Verbraucher verlieren Vertrauen in Öl und Gas

Handvoll Holzpellets Die täglichen Schockmeldungen zum steigenden Ölpreis und den daran gekoppelten Gaspreis zeigen Wirkung bei den Verbrauchern. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der rund 400 Teilnehmer einer Online-Umfrage der Initiative Pro Pellets (IPP) sind überzeugt, dass erneuerbare Energien fossile Brennstoffe im Wärmemarkt nach und nach verdrängen werden. Jeder Fünfte (21 Prozent) rechnet mit nur geringen Marktveränderungen aufgrund der momentan hohen Verunsicherung. 20 Prozent glauben auch künftig an die Vormachtstellung von Öl und Gas. Der Sprecher der Initiative pro Pellets (IPP) Konrad von Viereck sieht hier eine Trendwende: „Viele Haushalte spüren den Ölpreisanstieg schmerzlich im Portmonee. Und die angekündigten Gaspreiserhöhungen um teilweise mehr als 300 Prozent werden jedes Budget sprengen. Darum setzt allmählich ein Umdenken ein.“

So zählen zum Beispiel die aus Restholz gepressten Holzpellets konstant zu den günstigsten
Brennstoffen am Markt. Im Vergleich zu Heizöl, das aktuell mit etwa 9,3 Cent pro Kilowattstunde
zu Buche schlägt, kosten die umweltfreundlichen Spanstäbchen 60 Prozent weniger: Rund
3,6 Cent ist für eine Pellet-Kilowattstunde zu bezahlen. Jährlich spart beispielsweise eine vierköpfige
Familie im Einfamilienhaus somit 1.800 Euro ein. „Mittelfristig wird die Preisschere
zwischen fossilen und erneuerbaren Brennstoffen weiter auseinandergehen“, so von Viereck.
Der Umstieg auf saubere Energiequellen sei jedoch nicht nur eine Frage des Preises. „Nutzer
erneuerbarer Energien schonen außerdem die Umwelt und sind unabhängig von unvorhersehbaren
Entwicklungen am Ölmarkt.“

Obwohl die Nachfrage nach Holzpellets ungebrochen steigt, ist der deutsche Wald von einer
Übernutzung weit entfernt. „Die Wälder sind in einem sehr guten Zustand“, sagt von Viereck.
Von den 3,4 Milliarden Kubikmeter Holz in der Bundesrepublik stehen jährlich 80 Millionen
Kubikmeter Rohholz zur Verfügung. Tatsächlich genutzt werden derzeit nur 60 Prozent, wie die
letzte Bundeswaldinventur belegt. „Damit gibt es sowohl für die stoffliche Verwendung von
Holz auch für die Herstellung der rindenfreien DINplus-Pellets langfristig ausreichende Mengen
wertvoller Resthölzer“, erklärt der IPP-Sprecher. Für 2008 rechnet der Deutsche Energie-
Pellet-Verband (DEPV) mit einem Bestandszuwachs von derzeit 80.000 auf 100.000 Pelletheizungen
in Deutschland.

Mehr Informationen: www.initiative-pro-pellets.com