Solaranlagen Technik

Photovoltaikanlagen einfach erklärt

Photovoltaikanlage - Konzepte

Einsepeisen oder verbrauchen?

1. Netzparallelbetrieb = Einspeisen und Geld bekommen

Im Netzparallelbetrieb speist die Photovoltaikanlage den gewonnen Strom in das öffentliche Stromnetz ein und erhalten dafür eine Vergütung.
So gut wie alle Anlagen die Sie auf Häusern und Scheunen sehen, sind netzgekoppelt, weil die Vergütung höher ist, als der Preis für den Strom aus dem Netz!

Bestandteile der netzgekoppelten Photovoltaikanlage:
  • Solargenerator (bestehend aus dem Solarmodulen)
  • Generatoranschlusskasten
  • Wechselrichter
  • Einspeisezähler

In der Technik-Übersicht finden Sie ein eigenes Kapitel zum Thema Netzparallelbetrieb.

2. Inselanlagen = Selbst verbrauchen

Falls Sie fern von jeder öffentlichen Stromleitung für den Eigenbedarf Strom benötigen (z.B. bei Berghütten oder Booten), so können Sie eine Photovoltaikanlage als Inselanlage betreiben.
Das bedeutet, Sie speichern den Strom in Akkus zwischen, um ihn bei Bedarf zu verbrauchen.

Bestandteile der Photovoltaikanlage im Inselbetreib
  • Solargenrator (bestehend aus dem Solarmodulen)
  • Generatoranschlusskasten
  • Wechselrichter
  • Laderegler
  • Akku

In der Technik-Übersicht finden Sie ein eigenes Kapitel zum Thema Inselanlagen.

Photovoltaikanlage - Verschaltung der Module

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Photovoltaikanlage zu konzipieren. Sie sollten für sich prüfen, welche für Sie am sinnvollsten ist.An dieser Stelle gilt es auch, die Vorschläge von Installateuren kritisch und gerade auf die Beschattungs- und Witterungs-verhältnisse vor Ort zu hinterfragen.

Als klassisch gilt ein Solargenerator mit parallel geschalteten Solarmodulen und zentralem Wechselrichter mit Transformator. Hier werden die verschiedenen Stränge in einem Generatoranschlusskasten zusammengeführt.

Ein Wechselrichter wandelt dann den Gleichstrom in Wechselstrom um. Als Vorteile führen Experten die hohe Sicherheit durch niedrige Solarspannung an, als Nachteil hohe Kosten durch Gleichstromverkabelung und zusätzlich notwendigen Generatoranschlusskasten.

Unser Tipp: Parallelschaltung kompensiert Schatten Für eine Parallelschaltung der Solarmodule spricht der höhere Ertrag. Außerdem reagieren so geschaltete Module weniger empfindlich auf Schattenwurf als reihengeschaltete. Dagegen spricht der höhere Installationsaufwand. Bei der Reihenschaltung können außerdem die Verluste niedriger gehalten werden.

parallelschaltung

Es ist auch möglich, einen Solargenerator mit zentralem, trafolosen Wechselrichter zu installieren. Dafür werden die Module des Generators zu einem Modulstrang in Reihe geschaltet.

Weil hier der Trafo entfällt, ist der Wirkungsgrad solcher Anlagen theoretisch höher. Praktisch können Schatten bei der Reihenschaltung zu größeren Energieverlusten führen.

Standard bei kleineren Solargeneratoren sind derzeit Strangwechselrichter mit oder ohne Transformator. Bei diesen werden in der Regel Module zu Strängen in Reihe geschaltet. Die Stränge werden erst auf der Wechselstromseite zu­sammengeführt, dafür bekommt jeder seinen eigenen Wechselrichter.

Vorteil dieses Systems: Zum einen fällt die Gleichstrominstallation nicht ganz so um­fangreich reihenschaltungaus, und zum anderen wiegen die bei Reihenschaltung relevanten Einbußen durch Verschattung nicht ganz so schwer, denn diese wirken sich im­mer nur auf einzelne Stränge aus.

Photovoltaikanlage Tipp: Ein guter Monteur legt dem Kunden dar, wie er die PV-Module verstringen und so mögliche Schattenwürfe auf der Anlage kompensieren möchte. Verlangen Sie im Angebot eine Wechselrichterauslegung. Lassen Sie den Monteur nach­weisen, wie er einen theoretischen Energienutzungsfaktor von 100 Prozent erreicht (natürlich wird es immer einen thermischen Verlust geben) und schafft – auch unter Berücksichtigung einer bestmöglichen Wechselrichternutzung. Ge­schieht das nicht, dann geht zwar das Gerät nicht kaputt, aber es geht unter Umständen vom Netz und die Stromernte sinkt.

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