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Viele Strom- und Gasanbieter haben pünktlich zum Jahreswechsel ihre Preise deutlich verteuert. Als Grund geben die Anbieter die erhöhten Beschaffungspreise an, doch nicht jedes Unternehmen hat an der Preisschraube gedreht, so können Sie bei einem Anbieterwechsel hunderte Euro im Jahr sparen.

Eine leuchtende Glühbirne auf einem Holztisch
Mit der Erhöhung der Strom- und Gaspreise vieler Anbieter sollte auch den bequemsten Menschen ein Licht aufgehen – ein Anbieterwechsel lohnt sich! Bildquelle: Free-Photos / Pixabay

Laut Studien des Vergleichsportals Verivox haben insgesamt 218 Stromversorger zu Anfang 2019 ihre Preise angehoben. Im Schnitt verlangen sie 4 bis 5 Prozent mehr, wobei die Preiserhöhungen von Bundesland zu Bundesland variieren. Auch bei Gas schlagen die Anbieter deutliche Preiserhöhungen auf.

224 der insgesamt 710 Grundversorger haben dieses Jahr ihre Preise um durchschnittlich 7,7 Prozent erhöht. Ein guter Teil der Strom- und Gasanbieter ließ die Preise jedoch unangetastet, von daher lohnt sich ein Anbieterwechsel mehr denn je. Auch können wechselwillige von den lukrativen Angeboten für Neukunden zusätzlich profitieren.

Konkret sorgen die gestiegenen Kosten für Strom und Gas dafür, dass ein betroffener Familienhashalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden 55 Euro mehr pro Jahr ausgeben muss. Beim Gas betragen die Mehrkosten bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden sogar 111 Euro.

Auch variieren die Preise von Anbieter zu Anbieter und besonders Bürger, die noch Strom und Gas über die Grundversorgung beziehen, zahlen deutlich mehr.

1. So wechseln Sie Ihren Anbieter

Das Wechseln ihres Versorgers bei Strom und Gas ist leichter als gedacht und kann innerhalb einer halben Stunde vollzogen werden. Hier lesen Sie die wichtigsten Schritte im Überblick:

  1. Informieren
    Über die bekannten Vergleichsportale erhalten Sie schnell einen Überblick über die günstigsten Tarife in Ihrer Umgebung. Auch Ökostromanbieter lohnen sich immer mehr. Stellen Sie eine Auswahl der drei bis fünf besten Angebote zusammen und recherchieren Sie zusätzlich im Internet nach der Kundenzufriedenheit, um böse Überraschungen zu vermeiden.
    Wenn Sie mit Ihrem aktuellen Anbieter zufrieden sind, können Sie diesen natürlich auch anrufen und nach besseren Vertragskonditionen fragen. Viele Unternehmen gehen auf derartige Anfragen ein, um Kunden zu halten.
  2. Vertrag abschließen
    Wenn Sie einen guten Tarif gefunden haben, können Sie schon über das Internet einen Vertrag abschließen. Achten Sie allerdings darauf, dass die Vertragslaufzeit nicht 12 Monate überschreitet, damit Sie bei einem Preisanstieg des neuen Anbieters schnell wechseln können.
  3. Kündigen
    In den meisten Fällen übernimmt der neue Versorger die Kündigung ihres alten Strom- oder Gasvertrages, doch können Sie auch selbst kündigen. Beispielsweise lässt sich der Vertrag bei RWE schriftlich Kündigen . Die selbstständige Kündigung kann Ihnen auch einen Verhandlungsbonus bringen, sofern Sie mit Ihrem aktuellen Anbieter die Preise nachverhandeln möchten.

Sollte bei dem Abschluss eines neuen Vertrages etwas schiefgehen und sie über einen gewissen Zeitraum über keinen Strom- oder Gasanbieter verfügen, dann werden Sie von der Grundversorgung abgefangen. Zwar zahlen Sie hierfür einen erhöhten Preis, laufen aber nicht Gefahr, am Ende ohne Strom oder Gas dazustehen.

2. Was sind die Gründe für die Preiserhöhungen?

Laut Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) sind die Beschaffungskosten für Strom und Gas seit 2016 um 50 Prozent gestiegen. Die Beschaffungskosten machen in etwa 25 % der Gesamtkosten aus. Der Rest verteilt sich auf Steuern, Umlagen etc. Ein Grund für die erhöhten Beschaffungskosten ist der Preisanstieg des Erdöls. Zwar hat das Öl im direkten Sinne wenig mit der Strom- und Gasversorgung zu tun, doch steigen in der Regel auch die Börsenpreise für Gas und Kohle, sobald das Erdöl teurer wird.

Verbraucherschützer kritisieren die Preiserhöhungen. Zwar seien die Marktpreise für Gas und Strom höher im Vergleich zu den vergangenen Jahren, jedoch geben die Anbieter auch Preisnachlässe selten an die Endverbraucher zurück.

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