allergrößten Teil bestehen die Pellets aus Restholz, also aus Sägemehl, Holzspänen oder Waldrestholz, das nicht anderweitig verwertet werden kann.

Für eine Tonne Pellets werden etwa 6 bis 8 m³ Holzspäne benötigt. Und so werden daraus Pellets:

  • Zunächst werden diese Späne auf einen Gehalt von 8 bis 12 % Restfeuchte getrocknet.
  • Dann zerkleinert man die Holzreste auf eine Größe von 4 bis 6 mm.
  • Schließlich geht es ans Pressen. Das im Holz enthaltene natürliche Lignin wird beim Pressen durch Druck und Wärme klebfähig und verklebt die Zellulosefasern des Holzes ganz ohne chemische Bindemittel. Um die Stabilität der Pellets zu stärken, können bis zu 2 % Stärke, Mehl oder ähnliche Presshilfmittel beigefügt werden. Normalerweise werden höchstens 0,5 % solcher Presshilfmittel beigefügt.
  • In einem Gerät, das ähnlich wie ein Fleischwolf oder eine Nudelpresse funktioniert, wird die Mischung dann gepresst und auf die gewünschte Länge abgeschnitten. Das Material erhitzt sich beim Pressen. Danach wird es abgekühlt und dadurch gehärtet.

pelletsDie Qualität der Pellets wird durch die DIN 51731 bzw. die „DIN plus“ gesichert. Achten Sie auf entsprechende Kennzeichnungen, wenn Sie Sackware kaufen!
Hier einige technische Angaben zum Heizwert und anderen Daten der Pellets:

  • Heizwert ca. 5kWh/kg. Damit entsprechen 1 kg Pellets etwa 0,5 l Heizöl.
  • Durchmesser: 6 bis 8 mm
  • Länge: 4 bis 45 mm
  • Aschegehalt: < 0,5 %
  • Restfeuchte: < 10 %
  • Schwefelgehalt: < 0,04 %
  • Stickstoffgehalt: < 0,3 %
  • Chlorgehalt: < 0,002 %
  • Abrieb: max. 2,3 %

Unter Abrieb versteht man den Feinanteil der Pellets, also kleinste Teilchen und Staub. Da diese nicht verbrannt werden können, gehen sie effektiv verloren. Deshalb gibt es strenge Grenzwerte: Ein Silofahrzeug darf nach dem Beladen höchsten 1 % Abrieb enthalten. Nach dem Einblasen in das Lager oder den Tank beim Endkunden dürfen höchstens 2,3 % Abrieb enthalten sein.

Eine Prallschutzmatte aus Gummi verringert beim Einblasen ins Lager das Zerbrechen der Pellets und damit auch den Abrieb

Nach der Herstellung werden die Pellets gesiebt und in Silos zwischengelagert. Von dort werden sie (nach einem weiteren Siebvorgang) entweder in Säcke verpackt oder in einen Tankwagen abgefüllt, der zum Endkunden fährt. Vom Tankwagen aus können mit Schläuchen etwa 30 Meter bis zum Pelletlager des Kunden überbrückt werden. Die Pellets werden dann ganz unkompliziert in den Tank eingeblasen.

Ausführliche Tipps zu den Lagermöglichkeiten von Pellets bei Ihnen zu Hause finden Sie hier.

7. Wie erfolgt die Wartung einer Pelletheizung beziehungsweise eines Pelletkessels?

Wie die meisten Heizungen braucht auch ein Pelletkessel eine regelmäßige Wartung. Empfohlen ist die Wartung einmal pro Jahr. Die Abstände und die einzelnen Wartungsaufgaben können sich je nach Modell etwas unterscheiden. Beachten Sie deshalb die Wartungshinweise der Hersteller.

