Direkte Stromgewinnung aus Sonnenlicht gilt als eine der Technologien mit besonders guten Zukunftschancen. Die Nachfrage nach Photovoltaik in Europa ist stark, und es besteht noch weiteres Wachstumspotenzial. Die Branche arbeitet verstärkt daran, die Herstellungskosten von Solarzellen zu reduzieren, ihre Effizienz zu verbessern und die Durchsatzraten in der Produktion zu erhöhen. “Wir sind mit unserer einzigartigen Positionierung in den Geschäftsbereichen Concentrated Solar Power und Photovoltaics für die Zukunft gut gerüstet. Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr ist Schott Solar äußerst zufrieden, denn wir haben in beiden Geschäftsbereichen wesentliche Meilensteine unserer ambitionierten Ausbauplanung erreicht und konnten gleichzeitig unsere Profitabilität nachhaltig verbessern”, betonte Dr. Martin Heming, Chief Executive Officer der Schott Solar AG. “Bis zum Geschäftsjahresende planen wir durch die Inbetriebnahme bzw. den Hochlauf weiterer Fertigungslinien in beiden Segmenten eine nochmalige deutliche Ausweitung der Produktionskapazität. Im Geschäftsbereich Photovoltaics sollen insgesamt 360 Megawatt Modulkapazität erreicht werden, im Geschäftsbereich Concentrated Solar Power ist eine jährliche Produktionskapazität für eine Solarkraftwerksleistung von einem Gigawatt elektrisch geplant. Für das Geschäftsjahr 2008/09 geht die Schott Solar AG von einem weiter starken Umsatzwachstum aus. Allerdings wird die Gesamtentwicklung der Solarbranche im Jahr 2009 erheblich von den momentan schwer prognostizierbaren Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise abhängig sein”, so Dr. Heming weiter.
Gerade für die Energieversorgung privater Haushalte wird Photovoltaik in Zukunft eine immer größere Bedeutung bekommen. “Die Erneuerbaren Energien werden 2020 in Deutschland 47 Prozent der Stromversorgung sichern. Dabei kommt der sehr dezentralen Solarenergie eine Schlüsselrolle zu. Wenn der Strom vom eigenen Dach in einigen Jahren günstiger ist als der Strom vom Energieversorger, dann werden sich mehr und mehr Haushalte unabhängig machen von Kohle sowie Atom und können zu diesem Wachstum beitragen”, sagt Björn Klusmann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE).
Photovoltaik auf der Hannover Messe
Das Thema Solarstrom ist auf der internationalen Leitmesse Energy im Vergleich zum vergangenen Jahr weiter gewachsen. Der Schwerpunkt der Präsentationen befindet sich im Themenpark Renewables in Halle 13. Aber auch in Bezug auf Werkzeuge und Materialien, Komponenten bis hin zu kompletten Solarstromanlagen sowie Service- und Dienstleistungen findet der Fachbesucher auf der Hannover Messe alles zum Thema Photovoltaik. Beispielsweise nimmt auf der Research & Technology in Halle 2 die Energieerzeugung aus Sonnenlicht einen Platz ein. Zudem bietet die Nutzung dieser Technologie ein großes Potenzial für die industrielle Produktion – Prozesse können optimiert und Kosten eingespart werden. Anwendungen hierzu bietet die Industrial Automation. Weitere Aussteller zum Thema Solar finden sich außerdem auf der Subcontracting oder SurfaceTechnology. Das Energieland Nordrhein-Westfalen präsentiert sich mit der EnergieAgentur.NRW 2009 im Rahmen der Energy in Halle 13, Stand C68. Mehr als 20 Unternehmen und Forschungseinrichtungen stellen auf rund 600 Quadratmetern aus. Auch die Kampagne “Photovoltaik NRW – Solarstrom für Nordrhein-Westfalen” ist mit ihren Mitgliedsunternehmen dabei: Die abakus solar AG aus Gelsenkirchen stellt maßgeschneiderte Lösungen für gebäudeintegrierte PV-Anlagen vor. Solarkraftwerke und Systeme zur nachhaltigen Energieversorgung werden von der Ecostream Germany GmbH aus Köln präsentiert. Das Bonner Unternehmen SolarWorld AG präsentiert auf der HANNOVER MESSE den solar betriebenen Rennboliden “SolarWorld No.1″, der gemeinsam mit der Hochschule Bochum konstruiert wurde.
Zum zehnten Mal wird sich 2009 der Gemeinschaftsstand Berlin-Brandenburg, organisiert durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam zusammen mit der Brandenburgischen Energie Technologie Initiative (ETI), auf der Leitmesse Energy präsentieren. Neun Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen der Region stellen auf rund 150 Quadratmetern des Gemeinschaftsstandes zum Thema Solarenergie aus. Die Kampagne “Solarregion Ostbrandenburg – Das leuchtet ein” stellt die Solar-Unternehmen der Region Ostbrandenburg vor. Mitglieder der Initiative sind unter anderem Aleo Solar, Conergy, First Solar, Odersun, PVflex, 5N PV und Yamaichi Electronics. In der Region werden die meisten Solarmodule Deutschlands gefertigt. Die junge Branche hat über 1 000 neue Arbeitsplätze in Frankfurt an der Oder geschaffen. Insgesamt sind in Berlin-Brandenburg mittlerweile 3 700 Menschen in der Solarindustrie tätig.
Mehr Informationen: www.hannovermesse.de

