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Auf Solaranlagen-Portal.de konnte man sechs Wochen lang abstimmen: "Wie finden Sie die EEG-Reform-Pläne von Sigmar Gabriel und der Regierung?" Das Ergebnis steht jetzt fest und ist ziemlich eindeutig.

Die meisten Deutschen wollen die Energiewende und die Abkehr von Atomkraft. Aber nur wenn sie bezahlbar bleibt. Ausufernde Kosten, steigende EEG-Umlage und Strompreise: das will niemand. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel plant daher eine umfassende EEG-Reform. Was bedeutet das insbesondere für Photovoltaik? Der Solarstrom-Eigenverbrauch soll mit der EEG-Umlage belastet werden.

1. Eckpunkte der EEG-Reform

Laut der Webseite der Bundesregierung sind folgende Änderungen geplant:

  • Ausbaukorridor: durch die Novelle des EEG soll der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent steigen
  • Direktvermarktung: neue Erneuerbare-Energien-Anlagen müssen künftig ihren Strom direkt vermarkten
  • Förderung: Überförderungen werden abgebaut, Vergütungen abgesenkt und Boni gestrichen und der Umstieg der Förderung auf Ausschreibungen wird vorbereitet
  • Ausnahmen: ganze oder teilweise Befreiungen von der EEG-Umlage will die Bundesregierung auf energieintensive Unternehmen im internationalen Wettbewerb beschränken
  • Spezifische Regelung für die Solarenergie: jährlicher Zubau von 2.500 Megawatt bei Weiterführung des "atmenden Deckels"

2. "Wie finden Sie die EEG-Reform-Pläne von Sigmar Gabriel und der Regierung?"

Sechs Wochen wurde auf Solaranlagen-Portal.de über diese Frage abgestimmt. Die Umfrage-Ergebnisse sind eindeutig: 94% der Deutschen sind nicht mit den Reformplänen einverstanden.

Umfrage-Ergebnis zu Sigmar Gabriels EEG-Reformplänen

2.1. 94,92% der Deutschen sehen die Reformpläne kritisch

48,31% der Umfrage-Teilnehmer unterstreichen den oft gehörten Vorwurf, die Industrie würde bevorzugt. Denn die EEG-Reform sieht wieder großzügige Ausnahmen für die Industrie vor. Diese zwar eigentlich nur für "energieintensive" Unternehmen gedacht, zahlreiche Meldungen zeigen aber, dass dieser Begriff sehr dehnbar ist, und auch viele weitere Firmen in den Genuss der EEG-Umlage-Befreiung kommen. Und die EEG-Reformpläne scheinen daran nichts zu ändern.

Die Pläne der Bundesregierung sehen vor, dass die Besitzer neu installierter Photovoltaikanlagen verstärkt an der EEG-Umlage beteiligt werden, und zwar über den Eigenverbrauch. Dies finden 46,61% nicht gerecht. Denn selbst verbrauchter Solarstrom wird ja gar nicht eingespeist. Der Vorwurf vieler Kritiker: sollte der Eigenverbrauch - wenn auch nur anteilig - mit der EEG-Umlage belastet werden, sinkt die wirtschaftliche Attraktivität von Photovoltaikanlagen, was für die Branche eine Art Todesstoß wäre.

2.2. Nur 5% sind mit der neuen EEG-Reform einverstanden

Die Umfrage zeigt aber auch: eine Minderheit ist mit den Reformplänen einverstanden. Oberstes Ziel der neuen EEG-Reform ist nämlich, dass die Energiewende auch bezahlbar bleibt. 4,24% der Umfrage-Teilnehmer finden, dass dies durch die Pläne von Minister Gabriel erreicht werden kann. Aber weniger als 1% der Deutschen denken, dass dadurch auch die Strompreise sinken werden.

2.2.1. Diskutieren Sie mit!

Wie sind die Umfrage-Ergebnisse zu deuten? Wird die EEG-Reform wie geplant kommen? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Das Solarfachportal Solaranlagen-Portal.de ist neutral!

Die Umfrage und die Umfrage-Ergebnisse spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Allerdings möchten wir allen Beteiligten eine Plattform zu einer Stellungnahme bieten. Hiermit fordern wir daher ausdrücklich Bundesminister Sigmar Gabriel und sein Büro zu einer Stellungnahme auf. Selbige würde unverändert und in voller Länge auf Solaranlagen-Portal.de veröffentlicht.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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