Die Nutzung regenerativer Energien liegt im Trend: Die Verbindung zweier regenerativer Energieträger wie Holz und Solar ist zunehmend eine Alternative für Hausbesitzer, wie das Beispiel der Wagners aus Schifferstadt zeigt. Bis vor kurzem heizten die Wagners ihr Eigenheim – Baujahr 1929 – mit Öl. Von den vier automatisch bestückten Einzelöfen und dem damit verbundenen Ölgeruch im ganzen Haus hatten Stefan und Monika Wagner sowie Töchterchen Loretta allerdings die Nase voll. „Wir wollten endlich eine moderne und emissionsarme Heizung“, erklärt Monika Wagner. Nach dem Besuch einer Verbrauchermesse entschied sich das Paar für Holzpellets – zylindrische Stäbchen, die ohne chemische Zusatzstoffe aus Restholz wie Sägemehl oder Sägespänen gepresst werden. Pellets verbrennen CO2-neutral, setzen also nur die Menge an Kohlenstoffdioxid frei, die Bäume während ihres Wachstums aufnehmen. Pellets sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch günstiger als fossile Brennstoffe: Der Pelletpreis liegt derzeit bei etwa vier Cent pro Kilowattstunde, Öl und Gas hingegen bei rund sechs Cent (Quelle: DEPV/Solar Promotion GmbH, Stand: Juli 2006). Betriebskosten sparen die Wagners künftig auch mithilfe zweier Solarkollektoren auf dem Dach: Eine Solaranlage unterstützt den Pellet-Kessel bei der Erwärmung des Brauchwassers.
Heizen leicht gemacht
Familie Wagner schätzt inzwischen auch den minimalen Bedienungsaufwand ihrer neuen Heizanlage: Lediglich zwei bis vier Mal im Jahr muss der schuhkartongroße Aschekasten geleert werden – und die Asche lässt sich prima als Dünger im Garten verwenden. Das ist alles. Denn der Suprapellets-Heizkessel von Junkers, für den sich die Wagners entschieden haben, arbeitet und reinigt sich vollautomatisch. Moderne Brennertechnik sorgt für einen hohen Wirkungsgrad von 94,7 Prozent und damit für einen geringen Brennstoffverbrauch. Pellet-Heizkessel und Warmwasserspeicher benötigen im Keller nur zwei auf drei Meter Grundfläche. Von der Pellet-Anlage führen zwei Schläuche an der Decke entlang in den Nebenraum. Dort lagern die Pellets. Ein Saugsystem befördert die Pellets in dem einen Schlauch zur Anlage, in dem anderen Schlauch strömt Luft zurück. Für eine trockene Lagerung der Pellets in Wagners Keller sorgen zwei Sacksilos – eine einfache und günstige Lösung, denn in einem Metallgestell aufgehängt, lassen sich die Silos ohne bauliche Anpassungen in jedem Keller aufstellen.
Warmes Wasser von der Sonne
Für die Warmwasserbereitung ist – vor allem in den Sommermonaten – die Solaranlage von Junkers zuständig. „Wir haben beide Anlagen vom selben Hersteller gewählt, da passt alles optimal zusammen“, weiß Stefan Wagner. Zwei Flachkollektoren mit je 2,6 Quadratmeter Kollektorfläche fangen die Sonnenstrahlen auf dem Dach ein, eine Wärmeträgerflüssigkeit transportiert die Energie in den Speicher. Der Solarspeicher ist mit 300 Liter Fassungsvermögen knapp zwei Mal so groß bemessen wie der tägliche Warmwasserbedarf der Familie. Damit lässt sich die Solarwärme ideal nutzen und über einige Tage speichern. Nur wenn die Sonne längere Zeit nicht scheint und die Wassertemperatur im Speicher unter einen eingestellten Wert fällt, schaltet sich automatisch die Pellet-Anlage zur Warmwasserbereitung ein. Übers Jahr gerechnet erreicht die Anlage eine solare Deckung von rund 60 Prozent.
Das Beispiel der Wagners zeigt: Eine Pellet- und eine Solaranlage lassen sich sauber kombinieren, um zwei regenerative Energiequellen zu nutzen und vollständig auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Und mit umweltgerecht erzeugter Wärme lässt sich darüber hinaus auch noch kräftig sparen.
Mehr Informationen: www.junkers.com

