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Achtung: Dieser Beitrag befasst sich teilweise mit veralteter Gesetzeslage. Die aktuellen Informationen zur Einspeisevergütung der Photovoltaik erhalten Sie hier.

Deutschland steht eine Trendwende bevor, meinen Energieexperten. Vor allem im Bereich Solarstrom muss ein Umdenken der Akteure erfolgen. Denn im Oktober dieses Jahres sinkt die Einspeisevergütung für Solarstrom unter die Marke von 10 Cent je Kilowattstunde. Somit wird Solarstrom günstiger als Strom aus neuen Atomkraftwerken, wie sie beispielsweise in Frankreich gebaut werden.

Die Erkenntnis, dass Ökostrom an sich nicht zwangsläufig teuer sein muss, ist jedoch nicht neu, wie Dirk Oschmann, Betreiber des unabhängigen Vergleichsportals stromvergleich.de deutlich macht. Bereits seit Längerem können Verbraucher durch einen Wechsel des Anbieters sparen, überraschend ist für viele jedoch nach wie vor, dass der Wechsel in einen Ökostromtarif ebenfalls Einsparungen von bis zu 25 % bringen kann.

Das liegt zum einen an den Vergütungen, die der Staat für die Einspeisung von beispielsweise Solarstrom auszahlt und zum anderen daran, dass die Mengen des eingespeisten Ökostroms steigen. Wer bei den derzeitigen Preisen die Wechselmöglichkeiten nicht nutzt, verschenkt bares Geld, weiß Oschmann und rechnet vor: Ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt kann in Berlin bis zu 300 Euro sparen. Wechseln Kunden aus der Grundversorgung, den generell teuersten Tarifen auf dem deutschen Strommarkt, sind noch höhere Einsparungen möglich.

Doch kein Verbraucher sollte einfach so wechseln, ohne sich vorher ausreichend zu informieren, weiß Oschmann. Denn zwar sind einerseits die Möglichkeiten so vielfältig wie nie, aber auch die Fallstricke haben zugenommen. Beachten die Verbraucher jedoch ein paar Hinweise, kann der Wechsel schnell und problemlos erfolgen.

Für Kunden, die ihren Stromverbrauch nicht genau kennen, empfiehlt Oschmann, Pakettarife außen vor zu lassen. Bei diesen kaufen die Verbraucher eine feste Anzahl an Kilowattstunden. Liegt der reale Verbrauch jedoch unter der gekauften Menge, bekommen sie keine Erstattung. Überschreitet der Verbrauch den angegebenen Wert, entstehen teilweise deutliche Mehrkosten. Um diese zu umgehen, sollten sich Stromkunden, deren Verbrauch schwankt, eher für Tarife mit verbrauchsgenauer Abrechnung entscheiden. Oschmann weist zudem darauf hin, dass von Vorauskasse abzuraten ist. Das Risiko, bereits bezahlte Beträge im Rahmen einer Insolvenz oder bei Lieferschwierigkeiten durch den Anbieter zu verlieren, ist hoch.

Liegt der Fokus der Verbraucher auf Ökostrom, sollten sie prüfen, ob Anbieter und Tarife durch die Ökostrom-Zertifikate gekennzeichnet sind. Vergeben werden diese unter anderem vom TÜV, vom Verein EnergieVision e.V., RECS oder vom Grüner Strom Label e.V., in welchem sich u.a. verschiedene Naturschutzbunde organisieren. Als ebenfalls hilfreich erweist sich der Blick auf die Kundenbewertungen. Oftmals haben Kunden, die bereits zu einem Ökostromanbieter gewechselt sind, eine Bewertung abgegeben. Liegt die Weiterempfehlungsquote bei unter 50% sollten die Verbraucher einen anderen Tarif in Erwägung ziehen.

Da viele Verbraucher einen Anbieterwechsel scheuen, insbesondere zu einem Ökostromanbieter, weist Dirk Oschmann darauf hin, dass eine Unterbrechung der Stromversorgung im Rahmen eines Wechsels nicht zu befürchten sei. Auch die Installation eines neuen Zählers oder andere Umbaumaßnahmen sind bei einem Wechsel zu Solar- oder anderem Ökostrom nicht notwendig. Der Strom fließt wie gewohnt weiter, dies ist vom Gesetzgeber so festgeschrieben. Wie sich die Preise für Solarstrom weite entwickeln und ob Ökostrom generell weiterhin eine günstige Alternative bleibt, wird sich zeigen. Aktuell sollten die Verbraucher einen Wechsel auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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