Photovoltaikanlagen-Überwachung - Manuell oder per Datenlogger?
Manuelle Anlagenüberwachung
Die einfachste und preiswerteste Überwachung Ihrer Photovoltaikanlage, ist das regelmäßige Ablesen und Notieren der Zählerstände Ihres Einspeisezählers mit Zettel und Bleistift. Das Erfassen können Sie wöchentlich oder monatlich durchführen. Je öfter, umso mehr sind Sie auf der sicheren Seite. Sie können die abgelesenen Ertragsdaten handschriftlich in eine Tabelle eintragen. Eine andere Möglichkeit ist das Eintragen am PC in eine Tabellen-Software wie zum Beispiel Excel. Im Internet finden Sie in verschiedenen Photovoltaik-Foren gute Excel-Vorlagen für spezielle Ertragstabellen, die Solarfreunde zum kostenfreien Download anbieten. Der Austausch mit anderen privaten Photovoltaikanlagen-Besitzern ist wichtig. Er hilft Ihnen herauszufinden, ob Ihre Anlage optimal Strom erzeugt. Mittlerweile gibt es eine große virtuelle Photovoltaik-Fangemeinde, die sich in verschiedenen Photovoltaik-Foren online trifft, wie zum Beispiel das Forum auf Solaranlagen-Portal.de. Hier können Sie sich mit anderen Anlagenbetreibern aus Ihrer Region über die Erträge auszutauschen. Beispiele für bundesweite Initiativen, die kostenfreie Ertragsvergleiche im Internet anbieten sind die Internetseiten des Solarfördervereins Aachen e. V (www.pv-ertraege.de) , die der Phönix SonnenStrom AG (www.sonnen-ertrag.de) oder die internationale Datenbank www.sonnenertrag.eu.
Überwachen mit Datenlogger
Komfortabler als selbstgeführte Listen, aber auch teurer sind sogenannte Datenlogger. Das sind elektronische Datenspeicher, die permanent und automatisch die Erträge und andere Leistungswerte der PV-Anlage überwachen. Viele Wechselrichter haben heute einen Datenlogger serienmäßig integriert. Sie sind aber auch separat erhältlich. Die Solar-Datenlogger überwachen und protokollieren die Leistung, die jeder einzelne Wechselrichter ins Stromnetz einspeist. Aus den Messwerten erstellt der Datenlogger einen Tagesbericht über den Ertrag Ihrer Photovoltaik-Anlage. Aus den Protokolldaten kann er zusätzlich eine Monats- oder Jahresauswertung generieren. Bei Unregelmäßigkeiten sendet der Datenlogger ein Signal, um den Anlagen-Betreiber darüber zu informieren. Je nach Datenschnittstelle kann der Datenlogger per Kabel oder kabellos (z. B. per Bluetooth) die Anlagendaten per SMS auf Ihr Handy, auf Ihren PC oder ein Internetportal senden. Weitere Möglichkeiten sind kleine Displays, die Funkweckern gleichen, die als Tisch- oder Wandgerät die Anlagendaten zeigen. Bei größeren Anlagen können die Daten auf ein Großdisplay, für jedermann sichtbar übertragen werden. Einige Wechselrichter-Hersteller bieten kostenlose Internetportale, auf denen sämtliche Daten der Solaranlage analysiert, präsentiert und visualisiert werden können. Datenlogger übertragen regelmäßig die Anlagendaten an das Portal. Die Informationsseiten lassen sich frei konfigurieren, auch der automatische Versand von Berichten oder Mitteilungen per E-Mail sind möglich.
Manuell oder per Datenlogger die Anlage überwachen?
Bei kleinen Solaranlagen bis 5 kWp Leistung sollten Sie die Anschaffung einer komfortablen Anlagenüberwachung mit Webanschluss, die um die 500 Euro kostet, im Sinne der Rentabilität genau überlegen. Bei kleiner Photovoltaik-Anlagenleistung schlägt ein mehrtägiger Ausfall der Solaranlage finanziell nicht so zu Buche. Bei größeren PV-Anlagen ab 10 kWp lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall. Was müssen Sie vor der Anschaffung eines Datenloggers beachten? Wenn Sie Ihre Anlagendaten im Netz speichern wollen dann sollten Sie einen DSL-Anschluss, wenn möglich mit Flatrate, besitzen.


