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Beim Betrachten der aktuellen Entwicklungen im Bereich Solaranlagen wird deutlich, dass die allgemeine Ausbeute bei Modellen zur Warmwasser-Erzeugung höher ist, als bei Anlagen, die Sonnenstrahlung in elektrische Energie umwandeln. Die sogenannten Photovoltaikanlagen nutzen Sonnenenergie weniger gut. Sollten Sie in ein zukunftsorientiertes System investieren wollen, finden Sie nachfolgend weiterführende Informationen zu den Varianten.

Flach- und Röhrenkollektoren stehen bei Anlagen zur Warmwasser-Erzeugung noch immer in Konkurrenz. Zwar dominieren die flachen Sonnenkollektoren momentan mit einem Marktanteil von 90 Prozent, jedoch könnte sich das aufgrund von neuesten Fortschritten bald ändern. Bislang lagen Anlagen zur Versorgung mit Heiz- und Warmwasser hinter den Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung zurück. Grund hierfür sind großzügige Förderungen. Wobei zu erwähnen ist, dass auch Sonnenlicht-Absorber für Warmwasser gefördert werden. Sogenannte Solarthermieanlagen werden bei Bestandsgebäuden beispielsweise vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für folgende Anwendungsbereiche gefördert:

  • für die kombinierte Warmwasserbereitung sowie Raumheizung
  • für die Warmwasserbereitung (allerdings ausschließlich bei der Innovationsförderung)
  • Raumheizung
  • für die solare Kälteerzeugung für die Bereitstellung von Prozesswärme
  • und Solarthermieanlagen, die hauptsächlich zur Zuführung von Wärme in ein Wärmenetz dienen

Angesichts der hohen Ausbeute von Warmwasser-Varianten könnten sich die Marktverhältnisse demnächst verschieben. Schließlich sind die Anlagen in der Lage zwischen 65 und 75 Prozent der Sonnenenergie umzuwandeln in Wärme. Photovoltaikanlagen schaffen vielerorts gerade einmal ein Drittel von dieser Menge. Durch Hightech-Beschichtungen soll die Lichtausbeute auf 95 Prozent gesteigert werden. Da die Investition in derartige Anlagen jedoch hoch ist, lohnt sich diese für kleine und mittelständische Betriebe sowie Einfamilienhäuser nur eingeschränkt. Grundsätzlich ist der Vergleich von verschiedenen Lieferanten und Systemvarianten ratsam, um sich einen Überblick zu verschaffen. Egal ob die Installation einer Photovoltaikanlage oder eines Systems zur Warmwasser-Erzeugung angestrebt wird. Behilflich können Ihnen dabei Plattformen wie industrystock.de sein, die als Online-Verzeichnis Lieferanten von Solaranlagen aus verschiedenen Ländern und Regionen übersichtlich zusammenfassen. Auf diese Weise fällt die Auswahl geeigneter Unternehmen und Ansprechpartner leichter.

1. Vergleich von Flach- und Röhrenabsorber

Steht ein begrenztes Budget zur Verfügung haben Sie grundsätzlich die Wahl zwischen Röhren- und Flachabsorbern. Sie liegen im normalen Preisbereich. Ist die zu nutzende Fläche groß genug, ist es mit Flachkollektoren realisierbar rund 50 bis 60 Prozent des benötigten Warmwassers für ein Einfamilienhaus mit der Kraft der Sonne zu erzeugen. Allerdings ergibt sich beim Röhrenabsorber häufig eine höhere Effizienz. Flachkollektoren bieten den Vorteil, dass die Gestaltungsmöglichkeiten in Sachen Architektur aufgrund der schlichten Optik und Bauweise vielseitig sind. Zudem ist die Montage einfach. Fachgerecht angebracht sind die Anlagen langlebig und äußerst robust. Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Unter einer Glasplatte ist ein Absorber angebracht, der die entstehende Wärme aufnimmt. Der Nachteil der einfachen Konstruktion sind die Wärmeverluste.

Bei Röhrenkollektoren unterscheidet sich die Funktionsweise von den flachen Modellen: Anders als bei Flachkollektoren wird der Wärmeverlust verhindert, weil sich um die Röhre eine Vakuumschicht befindet. Diese unterdrückt die Abgabe von Wärme an die Umgebung. In Regionen wo die Sonneneinstrahlung weniger üppig ausfällt und die Außentemperaturen geringer sind, sind Röhrenkollektoren vorteilhaft. Die Erwartungen hinsichtlich der Solarthermie sollten aber nicht zu hoch gesteckt werden. Denn die Klimaverhältnisse in Deutschland machen es schier unmöglich die Heizungswärme in der Winterperiode zu 100 Prozent aus Sonnenenergie zu erzielen. Weder Röhren- noch Flachkollektoren können ausreichend Energie gewinnen, um auf zusätzliche Alternativen zu verzichten. Welche Form der Kollektoren gewählt wird, muss individuell entschieden werden. Flachkollektoren eignen sich ideal für große Dächer mit hoher Sonneneinstrahlung. Sobald Dachfenster, Gauben oder ungünstige Dachkonstruktionen ins Spiel kommen, sind Röhrenkollektoren aufgrund ihrer erhöhten Effizienz oft besser geeignet. Geht es lediglich darum warmes Wasser zum Baden und Duschen zu erzeugen, sind Flachkollektoren die empfehlenswerte Lösung. Sobald die Beheizung von ganzen Gebäuden das Ziel ist, muss abgewägt werden, welches System das Sinnvollere ist. Denn dann ist eine größere Fläche an Kollektoren notwendig. Bei Einfamilienhäusern ist mit mehr als zehn Quadratmetern zu rechnen. Bis sich die Investition in Form von Ersparnissen bei den Warmwasserkosten rentiert, vergehen in beiden Fällen vielerorts Jahrzehnte.

2. Kosten und Förderung

Während Flachkollektoren pro Quadratmeter Fläche in der Regel zwischen 300 und 400 Euro kosten, müssen Sie für Röhrenkollektoren mit höheren Preisen zwischen 700 und 900 Euro kalkulieren. Da jedoch meist weniger Röhrenkollektoren als Flachkollektoren montiert werden müssen, um die gewünschte Energie zu gewinnen, relativiert sich der Preisunterschied. Eine Kombination aus beiden Systemen ist mittlerweile umsetzbar. Allerdings liegen die Anschaffungskosten für derartig innovative Vakuum-Flachkollektoren höher. Ab 900 Euro ist ein Quadratmeter Kollektorfläche erhältlich. Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können Sie sich über Förderungsmöglichkeiten für Solarthermieanlagen informieren. Wichtig ist für die Erhaltung einer Förderung, dass beim Antrag alle wesentlichen Richtlinien eingehalten werden. Bei Privatpersonen reicht es, wenn der Förderungsantrag innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme der Anlage erfolgt. Kleine und mittlere Unternehmen müssen den Antrag auf Förderung jedoch beantragen, bevor überhaupt ein Unternehmen mit dem Vorhaben beauftragt wird. Das BAFA schreibt hierzu folgendes: "Als Vorhabensbeginn zählt der Abschluss eines Lieferungs- und/oder Leistungsvertrages sowie die Auftragsvergabe. Reine Planungsleistungen gelten nicht als Vorhabensbeginn."

Wie die Funktionsweise einer Solarheizung in der Praxis aussieht, erfahren Sie im folgenden Video mit herstellerunabhängigen Informationen, welches vom Bundesverband Solarwirtschaft beauftragt wurde.

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Bildquellen: hbruellmann (Hörbi Brüllmann), grand (Andrea Groppo), bykst (Kai Stachowiak) - pixabay.com

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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