Eine Solaranlage ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Angesichts steigender Energiepreise zahlt sich die Erzeugung und Nutzung eigenen Stroms über eine Solaranlage langfristig aus. Nicht vergessen sollte man in diesem Zusammenhang einen passenden Versicherungsschutz, denn Solaranlagen sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt die sie zum Teil erheblich beschädigen oder gar zerstören können. Neben der Haftpflichtversicherung, die alle Schäden abdeckt welche durch die Solaranlage entstehen können, benötigt es unter Umständen einer speziellen  Solaranlagenversicherung, um sich gegen Schäden abzusichern, die an der Solaranlage selbst entstehen.

1. Im besten Fall über 25 Jahre Betriebsdauer

Schon bei der Planung einer Solaranlage müssen zahlreiche Aspekte beachtet werden, damit sich die Anlage auch langfristig rentiert. Die Ausrichtung der Dachfläche, die Dachform oder auch die Neigung des Daches sind dabei bestimmende Faktoren. Sobald die Solaranlage installiert und in Betrieb genommen wurde, gilt es sie vor Schäden zu schützen, um sie möglichst lange betreiben zu können.

Rein theoretisch können Solaranlagen durchschnittlich 25 Jahre Strom erzeugen, ohne dass relevante Leistungseinbußen entstehen. Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich, dass die Anlage auch technisch intakt bleibt. Welche Schäden können bei einer Solaranlage überhaupt auftreten?

1.1. Wie könnte die Solaranlage beschädigt werden?

Zunächst einmal kann bei der Montage und Installation der Anlage einiges falsch gemacht werden. Daher sollte die Installation und Inbetriebnahme unbedingt von einem Fachbetrieb übernommen werden. Für Konstruktions-, Material- und Ausführungsfehler haftet im Schadensfall das jeweilige Unternehmen.

In vielen Fällen ist eine Solaranlage bereits über eine Wohngebäudeversicherung gegen Schäden abgedeckt. Doch dies ist nicht in jedem Fall, etwa wenn der Betreiber nicht in der jeweiligen Immobilie wohnt, auf dessen Dach eine entsprechende Anlage installiert ist oder wenn einzelne Schadensfälle explizit in der Wohngebäudeversicherung ausgeklammert sind. Allgemein gibt es eine ganze Reihe potenzieller Gefahren, die nie gänzlich ausgeschlossen werden können. Zu diesen zählen:

  • Schäden durch Witterungseinflüsse
    Kleinere Stürme oder auch Niederschläge können modernen Solarmodulen prinzipiell keinen Schaden zufügen. Kräftige Unwetter oder starker Hagel hingegen können die Module durchaus mehr oder weniger stark in Mitleidenschaft gezogen werden. In der Regel sind Schäden durch Sturm, Hagel, Feuer, Blitz oder Wasserschäden abgesichert. Voraussetzung ist dabei, dass die Anlage auch beim jeweiligen Versicherer gemeldet ist. Es ist üblich, dass sich die Beiträge für die Wohngebäudeversicherung bei entsprechendem Schutz für eine Solaranlage etwas erhöhen.
  • Brandschutz
    Beim Brandschutz ist zunächst einmal der Vorsorgeschutz zu beachten. Im schlimmsten Fall kann durch einen Brand das gesamte Gebäude Schaden nehmen oder gar das Leben der Bewohner gefährdet werden. Hier ist vor allem bei der Installation durch einen Fachbetrieb darauf zu achten, das die Leitungen brandsicher verlegt werden und auf entsprechenden Feuerschutz wert zu legen. (Siehe auch ISE-Fraunhofer Institut)
  • Schutz gegen Tiere
    Tiere wie etwa der Marder, andere Nagetiere oder auch Vögel sind nicht selten für Schäden an Solaranlagen verantwortlich. Mittels bestimmter Vorkehrungen lässt sich das Risiko zwar minimieren, gänzlich ausschließen lässt sich das Risiko jedoch nicht. Im Rahmen einer Solaranlagenversicherung kann ein spezieller Schutz gegen durch Tiere verursachte Schäden abgeschlossen werden.
  • Vandalismus / Diebstahlschutz
    Schäden durch Vandalismus oder gar der Diebstahl einer Solaranlage sind in der Regel nicht von der Wohngebäudeversicherung eingeschlossen. Wer auch für diese Fälle auf Nummer sicher gehen will, sollte über den Abschluss einer speziellen Solaranlagenversicherung nachdenken (Siehe Artikel im Handelsblatt)

2. Den Versicherungsschutz den individuellen Gegebenheiten anpassen

Bei der Auswahl des Versicherungsschutzes für die Solaranlage gilt es selbstverständlich darauf zu achten, dass die Leistungen an die individuellen Gegebenheiten angepasst werden und sich die Leistungen nicht mit einer bestehenden Wohngebäudeversicherung überschneiden. Zu berücksichtigen ist hierbei unter anderem auch Dimensionierung und Wert der Anlage, was eine Rolle bei der Höhe möglicher Haftungsschäden eine entscheidende Rolle spielt. Um einen möglichst effektiven Versicherungsschutz zu gewährleisten, sollte man daher alle Eventualitäten mit bei der Auswahl der Leistungen mit berücksichtigen. Weitere, detaillierte Informationen rund um den passenden Versicherungsschutz für Solaranlagen findet man hier.

3. Wartung

Neben dem passenden Versicherungsschutz ist eine regelmäßige Wartung der Solaranlage unabdingbar um den ordnungsgemäßen Betrieb sicherzustellen. Unter Umständen kann es auch sein, dass der Versicherer nicht einspringt, wenn sich herausstellt, dass die Solaranlage nicht ordnungsgemäß gewartet wurde. Hier bietet es sich an, einen Wartungsvertrag mit dem jeweiligen Hersteller bzw. desjenigen Unternehmens, welches die Anlage installiert abschließen. Auf keinen Fall sollte man sich durch die potenziellen Gefahren beim Betrieb einer Solaranlage
abschrecken lassen. Vielmehr sollte man auf einen Versicherungsschutz achten, der sämtliche wahrscheinlichen Risiken absichert. Mit einem passenden Versicherungsschutz und regelmäßiger Wartung können Immobilienbesitzer langfristig finanziell von dem Betrieb einer Solaranlage profitieren.

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