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Informationen zur Photovoltaik Finanzierung

Im Folgenden erlären wir Ihnen die verschienenen vergünstigten Kredite zur Photovoltaik-Finanzierung zeigen auf welche Kredite, Darlehn oder Züschüsse möglich sind.

Vergünstigte Kredite zur Photovoltaik Finanzierung

KfW-Kredite über die Hausbank

Viele Eigenheimbesitzer zahlen über viele Jahre Kreditraten, bis sie dann endlich ihr Haus besitzen. Da kann jede Belastung mit zusätzlichen Raten für eine Finanzierung der Solaranlage schwierig werden. Der Kredit der KfW ist deshalb in der Anfangszeit, 1 bis 3 Jahre, tilgungsfrei. Seit 2009 zahlt die KfW die Photovoltaik-Kredite im Programm „Erneuerbare Energien Standard“ für Privatpersonen. Die staatlich gestützten KfW-Kredite können Sie nicht direkt bei der KfW, sondern über eine andere Bank beantragen. Meist ist das Ihre Hausbank, die Ihr Girokonto führt.

Vielleicht wissen Sie noch von der Hausfinanzierung, dass nicht alle Banken KfW-Kredite bearbeiten. Sollte die Hausbank weigern – sie ist nicht dazu verpflichtet - können Sie den Antrag für einen KfW-Kredit auch bei einem anderen Kreditinstitut stellen. Die beauftragte Bank prüft den Kreditantrag und wägt das Risiko für das Darlehen ab. Mit dem KfW-Kredit finanziert die Solaranlage komplett ohne Eigenkapital bis zu 50.000 Euro Nettoinvestitionskosten (ohne Mehrwertsteuer).

Tipp: Eine übersicht der Fördermöglichkeiten bietet auch die Webseite von Schott-Solar

Anders als bei anderen Photovoltaik-Finanzierungen erteilt die KfW auch Freiberuflern den Kredit. Die Laufzeit des Kredits beträgt zwischen 10 oder 20 Jahren. Den Zinssatz bestimmt die Bank nach der Bonität (Zahlungsfähigkeit) des Antragsstellers. Der Antragsteller wird in eine der sieben „Preisklassen“ eingeordnet. Der effektive Zinssatz liegt mit Stand Januar 2010 zwischen 3,86 Prozent (Preisklasse A für ausgezeichnete Bonität) und 8, 52 Prozent.

Das Einordnen in eine Preisklasse und das bestimmen Ihrer Bonität über nimmt die beauftragte Bank. Abbezahlt wird in vierteljährlichen Raten. Sie können das KfW-Darlehen auch außerplanmäßig kostenfrei tilgen. Den bürokratisch aufwendigen Antrag für ein KfW-Darlehen erhalten Sie bei Ihrer Hausbank oder einer anderen Bank Ihrer Wahl.

Für Gewerbetreibende, die eine PV-Anlage finanzieren möchten steht das ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm und das KfW-Umweltprogramm zur Verfügung. Zu Fragen Fragen und Informationen zu den KfW-Programmen kann die e KfW Förderbank unter Tel. 069-7431 3030 angerufen werden. Internet:  www.kfw.de

Umwelt orientierte Kreditinstitute

Die UmweltBank AG, Nürnberg, sowie die GLS Bank, Dortmund, sind bundesweit tätige Geldinstitute mit sozial-ökologischer Ausrichtung Sie bieten deshalb gerade für die Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen attraktive Kredite an. Auch die Umweltbank ist eine Direktbank ohne Filialnetz. Das Programm zur Solarfinanzierung der Umweltbank AG lehnt sich an das ehemalige KfW-Programm „Solarstrom erzeugen“ (Auslauf Jahresende 2008)

an. Es bietet attraktive Konditionen für Solar-Projekte bis 10 kW Leistung. Das Förderprogramm „Classic“gewährt einen Kreditrahmen bis 50.000 Euro je Projekt und Kreditnehmer. Im ersten Jahr kann auf die Tilgung verzichtet werden. Die Umweltbank bietet den Kredit nicht nur für eigene Dächer sondern auch für gepachtete Dachflächen an.

