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Nicht nur die Sonne schenkt uns Energie, welche durch Solartechnik elektrisch nutzbar gemacht werden kann, auch Regen lässt sich als Ressource nutzen, wenn er effektiv aufgefangen und abgeleitet wird. Dachflächen bieten sich besonders zum auffangen von Regenwasser an.

Jeder Bundesbürger verbraucht am Tag im Durchschnitt 127 Liter Trinkwasser. 40 Liter davon gehen alleine für die Toilettenspülung die Rohr runter. Die steigenden Preise für Trink- und Abwasser sind den immer höheren Aufbereitungsverfahren geschuldet. Dabei kann man sich als Haus oder Wohnungsbesitzer durchaus ein wenig Autark von der öffentlichen Wasserversorgung machen: Mit der Sammlung und Nutzbarmachung von Regenwasser.

1. Hochwasser und Überschwemmungen vermeiden

Starker Regenfall kann zu zahlreichen Problemen führen. Hochwasser, Überschwemmungen oder volllaufende Keller sind meist fehlenden Ablaufmöglichkeiten geschuldet. Auch der immer höhere Anteil an versiegelten Flächen spielt hierbei eine Rolle.

Eine richtig dimensionierte Ablaufmöglichkeit ist daher unabdingbar um Schäden durch Regen zu vermeiden. Kleinere und größere Schäden lassen sich also durch ein durchdachtes Regenwasserkonzept durchaus vermeiden. Wenn bei der Flächenplanung an die anfallenden Wassermassen gedacht wird, sollte es im Anschluss eigentlich kaum zu Niederschlagsbedingten Problemen kommen.

1.1. Diverse Auffang- und Speichermöglichkeiten

Zunächst geht es einmal um das möglichst effektive Auffangen des Regenwassers. Hier spielen Dachgröße und Neigung eine maßgebliche Rolle. Ein Schräges Dach ist in vielen Fällen eine besonders gute Ausgangslage, dennoch können durchaus auch Pult- oder Flachdächer zum Auffangen von Regenwasser genutzt werden.

Es gibt eine Menge Möglichkeiten Wasser zu sparen. Ein Wasserspeicher ist eine effektive Methode vorhandenes Regenwasser zu speichern und nutzbar zu machen. Dabei kann man nicht nur bares Geld sparen sondern auch auf simple Art und Weise einen Teil zum Umweltschutz beitragen. Dieses gesammelte Wasser kann anschließend je nach Bedarf für verschiedene Tätigkeiten genutzt werden.

  • zur Gartenbewässerung
  • zum Duschen
  • Waschen
  • oder aber nach einer Aufbereitung sogar als Trinkwasser
  • Eine enorme Menge Trinkwasser könnte zudem eingespart werden, wenn konsequent alle Wasserverbraucher wie Toilette oder Waschmaschine Regenwasser nutzen würden.

1.1.1. Regentonne

Die einfachste Möglichkeit Regenwasser aufzufangen besteht darin, eine Regentonne zu nutzen. Wird diese unter einer Regenrinne positioniert, lässt sich das frische Regenwasser automatisch auffangen. Das Wasser aus der Tonne kann dann für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet werden. Wenn es ein wenig mehr Wasser sein soll und unter Umständen auch eine Regenwassernutzungsanlage installiert werden soll, sind diese gewöhnlichen Regentonnen schon fast zu klein.

1.1.2. Erdtank

Erdtanks haben den Vorteil, dass sie um ein Vielfaches mehr Wasser speichern können als eine Regentonne. Der Tank wird in der Regel im Garten unter der Erde verbaut und ist somit nicht sichtbar.

Mit einem genormten Revisionsschacht, einem Schacht DN 600 etwa, wird ein ordnungsgemäßer Zugriff auf den Tank ermöglicht. Je nach Dimensionierung des Tanks müssen eventuell andere Schachtgrößen verwendet werden.

1.1.3. Regenwassernutzungsanlage

Eine Regenwassernutzungsanlage besteht aus verschiedenen Komponenten. Diese können je nach Konzipierung dafür sorgen, dass das im Tank gespeicherte Regenwasser über entsprechende Verbindungen an das Wassernetz des Hauses angeschlossen wird. Diverse Wasserfilter können die Qualität des Regenwassers in unterschiedlicher Ausprägung verbessern, sogar eine Aufbereitung zu Trinkwasser ist denkbar.

Wer keine Gartenflächen zur Verfügung hat, kann den Tank unter Umständen auch problemlos im Keller installieren.

Für einen 4 Personenhaushalt muss man mit Gesamtkosten von etwa 4000 Euro rechnen um eine solche Anlage zu realisieren. 

1.2. Unterschätztes Potential Dachflächen

Dachflächen beinhalten oft ein unterschätztes Potential. Viele Dachflächen werden zwar begrünt oder mit Solarkollektoren ausgestattet, die optimale Ausnutzung der Fläche hinsichtlich des regen Auffangens jedoch bleibt meist außen vor. Dabei haben besonders begrünte schräge Dächer immenses Potential hinsichtlich der Regenwassernutzung. Hier fallen kaum Schadstoffe und
Schmutzpartikel vom Dach gelöst und somit besonders sauberes Wasser aufgefangen. Entsprechend dimensionierte Tanks können bei Regenfall gefüllt werden und das gesammelte Wasser mit diversen Techniken unterschiedlich stark aufbereitet werden. Zum Gießen von Grünflächen ist nahezu keine Aufbereitung notwendig, die höchste Stufe der Aufbereitung stellt die Aufbereitung zu Trinkwasser dar.

Wie genau einzelne Konzepte dimensioniert werden hängt immer von der zur Verfügung stehenden Fläche und anderen beeinflussenden Faktoren ab. Letztlich kann man das vorhandene Regenwasser Potential entweder weitestgehend ausschöpfen, oder aber gänzlich auf dieses verzichten. Mit verhältnismäßig wenig Aufwand lassen sich jedoch interessante Projekte realisieren, mit denen eine Menge Regenwasser für eigene Zwecke verwendet werden kann.

Ein zusätzlicher, autarker Wasserspeicher kann zudem in Notsituationen die Versorgung mit Trinkwasser zumindest über eine gewisse Dauer sicherstellen. Wer über ungenutzte Dachflächen verfügt kann diese also durchaus mit in ein Regenwasserkonzept einbinden. Für welche Art der Regenwassernutzbarmachung man sich auch entscheidet, es muss immer ein schlüssiges Gesamtkonzept ergeben.

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