1 1 1 1 1 1 1 1 1 1
Eine Solaranlage ist eine wertvolle Investition und sollte für alle Eventualitäten geschützt und versichert werden. Vieles spricht dafür, die Photovoltaikanlage zu versichern: Sie könnte beispielsweise durch Blitzschlag, Hagel oder Sturm beschädigt werden. Es könnte auch vorkommen, dass sie schon beim Aufbau von einem Arbeiter beschädigt wird, die dazugehörigen Kabel könnten zum Beispiel Feuer fangen und einen Brand entfachen. Immer wieder kommt es dazu, dass die Teile einer Photovoltaik-Anlage – wie Solarmodule - von Dieben gestohlen wurden. Es gibt viele Richtungen und Möglichkeiten, die eigene Solaranlage zu versichern. Sie unterscheiden sich jedoch stark versicherungstechnisch voneinander.

0.1. Welche Versicherungen kommen überhaupt infrage?

  1. Bestandteil der Wohngebäudeversicherung: Kleinere, auf dem Dach montierte Solaranlagen können problemlos in die bestehende Gebäudeversicherung integriert werden. Mit dieser Versicherung kann man Schäden wie Hagel-, Feuer-, Sturm- und Blitzschlagschäden abdecken. Eine zusätzliche Aufnahme in die bereits bestehende Versicherung ist meist nicht teuer. Man sollte sich noch darüber informieren, ob die Anlage damit auch gegen Diebstahl versichert wird. Wie eine Immobilie versichert wird erfährt man unter anderem bei immobilienscout24.de.
  2. Haftpflichtversicherung: Obwohl Schäden, die durch die Photovoltaik-Anlage an Dritten entstehen könnten, selten vorkommen, sollte man auf die Nummer sicher gehen und seine Solaranlage in die bestehende Haftpflichtversicherung aufnehmen. Auch wenn es abwegig klingen mag, es könnte beispielsweise doch ein Solarmodul vom Dach rutschen und dabei einen Passanten oder Nachbarn verletzen. Man sollte jedoch vorab klären, wie es mit der privaten Haftschutzversicherung aussieht, wenn man steuerlich als Gewerbetreibender aufgeführt wird. Beim Versicherungsabschluss sollten zudem möglichst hohe Deckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden vereinbart werden. In dem Fall, dass die private Haftpflichtversicherung nicht alle Schäden übernehmen kann, sollte man über eine Betreiber-Haftpflichtversicherung nachdenken.

0.2. Versicherungsmöglichkeiten bei größeren Photovoltaik-Anlagen

Großanlagen, die beispielsweise auf gepachteten Dächern angebracht sind, bedürfen einer separaten Versicherung. Solche Versicherungspolice deckt alle Gefahren ab, die beim Betreiben solcher Anlage passieren könnten. Bei der sogenannten Photovoltaik-Versicherung geht es in erster Linie darum, alle elektronischen Teile abzusichern. Der Vertrag selbst ist extra auf die speziellen Anforderungen einer Solaranlage zugeschnitten. Die Photovoltaik-Versicherungen sind „Allrounder“ in Sachen Versicherungsschutz: Es heißt einfach, dass dabei alles versichert ist, soweit es nicht von dem Vertrag ausgeschlossen ist. Der Versicherungsschutz ist hier viel umfangreicher als bei einer Wohngebäudeversicherung, weil sie auch technisch bedingte Beschädigungen oder Zerstörungen die durch Überspannung oder Kurzschluss, Bedienungsfehler, Feuer, Wasser, Vorsatz Dritter, Konstruktions- oder Materialfehler, Sturm, Blitz, Hagel, Schneedruck, Frost oder Marderbiss, eventuell auch den Solarmoduldiebstahl , abdeckt.