Als Sicherheit verlangt die Umweltbank eine Sicherungsübereignung der PV-Anlage und ein Abtreten der Einspeisevergütung sowie einen Grundbucheintrag. Bevor die Höhe des Kredits bestimmt wird, überprüft die Umweltbank die Ertragslage Ihrer PV-Anlage. Die Laufzeit beträgt 10 bis 20 Jahre. Bei 20 Jahren Laufzeit beträgt der Effektiv-Zins 4,26 Prozent. Den Kreditantrag gibt es online unter: http://www.umweltbank.de/pdf/Kreditantrag_PV.pdf

Die GLS-Bank betreibt bundesweit sozial-ökologische Bankgeschäfte. Der Hauptsitz ist Bochum, Filialen befinden sich in Frankfurt/Main, Freiburg, Hamburg, Stuttgart, Berlin und München. Die GLS-Bank bietet eine Photovoltaik - Finanzierung ausschließlich für Privatleute an. Die Solaranlage muss sich auf dem eigenen Haus befinden.

Die Höhe des Kredits beträgt maximal 30.000 Euro, die maximale Laufzeit 15 Jahre. Als Sicherheit dient der Bank das Abtreten der Einspeisevergütung bei Nichtzahlen der Raten. Das erste halbe Jahr ist tilgungsfrei. Neben dem standardisierten Photovoltaik-Kredit für Privatpersonen bietet die GLS auch die Finanzierung größerer und/oder gewerblicher Solaranlagen an. Telefonische Beratung ist unter der Telefonnummer 0234 5797-300 möglich.

Download Kreditantrag: http://www.gls.de/fileadmin/media/pdf_formularcenter/baufi_kreditantrag.pdf

Immobilienkredit bei der Hausbank

Eine weitere Möglichkeit eine Solaranlage zu finanzieren ist der Immobilienkredit. Diese Variante eignet sich für Hauseigentümer, die weitgehend schuldenfrei sind und die eine größere Anlage (ab 25.000 Euro Investitionssumme) bauen. Für Immobilienkredite wird Ihre Hausbank die erste Anlaufstelle sein. Die Grundschuld wird bei diesem Kredit ins Grundbuch eingetragen. (Kosten ca. 100 bis 500 Euro je nach Summe). Lohnen kann sich der Immobilienkredit gegenüber den speziellen PV-Krediten, weil die Zinsen momentan recht günstig sind und eine lange Laufzeit mit Zinsbindung vereinbart werden kann. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren ist ein Zinssatz von 4, 3 Prozent möglich.  

Förderungen in den Bundesländern

In einigen Bundesländern gibt es weitere Fördermittel, welche die Photovoltaik-Finanzierung erleichtern. Zum Beispiel förderte 2009 das Bundesland Sachsen über die Sächsische Aufbaubank (SAB) die Installation von kleinen Photovoltaik-Anlagen bis 15 kW zusätzlich zum EEG. Die privaten Betreiber erhielten einen Anlagenzuschuss von 250 Euro pro installiertes kWp. So erhielt der Besitzer einer 5 kWp Anlage eine Summe von 1.250 Euro geschenkt. Finanziert wurde das Programm, das auch andere erneuerbare Energien fördert, aus dem Fördertopf „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ der Europäischen Union. Deshalb lohnt es sich, wenn Sie in Ihrer Gemeinde, Stadt oder bei den Energieagenturen und den Wirtschaftsministerien auf Länderebene l sich erkundigen, ob es noch eine Photovoltaik-Förderung gibt.

Der Schönauer Sonnencent und andere Zuschüsse vom EVU

Eine besondere Photovoltaik-Förderung bietet der Ökostromanbieter EWS -Elektrizitätswerke Schönau. EWS-Stromkunden erhalten eine zusätzliche Vergütung zum EEG. Die Förderung besteht in einer zusätzlichen Vergütung von 6 Centfür jede produzierte kWh für die ersten 5 Jahre, danach reduziert sich die Förderung auf 4 Ct/kWh für weitere 5 Jahre. Dem Geförderten wird das in einem Fördervertrag garantiert. Grundlage für die Zusatzvergütung sind die Abrechnungen des Netzbetreibers. Internet: www.ews-schoenau.de.

Auch andere Energieversorger verteilen Zuschüsse für Solarstromanlagen an ihre Kunden. Der südbadischen Versorgers badenova zahlt 900 Euro Zuschuss und die Stadtwerke Waiblingen geben sogar bis zu 3.000 Euro zur neuen Anlage hinzu.

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