Verbraucherfragen an PV-Experten

Der PV-Experte Dr. Giso Hahn von der Universität Konstanz antwortet auf Verbraucherfragen zum Solarstrom.

Wo kann ich mich als Verbraucher vorab über Solarstrom informieren?
Wer sich informieren will, sollte sich auf jeden Fall im Internet mal umsehen. Einen sehr guten Überblick bietet zum Beispiel www.solarserver.de Hier gibt es Brancheninformationen, Buchtipps, Hinweise auf Arbeitskreise und Beratungsstellen sowie Tipps und Ratschläge rund um alle finanziellen Fragen. Von dieser Plattform aus kann man dann sehr gezielt weitersuchen.

Wo kann ich denn einfach mal ausrechnen lassen, ob sich eine Anlage für das eigene Haus lohnt?
Einfach mal http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/ anklicken. Hier kann man seinen Standort in Deutschland und in ganz Europa anklicken und dann sehr genau über eine Art kleinen Taschenrechner ausrechnen lassen, wie viel das Solardach am eigenen Haus bringen würde und wie viel Strom man ernten kann. Im Süden Deutschlands haben die Häuslebauer natürlich bessere Karten als im Norden.

Wenn ich Solarstrom erzeuge und ihn dann in das Netz meines Stromversorgers einspeise, dann habe ich ja gar keinen Öko-Strom pur mehr. Kann ich meinen Strom nicht auch selbst speichern?
Das geht schon, allerdings benötigt man dafür geeignete und sichere Speichermöglichkeiten. Wenn Sie allerdings den Strom in das Netz einspeisen, bekommen sie vom Staat eine Art Zulage. Das rechnet sich natürlich. Meint: Solarstrom ist auch eine Art Geldanlage.

Wieviel Strom produziert denn eine Anlage im Jahr?
Das hängt natürlich von vielen Faktoren ab, aber eine typische Größe ist eine Leistung von 3 Kilowatt unter Normbedingungen. Bei uns in Süddeutschland liefert eine 1 Kilowatt Anlage ungefähr 1000 Kilowattstunden im Jahr. Rund 3.000 bis 4.000 Kilowattstunden rechnet man für ein Einfamilienhaus im Jahr. Natürlich spielt hier auch wieder eine Rolle, ob im Haushalt alte Elektrogeräte stehen, die Stromräuber sind und wie fit die Hausbewohner in Sachen Stromsparen sind.