Die derzeitige Schneesituation in einigen Regionen macht nicht nur der Bevölkerung, sondern auch den Solaranlagen zu schaffen. In diesem Zusammenhang sind einige sehr wichtige Dinge zu beachten, wie der Obmann des Güteausschusses der RAL Gütegemeinschaft Solar Dipl.-Ing. (FH) Christian Keilholz bemerkt.
Entscheidend ist jetzt, dass die Schneehöhe auf den Solarelementen zusammen mit der Lufttemperatur gemessen wird. Sollte dies nicht möglich sein, sind Fotos vom Modul- oder Kollektorfeld – zusammen mit einem Größenvergleich – sehr zu empfehlen. Diese Fotos sind in jedem Fall dienlich, um z. B. auch ungleichmäßige Schneehöhen darzustellen.
Für einen möglichen späteren Reklamationsfall ist es von entscheidender Bedeutung, ob die Schneelast die Normvorgabe überschritten hat. In den meisten Fällen wird derzeit – entgegen des Eindrucks – die zulässige Schneelast noch deutlich unterschritten. Der ausführende Betrieb kann sich dann – bei später ersichtlichen Schäden – nicht auf “die damals zu hohe Schneelast” herausreden, falls dies jetzt entsprechend dokumentiert wird.
Große Vorsicht ist bei der Räumung von Solarfeldern geboten. Die scharfen Kanten von Räumwerkzeugen können die Glasoberflächen beschädigen und so ebenfalls – auch nach langen Zeiträumen – zu Glasbrüchen führen. Weitere Infos unter www.gueteschutz-solar.de .

