Solaranlagen Technik

Solarthermie einfach erklärt

Der Solarregler und die Solarstation genau erklärt

Auswahl vom Solarregler

Das Gehirn Ihrer Solaranlage - der Solarregler - prüft die Teperaturunterschiede im Speicher bzw. den Speichern und steuert die Pumpe(n) an. Je nach Anlage (Heizungsunterstützung, mehrere Kollektorfelder...) muss der Solarregler mit diesen Unterschieden fertig werden.

Nützliche Funktionen, die der Solarregler zusätzlich aufweisen sollte sind:

  • Eine Temperaturanzeige im Solarregler
  • Speichertemperaturbegrenzung - Wichtig wenn Sie sehr kalkhaltiges Wasser aus der Leitung bekommen. Über 60°C setzt sich nämlich sehr schnell Kalk an die Wärmetauscher. Somit ist eine Begrenzung auf 60°C sinvoll.
  • Warnmeldung / Warnton wenn ein Temperaturfühler versagt

Weitere mögliche Funktionen sind:

Solarregler im Einsatz
  • Fernabfrage der Daten
  • Schnittstelle zu einem Computer - zur Auswertung der Daten
  • Drehzahlregler im Solarregler für die Kollektorkreispumpe
  • Betreibsstundenzähler für die Solarkreispumpe
  • Wärmemengenzähler im Solarregler
    Sinnvoll zur Erfolgskontrolle der Anlage - Es wird die in die Anlage eingeführte Wärmeenergie in kWh gemessen.

Temperaturfühler

Zur Temperaturmessung im Kollektrokreis sollten wegen der hohen auftretenden Temperaturen statt Halbleiterfühlern besser Platinfühler verwendet werden. Diese sind zwar teurer, dafür aber genauer und bis zu mehreren 100°C beständig.

Die Solarstation

Die Solarstation beinhaltet, meist vormontiert in einem Gehäuse, folgende Komponenten:

  • Die Pumpe zum Umwälzen des Wärmeträgers
  • Ein Manometer zur Kontrolle des Anlagendrucks
  • Zwei Absperrhähne (vor und hinter der Pumpe) für den Fall, daß die Pumpe getauscht werden muss
  • Eine Rückschlagklappe für den Kollektorkreis.
    Die Rückschlagklappe verhindert, dass bei abkühlenden Kollektoren warme Flüssigkeit aus dem Speicher nach oben abgezogen wird.
  • Ein Ausdehnungsgefäß gleicht Temperaturunterschiede (damit Volumenunterschiede) des Wärmeträgers im Kollektorkreis aus.
  • Ein Sicherheitsventil - falls der Anlagendruck zu hoch ist (Schnellkochtopf-Prinzip)

Zusätzliche Komponenten sind:

  • Füll- und Entleerungshähne
  • Durchflussmesser
    Zur Prüfung von Durchfluss - ob die Pumpe den Wärmeträger überhaupt fördert.

Achten Sie auch bei der Solarstation auf eine gute Isolierung, um Wärmeverluste zu minimieren!

Der Wärmeträger - Das Frostschutzmittel

Verwenden Sie nur Frostschutzmittel das für Solaranlagen geeignet ist! Notieren Sie sich, welches Mittel Sie verwenden, da diese unter Umständen nicht mit Mitteln anderer Hersteller gemischt werden dürfen.

Das Frostschutzmittel schützt den Kollektorkreis bei Frost vor dem Einfrieren. Bis ca. -20°C ist eine Solaranlage mit einem Wärmeträger von 60% Wasser + 40% Glykol betriebsbereit. Bei Temperaturen darunter entsteht ein Eisbrei, der für die Anlage jedoch unschädlich ist.

Rohre & Dämmung

Bis zu 130°C entstehen im Kollektorkreis. Dessen Rohre sollten daher aus Kupfer, Stahl oder Edelstahl bestehen. Verzinktes Stahlrohr sollte wegen möglicher Wechselwirkungen mit dem Wärmeträger nicht verwendet werden. Verwenden Sie außerdem nicht verschiedene Materialien für die Rohrleitung, damit keine Korrosion durch so entstehende Ströme auftritt.

Aufgrund der hohen Temperaturen im Kollektorkreis muss spezielle Rohrisolierung verwendet werden, die Temperaturen von über 130°C standhält. Im Aussenbereich muss diese außerdem UV-beständig sein. Stein oder Glaswolle kann verwendet werden, ist jedoch komplizierter zu verlegen, da sie im Außenbereich wassergeschützt sein muss.

Im Bereich "Förderung & Kosten" erfahren Sie mehr zum nötigen Kapital.

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