Die Investitionskosten für Solaranlagen haben sich in den letzten Jahre kontinuierlich reduziert. Gleichzeitig hat sich auch die Technik stark verbessert. Angesichts immer höherer Strompreise, ist die Nutzung von eigens erzeugtem Solarstrom für viele Verbraucher eine sinnvolle Möglichkeit die Energiekosten langfristig zu senken. Wer die Kosten für die Investition scheut, kann eine Solaranlage auch per Kredit finanzieren. Was gibt es in diesem Zusammenhang zu beachten?

Durchschnittlich belaufen sich die Gesamtkosten einer Solaranlage auf einen Betrag zwischen 7.000 und 15.000 Euro. Selbst wenn sich eine Anlage aus Eigenmitteln finanzieren lässt, ist eine Finanzierung aus verschiedenen Gründen oft die bessere, da kostengünstigere Variante. Neben attraktiven Kreditkonditionen können Verbraucher auch von steuerlichen Vorteilen profitieren, wenn sie eine Solaranlage finanzieren.

Grundsätzlich stehen einem neben regulären Krediten auch spezielle Solarkredite zur Verfügung, sofern man eine Solaranlage mit einem Kredit finanzieren möchte. Welche Möglichkeiten der Finanzierung stehen zur Verfügung?

1. Vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten

Kredite für Solaranlagen werden sowohl von der Kreditanstalt für Wiederaufbau als auch von Banken und Sparkassen vergeben. Zudem gibt es auch spezialisierte Umweltbanken, welche Darlehen explizit für die Finanzierung von Solaranlagen anbieten. Die Möglichkeiten der Finanzierung sind vielfältig, oftmals ist auch eine Vollfinanzierung denkbar.

Hier werden die Kredite so gestaltet, dass sich das Darlehen komplett aus den laufenden Einnahmen der Einspeisevergütung tilgen lässt. Dies hängt mit der garantierten Einspeisevergütung zusammen, die der Bank als eine Art Sicherheit dient. Insgesamt bieten folgende Banken spezielle Solarkredite an:

  • KfW Bank
    Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet unterschiedliche Finanzierungsmodelle für Solaranlagen an, teilweise sogar mit tilgungsfreien Anfangsjahren.
  • Umweltbank
    Die Umweltbank bietet ebenfalls verschiedene Möglichkeiten der Solaranlagenfinanzierung an. Eigenkapital ist nicht zwangsläufig notwendig.
  • GLS Bank
    Wer einen Solaranlagenkredit bei der GLS Bank aufnehmen möchte, muss einen gewissen Anteil an Eigenkapital vorweisen.
  • Bausparkassen und reguläre Banken
    Vermehrt bieten auch Bausparkassen und reguläre Banken Solarkredite an. Es lohnt sich in jedem Fall, diesbezüglich bei seiner Hausbank nachzufragen.

1.1. Wodurch zeichnet sich ein Solarkredit aus?

Prinzipiell funktioniert ein Solarkredit wie ein ganz normaler Baukredit. Genau wie bei einer Immobilienfinanzierung verlangen die meisten Banken Sicherheiten für die Kreditvergabe. Im Falle eines Solarkredits kann diese Sicherheit durchaus aus dem zu erwartenden Ertrag der Anlage bestehen. Die Höhe des zu erwartenden Ertrags lässt sich anhand der Dimensionierung der Anlage sowie der festgelegten Einspeisevergütung ermitteln.

1.2. Welche Kriterien sind entscheidend?

Der wesentliche Faktor, den es bei der Wahl des passenden Kredits zu beachten gilt, ist der effektive Jahreszins. Dieser gibt Aufschluss über die tatsächlichen Gesamtkosten des Kredits. Weiterhin spielt es eine Rolle, ob der jeweilige Kreditgeber Sicherheiten verlangt und eine dauerhafte Zinsfestschreibung anbietet.

Ein Vergleich verschiedener Kreditangebote ist sinnvoll, um nicht unnötig mehr für das Darlehen zu bezahlen als notwendig.

Eine schnelle und einfache Möglichkeit die Kreditkonditionen unterschiedlicher Banken und Finanzdienstleister untereinander zu vergleichen bietet das Finanzportal kreditvergleich24.

2. Vorteile und Nachteile der Kreditfinanzierung

Bei Solaranlagen ergeben sich ganz spezielle Vorteile, wenn sie mit einem Kredit finanziert werden. Zunächst einmal kann die garantierte Einspeisevergütung dazu verwendet werden, den Kredit zu tilgen. Weiterhin können die anfallenden Zinsen des Kredits von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. Somit ergibt sich hier ein doppelter finanzieller Vorteil.

Auch wenn ausreichend Kapital zur Verfügung steht um die Investition aus eigener Tasche zu stemmen, macht es unter Umständen Sinn eine Finanzierung in Anspruch zu nehmen. Aufgrund der relativ niedrigen Zinsen, die derzeit für Kredite anfallen, kann es deutlich lukrativer sein, das Geld über einen gewissen Zeitraum anzulegen und den Kredit anteilsmäßig mit der Einspeisevergütung zu tilgen. Eine genaue Berechnung ist im Einzelfall jedoch unumgänglich um abzuschätzen, welches die bessere Variante ist.

3. Für wen lohnt sich eine kreditfinanzierte Solaranlage?

In der Regel haben Solaranlagen in Anbetracht der durchschnittlichen Gesamtlaufzeit von 20 Jahren eine recht kurze Amortisationszeit. Unter gewissen Voraussetzungen können Betreiber einer Solaranlage sogar mit substantiellen Gewinnen rechnen. Gerade eine 100 Prozent Finanzierung mit vertraglich vereinbarter Zinsbindung ist daher eine sehr günstige Finanzierungsart.

Eine Kreditfinanzierung bietet sich für Solaranlagen unabhängig davon an, ob ein Neubau geplant ist oder ein Bestandsgebäude mit einer entsprechenden Anlage ausgestattet werden soll. Die Finanzierung einer Solaranlage entscheidet wesentlich über Wirtschaftlichkeit und Rendite der Anlage. Neben dem Zinssatz und der Laufzeit des Kredits sind vor allem Förderprogramme bei der Finanzierung zu berücksichtigen.

3.1. Fazit

Die Nutzung einer Solaranlage ist in vielfältiger Hinsicht Vorteilhaft. Neben der sauberen, dezentralen Stromerzeugung können Nutzer vor allem dauerhaft von niedrigen Stromkosten profitieren. Letzten Endes ist es alles eine einfache Kalkulation.

Die niedrigen Zinssätze sowie die garantierte Einspeisevergütung in Kombination mit attraktiven Förderprogrammen sprechen für eine kreditfinanzierte Solaranlage. Das eingesparte Eigenkapital lässt sich unter Umständen zu einem guten Zinssatz anlegen.

Wenn man die durchschnittliche Lebensdauer einer Solaranlage von 20 Jahren zugrunde legt, lässt sich ein Kredit in den meisten Fällen schon vor dieser Zeitspanne tilgen. Ab diesem Zeitpunkt ist jede produzierte kWh Strom Reingewinn für den Betreiber.

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