Wagner-Enkelin heizt mit Pellets

Bayreuth im Januar 2009. Ein Haus liegt unter einer dicken Schneedecke. Das Außenthermometer zeigt minus fünf Grad – drinnen sind es wohlige 22. Dafür sorgt der Heizkessel im Keller. Sein Futter sind Holzpellets – kleine zylinderförmige Spanpresslinge. In diesem Haus in Bayreuth hat die Pelletheizung
eine prominente Besitzerin: Katharina Wagner, Urenkelin des Komponisten Richard Wagner. Am 11. Februar 2009 gewährte die Leiterin der Bayreuther Festspiele einen Einblick in ihren Heizkeller, wo der Pelletkessel seit neuestem die kleinen Sticks verbrennt. Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) nutzte die Gelegenheit, um auf die Inbetriebnahme der 100.000sten Pelletfeuerung in Deutschland hinzuweisen.

Katharina Wagner hatte verschiedene Gründe zur Umstellung ihrer Wärmeversorgung. Mit der alten Heizung auf Basis fossiler Brennstoffe war sie unzufrieden und wollte deshalb „eine kostengünstige, umweltfreundliche und saubere Alternative, für die nicht der Garten umgegraben werden musste.“ Die neue Pelletheizung hat ihre Vorstellungen bereits nach wenigen Wochen erfüllt. „Weil die Wärme so angenehm ist“, wie Katarina Wagner sagt, „und weil sie sich äußerst komfortabel bedienen lässt.“ Der zukunftssichere Energieträger macht unabhängig von Rohstoffimporten und schafft Arbeitsplätze in Deutschland. Auch der Klimavorteil der Spanpresslinge lässt sich leicht beziffern: Eine Anlage erspart der Umwelt bei einem Energiebedarf von rund 15.000 Kilowattstunden im Jahr etwa fünf Tonnen CO2. Außerdem geben Holzpellets bei der Verbrennung gegenüber Heizöl deutlich weniger Schwefeldioxid ab; ein Gas, das maßgeblich für sauren Regen und Waldschäden verantwortlich ist. So erhalten aufgrund ihrer Energieeffizienz und Schadstoffarmut immer mehr Pelletfeuerungen das Umweltsiegel „Blauer Engel“.
Martin Bentele, Diplom-Forstwirt und Geschäftsführer des DEPI, freut sich, mit Katharina Wagner eine
prominente Fürsprecherin für das Heizen mit Pellets gewonnen zu haben. Er betont, dass „Pelletheizungen
als modernste Form der Holzfeuerung sich immer größerer Beliebtheit erfreuen.“ Bentele rechnet fest damit, dass auch die gegenwärtige Wirtschaftskrise an dieser Entwicklung nichts ändern wird. Im Gegenteil: Immer mehr Verbraucher schätzten die Investition in eine Pelletheizung als eine werthaltige, da energiesparende, Anlage. Durch die Produktion aus heimischen Holzspänen, die in Sägewerken in großen Mengen als Koppelprodukt anfallen, stehe eine ausreichende Rohstoffmenge für ein weiteres Wachstum zur Verfügung. Bentele weist darauf hin, dass nach neuen Berechnungen momentan erst rund zwei Prozent des heimischen Energieholzverbrauchs als Pellets genutzt würden. „Waldrestholzbestandteile wie Wurzeln oder Kronen, die zur Nährstoffversorgung besser im Wald verbleiben, werden für die Pelletherstellung nicht genutzt. Die moderne Holzfeuerung geschieht deshalb im Einklang mit einer nachhaltigen Waldwirtschaft “, betont der Geschäftsführer.
Wie attraktiv das Heizen mit Pellets mittlerweile in Deutschland geworden ist, bestätigt der kontinuierliche
Anstieg der installierten Feuerungen: Seit dem Jahr 2000 – mit 3.000 privaten Pelletheizungen – wurden inzwischen bereits über 100.000 solcher Anlagen in Betrieb genommen, was allerdings noch nicht einmal ein Prozent am Heizungsmarkt ausmacht. Mittelfristig soll sich das ändern: Bei gleich bleibendem Wachstum rechnet das DEPI bis zum Jahr 2020 mit einem Anteil von fünf Prozent. Für dieses Jahr geht die Branche von rund 35.000 weiteren Haushalten aus, die auf Pellets umsteigen.

Mehr Informationen: www.depi.de

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