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Alternativen zu bestehenden Systemen werden bei der Energiegewinnung immer wichtiger. Die zentralen Großkraftwerke sind nicht unwesentlich an der "Klimakatastrophe" beteiligt. Eine dezentrale Energieversorgung ist daher ein solider Ansatz um das Klima langfristig zu verbessern. Ein entscheidender Nachteil von zentralen Energie-Kraftwerken ist der geringe Wirkungsgrad.

Hier wird Strom mit einem Wirkungsgrad von gerade einmal 30 % erzeugt, die überschüssige Wärme wird schlicht in die Atmosphäre gepustet. Feinstaub, CO2 und Schwefel sind weitere Nebenprodukte der zentralen Energieerzeugung.

1. Wärme und Strom im eigenen Keller

Neben Solaranlagen finden auch Blockheizkraftwerke (BHKWs) zur dezentralen Energieerzeugung mehr und mehr Verwendung, auch in Privathaushalten. Lange Zeit waren BHKWs nur in großen Dimensionen wirtschaftlich und somit praktikabel, neue Technologien machen es heute möglich, BHKWs auch in kleineren Maßstäben effizient zu nutzen. Sogenannte Mikro- oder Nano-BHKWs lassen sich auch in kleineren Immobilien wie etwa Einfamilienhäusern oder Reihenhäusern wirtschaftlich betreiben und sind somit eine interessante Option zu klassischen Heizungsanlagen. So lassen sich Wärme und Strom im eigenen Keller erzeugen.

2. Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung

Genau wie die größer dimensionierten BHKWs, wandeln Mikro- oder Nano-BHKWs die Energie der verwendeten Brennstoffe in Strom und Wärme um. Dieses Prinzip nennt man Kraft-Wärme-Kopplung woraus sich deutliche Vorteile ergeben, beispielsweise ein Wirkungsgrad von über 90 %. Durch die Verbrennung eines Energieträgers wird hier Dampf erzeugt, welcher einen Motor antreiben kann. Dieser wiederum kann mittels eines Generators Strom erzeugen. Die entstehende Abwärme des Motors wird zum Heizen genutzt, was die Effizienz eines BHKW deutlich steigert.

Innerhalb der BHKWs kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz: konventionelle Verbrennungsmotoren, Sterling-Motoren oder auch moderne Brennstoffzellen. Im Kessel des BHKW können neben klassischen Energieträgern wie Öl oder Gas auch regenerative Produkte wie etwa Biomasse oder Holzpellets verbrannt werden. Die kompakten Anlagen lassen sich problemlos im Keller installieren und können so an das Strom- und Wärmenetz des Gebäudes angeschlossen werden.

  • Geringe Wärmeverluste
  • Strom und Wärme aus einer Quelle
  • Hoher Wirkungsgrad von mehr als 90 %
  • Unabhängigkeit von externen Quellen

3. Individuelle Dimensionierung nötig

Um ein BHKW in einem Einfamilienhaus möglichst wirtschaftlich zu betreiben, muss möglichst viel Strom erzeugt werden, bzw. die Anlage genau auf das jeweilige Gebäude abgestimmt werden. Ein BHKW ist demnach keine Heizanlage "von der Stange", sondern eine jeweils individuell dimensionierte Anlage. Unternehmen wie etwa A-Tron BHKW, haben sich auf den Bau und die Installation von effizienten BHKWs spezialisiert und können bei der Planung umfassend beraten. Mikro-BHKWs weisen im Durchschnitt eine elektrische Leistung von 2,5 Kilowatt auf, Nano-BHKWs durchaus auch weniger. In der Regel werden die BHKWs so dimensioniert, dass der Wärmebedarf des jeweiligen Gebäudes bestmöglich abgedeckt ist.

Die Stromerzeugung ist dabei nur ein Beiwerk der Wärmeerzeugung und kommt somit quasi "obendrauf". Der gesamte Strombedarf lässt sich in den meisten Fällen nicht durch das BHKW decken, dennoch ein großer Teil des benötigten Stroms. Es ist zudem möglich, nicht verwendeten Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen und hierfür eine entsprechende Vergütung zu erhalten.

3.1. Keine besonderen Voraussetzungen

Besondere Voraussetzungen für die Installation eines BHKW gibt es eigentlich nicht. Wenn Gas verbrannt werden soll, ist selbstverständlich ein Gasanschluss notwendig. Um die entstehenden Abgase sicher abzuleiten, ist ein entsprechender Schornstein unabdingbar. Mehr Platz als eine herkömmliche Ölheizung ist für ein Mikro-BHKW nicht vonnöten, sodass es nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei der Erneuerung der Heizungsanlage in Bestandshäusern durchaus möglich ist, ein BHKW in die Planung mit einzubeziehen.

4. Staatliche Fördermittel nutzen

Da die Kosten für die kleinen BHKWs im Vergleich zu anderen Heizungstypen relativ teuer sind, (10.000-15.000 Euro, Modelle mit Brennstoffzellen etwa 20.000 Euro), lohnt es sich durchaus stattliche Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Neben der generellen Vergütung von nicht verbrauchtem und ins öffentliche Netz eingespeisten Strom, gibt es umfangreiche Zuschüsse von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Wer sich für ein BHKW mit Brennstoffzellentechnik entscheidet, kann bei der KfW etwa 40 % der Kosten erstattet bekommen. Auch Varianten mit Verbrennungs- oder Stirlingmotor können bezuschusst werden.

Ein BHKW als Heizanlage ist eine sehr zukunftsträchtige Investition. Die hohe Effektivität auf der einen Seite und der hohe Nutzungsgrad auf der anderen Seite ermöglichen eine sehr geringe ökologische Belastung, insbesondere, wenn nachwachsende Rohstoffe bei der Verbrennung eingesetzt werden. Ein Nano-BHKW ist also eine interessante Option speziell für den Betrieb in Ein- oder Mehrfamilienhäusern. Die gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung ist besonders effizient. Die vergleichsweise hohen Kosten für die Anschaffung und Installation eines solchen BHKW können durch staatliche Förderungen verringert werden.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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