0.3. Wie man sich gegen Diebstahl der Solarmodule schützen kann

Manchmal sind die Solaranlagen in einsamen, schlecht von außen einsehbaren Plätzen, installiert. Dann sollte man ernsthaft in Erwägung ziehen, einen Diebstahlsicherungsvertrag abzuschließen. In der Regel sind das keine Einzeltäter, sondern gut organisierte Diebesbanden, die darauf spezialisiert sind, die Solar-Technik von den Dächern zu stehlen. Dafür braucht man keine tief greifenden Vorkenntnisse, es gelingt ohne Probleme mit handelsüblichen Werkzeugen aus dem Baumarkt. Meistens wird dann das Diebesgut schnell auf Kleintransportern weggebracht. Deswegen empfehlen die Experte Bewegungsmelder zu installieren, die die dunkle Ecke sofort erleuchten, sobald sich jemand in die Nähe der Solarmodule aufhält. Keine schlechte Idee ist auch eine zusätzliche Dummy-Kamera auf dem Dach, die für nötige Abschreckung sorgen soll. Andere, bewährte Möglichkeit, besteht darin, die Befestigungsschrauben der Solaranlage zu versiegeln. Dadurch verliert man bei der Demontage die wertvolle Zeit und womöglich auch den Reiz, das Diebstahlvorgehen überhaupt fortzusetzen. Man sollte sich unbedingt die Seriennummern der einzelnen Module notieren, um nach einem Diebstahl der Polizei die Arbeit zu erleichtern. Außerdem kann man dadurch auch den kostenlosen Service des „Solarenergie-Fördervereins Deutschland“ in Anspruch nehmen und die Nummern in ein Register eintragen. Auf diese Weise lässt sich leicht feststellen, ob gestohlene Module bereits wieder im Umlauf sind.

0.4. Montage- und Photovoltaik-Ertragsausfallversicherung

Schon bei der Montage der Anlage kann es zu unvorhergesehenen Ereignissen wie Zerstörung oder Diebstahl kommen. Das kostet nicht nur Zeit, aber auch Geld. Zumindest um die finanziellen Ausfälle abzusichern, empfiehlt sich der Abschluss einer Montageversicherung. Davon kann man zwischen zwei Optionen wählen: die Einzelbeantragung und die umsatzbezogene Deckung. Die Einzelbeantragung eignet sich für diejenigen, die eine Anlage selbst montieren, oder für Betriebe, die einmalig oder nur gelegentlich Photovoltaik-Anlagen montieren. Dagegen ist die umsatzbasierte Montageversicherung vor allem für Solarmonteure geeignet, die regelmäßig Solarstromanlagen installieren. Es kann vorkommen, dass eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage für eine bestimmte Zeit keine Erträge liefert. Dadurch entgehen dem Anlagenbesitzer die Einnahmen aus der Einspeisevergütung. Dagegen kann man vorgehen: Der Abschluss einer Photovoltaik-Ertragsausfall-Versicherung schafft hier die nötige Abhilfe. Wie hoch die gezahlte Ausfallentschädigung sein soll richtet sich entweder nach der Anlageleistung und Jahreszeit oder wird als Pauschale festgelegt.

0.5. Wie sinnvoll ist eine Photovoltaikversicherung

Nicht selten kann es vorkommen, dass man durch die Vorsicht „überversichert“ wird. Man sollte also immer genauestens prüfen, ob diese oder jene Versicherung wirklich notwendig wird. Um das zu erfahren, sollte man sich einige Fragen stellen:
  • Welchen Standort hat die Anlage – frei stehend oder auf dem Dach?
  • Ist das Grundstück umzäunt oder anders gesichert?
  • Auf welche Weise wurden die Solarmodule montiert?
  • Wurde die Solaranlage auf fremdem Eigentum/Boden montiert? Könnten bei einem Feuerausbruch umliegende Häuser beschädigt werden?
Artikelbild: Creative Commons by erhard.renz / Flickr.com
Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

Preisvergleich für Ihre Planung

So können Sie in nur 3 Minuten die besten Preise für Ihre künftige Photovoltaikanlage vergleichen!

Jetzt erfahren wie - HIER KLICKEN!