Der Vatikan hat am 26. November 2008 seine erste Solarstromanlage auf dem Dach der päpstlichen Audienzhalle eingeweiht. Mit der Errichtung dieser Anlage möchte der Vatikan einen Beitrag zu einer umweltverträglichen Energieerzeugung leisten und sich damit für den Klimaschutz und einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen engagieren. Durch die Stromerzeugung aus der Sonne wird der Vatikan künftig etwa 225 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid pro Jahr einsparen. Die Solaranlage ist eine Schenkung der SolarWorld AG sowie der SMA Solar Technology AG: SolarWorld lieferte die PV-Module, SMA hat hierfür die Solar-Wechselrichter gestiftet. Sie sorgen für die effiziente Umwandlung des von den Solar-Modulen erzeugten Gleichstroms in netzüblichen Wechselstrom.
Im Rahmen eines feierlichen Festaktes wurde die Anlage in der Accademia delle Scienze eingeweiht. An der Einweihung nehmen neben Franz Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, Pierre-Pascal Urbon, Mitglied des Vorstands der SMA, und Valerio Natalizia, Managing Director SMA Italia, u.a. der Präsident des Governatorats des Vatikan, Kardinal Giovanni Lajolo sowie der Nobelpreisträger für Physik, Prof. Carlo Rubbia, teil. Im Anschluss an die Einweihung hat der SPD-Politiker und Eurosolar-Präsident Hermann Scheer dem Vatikan und der SolarWorld AG als Würdigung des Projektes den Europäischen Solarpreis verleihen.
Die Anlage, die in den vergangenen Wochen auf dem fußballfeldgroßen Dach der päpstlichen Audienzhalle Paolo VI montiert wurde, hat eine Gesamtleistung von rund 220 Kilowatt. 2.394 Solarmodule werden künftig bis zu 300 Megawattstunden Strom im Jahr erzeugen, dies entspricht in etwa dem jährlichen Bedarf von 100 Haushalten.
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