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Prof. Jürgen Schmid ist von der Machbarkeit einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien überzeugt. Mit dem richtigen Energiemix, den richtigen Konversionspfaden, intelligenten Netzen und neuen Speichertechnologien ist dies für den Institutsleiter des Fraunhofer IWES auch zu vertretbaren Kosten möglich.Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien hat eine Vision für eine nachhaltige Energieversorgung auf Basis von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien erstellt. Wegweisende Basis für die vorgestellten technologischen Neuerungen ist eine Studie des FVEE mit dem Titel "Vision für ein 100% erneuerbares Energiesystem", die zeigt wie sich bis zum Jahr 2050 eine zuverlässige, kostengünstige und robuste Energieversorgung mit erneuerbaren Quellen in Deutschland erreichen lässt. Sie beschreibt den künftigen Energiebedarf in den Nutzungsbereichen Strom, Wärme und Kraftstoff sowie die Funktionsweise des nachhaltigen Energiesystems, die dafür notwendigen Technologien und den Transformationsprozess.
Der Federführende des Fachausschusses, Prof. Dr. Jürgen Schmid vom Fraunhofer IWES, führte dazu aus, dass dieses neue Energiesystem auch wirtschaftlich darstellbar ist: "Für die Transformation des Energiesystems fallen zunächst erhöhte Investitionen an, die jedoch langfristig vor allem durch eingesparte Kosten bei Energieträgern deutlich überkompensiert werden. Gerade für den Strombereich ist dabei ein ausgewogener Mix aus vor allem der Windenergie, Photovoltaik und der energetischen Nutzung der Bioenergie wichtig. Bei der vernetzten Betrachtung von der Bereitstellung über den Transport und die Verteilung bis zur Energiedienstleistung lassen sich erhebliche Effizienzpotenziale erschließen." Mehr Informationen: www.fvee.deDas Eckpunktepapier wurde Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen als Input für die Arbeiten zum Energiekonzept der Bundesregierung überreicht. Mit der Studie zeigen die Wissenschaftler aus dem ForschungsVerbund Erneuerbare Energien, dass mit den entsprechenden Forschungsanstrengungen und den fördernden politischen Rahmenbedingungen eine Vollversorgung auf der Grundlage von erneuerbaren Energien bis Mitte des Jahrhunderts möglich ist. Die Kosten für das nachhaltige Energiesystem liegen langfristig unter denen von herkömmlichen Alternativen. In den kommenden Jahrzehnten fallen zwar zunächst erhöhte Investitions- und Entwicklungskosten an, diese werden jedoch langfristig vor allem durch eingesparte Kosten bei Energieträgern deutlich überkompensiert. Energieeffizienz, intelligente Netze und Speicherung als Schlüsselelemente Weitere Ergebnisse der Studie: Bei der vernetzten Betrachtung aller wichtigen Elemente des nachhaltigen Energiesystems, von der Bereitstellung über den Transport und die Verteilung bis zur Energiedienstleistung, lässt sich die Energieeffizienz erheblich erhöhen. Die gesamte Palette der Erneuerbaren hat ein Potenzial, das um ein Vielfaches höher ist als der durch umfangreiche Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung deutlich gesenkte Gesamtenergiebedarf. Die Vielfalt der Erneuerbaren in Verbindung mit Speichertechnologien gewährleistet dabei, dass die Versorgung jederzeit sichergestellt werden kann. Dazu muss auch der Stromverbrauch über intelligente Stromnetze (smart grids) stärker an das jeweilige Angebot von Wind und Sonne angepasst werden. Für die Überbrückung längerer Phasen mit geringem Angebot erneuerbarer Energien kann in Zeiten mit hohem Angebot der Strom aus Wind und Sonne in chemischen Energieträgern gespeichert und bei Bedarf ins Netz zurückgespeist werden. Kernaussagen im „Energiekonzept 2050“ finden Sie im beigefügten PDF-Dokument.
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