Ein Wartungsvertrag ist in jedem Fall sinnvoll. Meist werden folgende Arbeiten vorgenommen:

  • Prüfung der Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte
  • Prüfung des Heizkreislaufs
  • Prüfung der Druckverhältnisse
  • Prüfung weiterer vorhandener Wärmeerzeuger (zum Beispiel der Solarthermieanlage)
  • Reinigung des Schornsteins
  • Austrag der anfallenden Asche

Zusätzlich müssen Sie selbst einige Maßnahmen zur Wartung Ihrer Pelletheizung treffen:

AufgabeZeitraum
Entfernung der Aschealle 1 bis 4 Wochen (bei einem Ascheverdichter nur 1x bis 2x im Jahr)
Brennraum-Reinigung (per Staubsauger)alle 4 bis 6 Wochen
Wartung durch einen Fachmannjährlich
Reinigung des Lagerraumsjährlich (am besten kurz nach der Heizperiode)

Die Reinigung des Brennraums erfolgt einfach mit einem Staubsauger. Damit werden Rückstände und feine Aschereste einfach und schnell beseitigt.

Die Reinigung des Pelletlagers sollte einmal pro Jahr durchgeführt werden. Der beste Zeitraum ist kurz nach der Heizperiode, denn jetzt ist das Lager fast leer. Räumen Sie die verbliebenden Pellets nach draußen, damit Sie gründlich sauber machen können. Zum Reinigen gehen Sie einfach mit einem Besen vor und säubern den Lagerraum und die Fördereinrichtung gründlich vom Abrieb der Pellets. Falls Sie Schäden an den Wandoberflächen finden, können Sie diese jetzt problemlos ausbessern, bevor die neue Ladung Pellets kommt.

Lüften Sie das Pelletlager gründlich durch, bevor Sie es betreten, und tragen Sie eine Staubmaske (FFP2-Maske)!

8. Welche Vorschriften gelten für eine Pelletheizung?

Die folgende Tabelle führt die wichtigsten Gesetze auf, die aktuell für die Planung einer Pelletheizung relevant sind:

GesetzRegelt bei der Pelletheizung …
Bundeimmisionsschutzverordnung (BImSchV)Die Bundesimmisionsschutzverordnung regelt die Grenzwerte für Emissionen (Abgase und Feinstaub) von Heizungsanlagen.
• Aktuelle Pelletheizungen dürfen danach nur 0,25 Gramm Kohlenmonoxid (CO) pro Kubikmeter ausstoßen.
• Bei Staub liegt die obere Grenze für wassergeführte Pelletöfen bei 20 mg pro m³, für luftgeführte Pelletheizungen bei 30 mg pro m³.
Moderne Pelletkessel und Pelletöfen erfüllen diese Anforderungen ohne Probleme.
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)Das EEWärmeG ist seit 2009 in Kraft und schreibt vor, dass bei Neubauten über 50 m² Wohnfläche ein gewisser Anteil an erneuerbaren Energien zum Heizen genutzt werden muss. Mit einer Pelletheizung erfüllen Sie diese Vorgaben komplett.
Nur in Baden-Württemberg:
Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG)
In Baden-Württemberg gilt zusätzlich zum EEWärmeG auch das EWärmeG. Es schreibt die Nutzung von erneuerbaren Energien zum Heizen auch bei Bestandsbauten vor. Wenn Sie also in einem Altbau die Heizung austauschen, muss ein bestimmter Anteil der neuen Heizenergie aus erneuerbaren Quellen stammen.
Energieeinsparverordnung (EnEV)Die Energieeinsparverordnung gilt für Neubauten und für die Sanierung von Gebäuden. Das Ziel ist es, den Energiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung zu senken und damit bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Um dies zu erreichen, sieht die EnEV bauliche Vorschriften vor (zum Beispiel zur Wärmedämmung). Wichtigste Messgröße der EnEV ist der Jahresprimärenergiebedarf. Darunter versteht man die Energiemenge, die für die Beheizung und Warmwasserbereitung gebraucht wird.
EU-Norm 14961-1In dieser Norm sind europaweit einheitliche Vorschriften und Anforderungen an die Qualität von Pellets geregt. Damit werden hochwertige Pellets für die Verbraucher garantiert. Die EU-Norm regelt zum Beispiel den Asche-, Feuchtigkeits- und Schadstoffgehalt. In Deutschland existieren zwei Gütesiegel, die auf der EU-Norm aufbauen: DINplus und Enplus. Für Endverbraucher ist die höchste Qualitätsstufde A1 gedacht. Hier darf der Aschegehalt höchstens 0,7 % betragen und für die Herstellung dürfen keine Vollbäume und natürlich kein Altholz verwendet werden (Quelle: https://www.tab.de/news/tab_Europaeische_Norm_EN_14961_1265330.html).
Feuerungsverordnung (je nach Bundesland unterschiedlich)In der Feuerungsverordnung (FeuVo) werden Anforderungen an Einbau und Technik von Pelletheizungen vorgeschrieben. Auch die Beschaffenheit von Heizraum und Kamin sind in der FeuVo geregelt.
BundeswaldgesetzZiel des Bundeswaldgesetzes ist die Erhaltung des Waldes in Deutschland und die Förderung der Forstwirtschaft. Das Bundeswaldgesetz stellt daher Anforderungen an die Forstwirtschaft (Erhaltung und Aufforstung des Waldes), die bei der Herstellung von Pellets berücksichtigt werden müssen.

