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Mit dem Begriff der Energiewende wird der schrittweise Umstieg der Energie- und Stromversorgung zu erneuerbaren Energien bezeichnet. Fossile Energieträger werden nach und nach abgelöst durch regenerative Energiequellen. Dazu gehören Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft, Geothermie sowie nachwachsende Rohstoffe. Die deutsche Bundesregierung hat bereits 2010 beschlossen, die Energiewende durch eine deutliche Reduktion der Emission von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 voranzutreiben. Von Kohle, Öl, Gas und Atomstrom will sich Deutschland langsam verabschieden. 

1. Definition und Überblick zum Ökostrom

Ökostrom bezeichnet aus regenerativen Energieträgern gewonnenen Strom. Der Ausbau von Solar, Wind- und Wasserkraftanlagen schreitet durch die Förderung seitens der Bundesregierung voran. Diese Art der Energienutzung soll die fossilen Energieträger wie Kohle und Erdgas ablösen. Diese sind natürlicherweise endlich, während regenerative Energien nach aktuellem Ermessen auf unbegrenzte Zeit für die Menschheit zur Verfügung stehen.

1.1. Über den Sinn eines Wechsels zu Ökostrom-Anbietern

Mit der Entscheidung für Ökostrom trägt jeder Verbraucher dazu bei, dass der generelle Strom-Mix einen immer höheren Anteil an Strom aus erneuerbaren Energiequellen enthält. Die steigende Nachfrage nach Ökostrom wird den Ausbau von Photovoltaik-, Wind- und Wasserkraftanlagen fördern. Fossile Energieträger werden damit Schritt für Schritt vom Markt gedrängt. 

Zudem tragen Ökostrom-Nutzer zur Reduktion von Treibhausgasen bei. Ökostrom führt zu keinem zusätzlichen CO2-Ausstoß. Damit wird längerfristig dem Klimawandel und der globalen Erwärmung entgegengewirkt. Jeder Nutzer verkleinert mit Ökostrom merklich seinen persönlichen CO2-Fußabdruck. Berechnungen zufolge kann der durchschnittliche 2-Personen-Haushalt mehr als eine Tonne CO2-Ausstoß jährlich vermeiden. 

2. Überblick zu Ökostrom-Anbietern 

Ökostrom-Anbieter und -tarife sind sehr vielseitig und erfordern einen sorgfältigen Vergleich. Verbreitung und Beliebtheit führen zu einem unübersichtlichen Markt, bei dem nahezu jeder Anbieter zusätzlich zu bisherigen Tarifen auch Ökostrom-Optionen im Programm hat. Daher stellt sich die Frage, welche Tarife sinnvoll sind. Allgemein sind solche Anbieter zu bevorzugen, die vorwiegend oder ausschließlich auf Ökostrom setzen. Nachhaltig orientierte Anbieter investieren ihren Gewinn anteilsmäßig in den Ausbau des Ökostrom-Versorgungsnetzes.

Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) spricht sich in seinen Empfehlungen für die Anbieter Lichtblick, Greenpeace Energy, Naturstrom und EWS-Schönau aus. In einem jüngeren Test des Portals Netzsieger konnte der Anbieter Grünwelt Energie ein gutes Ergebnis vorweisen. Insbesondere die zahlreichen Tarife für unterschiedliche Ansprüche wurden positiv hervorgehoben. 

2.1. Ökostrom nicht gleich Ökostrom: Zertifikate und Labels 

Zur Überprüfung von Ökostrom haben sich im Wesentlichen die Gütesiegel von fünf Anbietern durchgesetzt: das ok-power Label wird vom EnergieVision e.V. vergeben. Der Verein wurde von der WWF, der Verbraucherzentrale NRW e.V. sowie vom Öko-Institut e.V. gestartet. Das Zertifikat attestiert den Produkten einen zusätzlichen Umweltnutzen. 

Das System RECS wurde von 15 europäischen Staaten ins Leben gerufen. Besonderheit der Zertifikate von RECS ist, dass sie für jede Art von Stromproduktion gekauft werden können. Dies schließt fossile Energieträger und Atomstrom mit ein. Auch TÜV Nord und Süd nehmen Zertifizierungen vor. Ihre Qualitätsrichtlinien sind verglichen mit anderen Labels weniger streng.

Etwa 120 Anbieter bieten bundesweit Stromtarife mit dem GrünerStromLabel. Konzept hinter dem Label ist die Investition von mindestens 1 Cent pro zertifizierter Kilowattstunde in den Ausbau regenerativer Energien. 

Das Öko-Strom Label wird von der Landesgewerbeanstalt Bayern (LGA) vergeben. Das Gütezeichen liegt in den Varianten Öko-Strom (regenerativ) und Öko-Strom (effektiv). Letzteres sieht nur 25 Prozent erneuerbare Energien vor, während der Rest via Kraft-Wärme-Kopplung generiert werden muss. 

3. Ökostrom-Kosten

Im vergangenen Jahr handelte es sich bereits bei fast jeder dritten Kilowattstunde um Ökostrom. Dies entspricht einer Deckung von über 30 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Die voranschreitende Verbreitung hat günstiger werdende Tarife zur Folge. Ausgewiesene Ökostromtarife sind in vielen Fällen erschwinglicher als die Grundversorgung bei den örtlichen Stadtwerken. Entgegen der verbreiteten Annahme lässt sich mit dem Wechsel auf Ökostrom jährlich Geld sparen. Bei der Auswahl günstiger Anbieter helfen Online-Vergleichsplattformen.

4. Fazit

Ökostrom setzt auf Energiequellen, die dem Menschen eine unerschöpfliche Versorgung garantieren. Die Nutzung dieser regenerativen Quellen reduziert zudem den CO2-Ausstoß und leistet damit einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz. Damit dient Ökostrom auch den nachfolgenden Generationen. Überdies sind die Tarife oftmals günstiger als bestehende Standard-Angebote. 

Angesichts der zahlreichen Chancen des Ökostroms stehen dem nur wenige Nachteile gegenüber. Zwar sind die Verbrauchertarife oft günstig, doch ist der Ausbau der Anlagen mit hohen Kosten verbunden. Diese müssen staatlich gefördert werden, wobei ein großer Teil der Kosten im Rahmen der EEG-Umlage von den Verbrauchern getragen wird. Zudem ist zu berücksichtigen, dass manche Ökostrom-Arten wie Windkraft von Wetterbedingungen abhängig sind.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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