Solaranlagen Technik

Photovoltaikanlagen einfach erklärt

Die Solarmodule

Eine Zelle allein ist noch lange keine Photovoltaik-Anlage. Das, was man auf dem Dach eines Anlagenbesitzers sieht, ist der Solargenerator und auch nur ein Teil der kompletten Anlage. Er besteht aus mehreren Solarmodulen, auch PV-Modul genannt. In einem Modul sind viele Solarzellen miteinander elektrisch verbunden. Sie sind zwischen Glas- oder Kunststoffscheiben gebettet und so vor Wind und Wetter geschützt.PV-Module werden in der Regel in einem Rahmen auf dem Dach oder einem Trägergestell montiert. Module werden für Standardspannungen, z.B. für 12 Volt, geliefert.

Aufbau typischer Solarmodule

  • Die erste, obere Schicht eines Solarmoduls, auf der Sonnenseite, bildet eine Glasscheibe. Meist wird dafür so genanntes Einscheiben-Sicherheits-Glas, kurz ESG, verwendet. Die Front-Glasscheibe ist temperaturbeständig sowie schlag-, stoß- und druckfest.
  • Danach folgt eine transparente Kunststoffschicht aus Ethylenvinylacetat (EVA), in der die Solarzellen eingebettet sind. Die wasserdichte Kunststofffolie ist mit den Solarzellen verschweiaufbau-solarmodulßt (laminiert) und schützt vor Korrosion.
  • Die dritte Schicht bilden die Solarzellen
  • Die letzte Schicht, die Rückseite ist eine Kaschierung mit einer witterungsfesten Kunststoffverbundfolie z.B. aus Polyvinylfluorid (Tedlar) und Polyester.
  • Für eine gute Handhabung beim Transport und der Montage der Module sind sie in ein Aluminiumprofil gerahmt. Dieser Alu-Rahmen gibt dem Modul zusätzlich Festigkeit

Wie werden die Solarmodule verschaltet?

Mehrere Module werden miteinander verbunden. Das Gesamtsystem nennt man dann Solargenerator (das was bei Ihnen dann auf dem Dach hängt). Sie sollten hierbei nur Module des gleichen Typs verwenden, damit diese "gut zusammenarbeiten" und die beste Leistung erzielen.

Reihen- und Parallelschaltung

Bei der Reihenschaltung bestimmt das schwächste Modul die Gesamtleistung.

reihenschaltung

Werden größere Anlagen gebaut werden Strings (so nennt man in Reihe geschaltete Module) genommen und parallel geschaltet.

parallelschaltung

Hybridkollektoren: Zusammenspiel von Photovoltaik und Solarthermie

Einige Hersteller bieten eine Verbindung zwischen Solarmodul und Sonnenwärmekollektor an. Diese sogenannten Hybrid-Kollektoren erzeugen Sonnenstrom und Sonnenwärme zugleich. Sie nutzen die auf dem Dach vorhandene Fläche optimal und senken den Montageaufwand. Während die Solarkollektoren die Photovoltaik-Module kühlen, wird die abgeführte Wärme für die Solarthermie also zum Beispiel Warmwassererzeugung verwendet. Außerdem bieten diese Hybridmodule einen aktiven Schneeschutz: Schnee haftet auf den Solarzellen in der Regel nicht. Die Geräte haben allerdings noch Entwicklungspotenzial. Wenn sich beim Preis und der Erscheinung noch einiges getan hat, sind sie sicher eine Option für Bauherren, die auf Dauer nachhaltig wirtschaften wollen. Da die Hybridkollektoren noch nicht lange auf dem Markt sind, gibt es keinerlei Langzeiterfahrungen.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie mehr über Wechselrichter.


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