FAQ - Häufig gestellte Fragen in Kürze

  • checkWie funktioniert eine Pelletheizung?

    Bei einer Pelletheizung werden gepresste Holzstückchen (Pellets) verbrannt. Ein Fördersystem bringt die Pellets automatisch zum Heizkessel. Die dort entstehende Wärme wird dann im Haus verteilt. Eine Pelletheizung unterscheidet sich in der Bedienung kaum von einer Gas- oder Ölheizung.

  • checkWas ist der Unterschied zwischen Pelletheizung und Pelletofen?

    Eine Pelletheizung (auch Pelletkessel genannt) ist als Zentralheizung für das ganze Haus gedacht und erhitzt auch das Warmwasser. Sie steht deshalb meist im Keller oder in einem Wirtschaftsraum. Ein Pelletofen steht dagegen im Wohnraum und heizt diesen gezielt. Die Warmwasserbereitung ist mit einem Pelletofen meist nicht möglich. Dafür bekommen Sie aber eine romantische Atmosphäre im Wohnzimmer.

  • checkWoraus bestehen Pellets?

    Pellets werden zum größten Teil aus Sägemehl, Holzspänen und krummen Holzstücken hergestellt, die als Rest in Sägewerken anfallen. Diese werden getrocknet und gepresst. Eigenschaften der Pellets werden hier aufgeführt.

  • checkIst eine Pelletheizung umweltfreundlich?

    Da Holzpellets aus einem nachwachsenden Rohstoff bestehen, sind sie sehr viel umweltfreundlicher als Gas, Öl oder andere fossile Brennstoffe. Außerdem gilt das Heizen mit Pellets als CO2-neutral. Es wird nämlich nur die Menge Kohlendioxid freigesetzt, die der Baum beim Wachsen eingelagert hatte. Außerdem bestehen bei Pellets (anders als zum Beispiel bei Öl) keine Transportrisiken für die Umwelt. Da Pellets meist in der Region produziert werden, fallen auch keine großen Transportwege an. Mehr Vorteile sind hier zu finden.

  • checkWo kann ich Pellets lagern?

    Sie können in einem kleinen Raum im Keller ein Pelletlager einrichten oder sich einen Kunststofftank oder ein Sacksilo in den Keller stellen. Alternativ kann auch ein Tank im Garten aufgestellt oder vergraben werden.

Geschrieben von: Jascha Schmitz , 03. Juni 2021


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