Lieber Solarfreund,
willkommen im Newsletter für Dezember 2010 vom Solaranlagen-Portal.de.
Inhalt:
1. Photovoltaik-Anlagen im Winter
2. Schadensersatz vom Netzbetreiber bei Netzabschaltung
3. Größte Solaranlage der Welt
1. Was tun wenn Schnee auf den PV-Modulen liegt?
Herrliche Wintertage stehen uns bevor. Der Schnee glitzert in der Sonne. Doch der Besitzer einer Photovoltaik-Anlage kann sich nicht so recht freuen: seine Module sind mit Schnee bedeckt. Was kann man machen?
Zunächst sei gesagt, dass der Ertragsverlust geringer ist, als man denken mag. Bei einer dünnen Schneedecke gelangt immer noch Licht an die Solarzellen und Strom wird produziert. Zu mal der Ertrag in den Wintermonaten sowieso nicht mit den Sommermonaten zu vergleichen ist. In den meisten Gegenden in Deutschland wird zwischen Oktober und März nur 1/4 des gesamten Jahresertrags erwirtschaftet. Das wissen natürlich auch die Hersteller der Zellen. Manche berechnen daher die Ertragsprognosen unter Berücksichtigung von Schnee-Phasen. Unterm Strich sind die Einbußen also nicht so gravierend.
Wer dennoch etwas unternehmen will, dem mögen folgende Tipps helfen. Experten raten dringend davon ab, selbst auf das Dach zu steigen und den Schnee zu entfernen. Die Gefahr des Abrutschens ist bei schneebedecktem Dach einfach zu groß. Es ist eine Milchmädchen-Rechnung: ein möglicher Absturz mit Verletzungen gegenüber geringen Ertragseinbußen. Möglicherweise sind die Solarmodule vom Boden aus mit einer Teleskop-Stange erreichbar. Doch auch hier ein Wort zur Vorsicht: beim Wegfegen des Schnees können die Module zerkratzt werden. Für ganz Ungeduldige gibt es Modul-Heizungen, die den Schnee weg schmelzen. Da die Systeme aber nicht so günstig sind, dürften sich diese Lösung nur in sehr schneereichen Gegenden amortisieren.
Sollten sich Solarpanels auf Flachdächern im Neigungswinkel verstellen lassen, sollte dieser über 30° betragen, was bewirkt, dass der meiste Schnee von alleine abrutscht. Des Weiteren trifft die Sonne senkrechter auf, da sie ja im Winter generell tiefer steht.
Im Frühjahr wäre es empfehlenswert die Unterkonstruktion der Photovoltaik-Anlage zu überprüfen. Nicht alle Gestelle halten die Schneelast aus und tragen Schaden davon.
2. Kann ich Schadensersatz für entgangene Einspeisevergütung vom Netzbetreiber bei Netzabschaltung fordern?
Prinzipiell ja. Aber dem Netzbetreiber muss Fahrlässigkeit oder Vorsätzlichkeit nachgewiesen werden. Und der Anlagenbetreiber muss beweisen, dass seine Anlage betriebsbereits war und daher wirklich Einnahmeverluste eingetreten sind. Da die Wenigsten diese Leistungen erbringen können, ist eine Klage meist relativ aussichtslos. So traurig das ist, aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bleibt man als Anlagenbetreiber auf den entgangenen Einnahmen sitzen.
3. Größte Solaranlage der Welt
In der Provinz Ontario wurde im Oktober 2010 ein 80MW-Solarpark eröffnet, der größte der Welt. Dies mag schon ein wenig komisch anmuten: Kanada ist nicht gerade für Sonnenreichtum bekannt. Dennoch liegt die Sonneneinstrahlung in diesem Teil Kanadas auf dem Niveau von Süddeutschland. Der Solarpark produziert nun Strom für 12.800 Haushalte (kanadisches Verbrauchsniveau). Mit der Fertigstellung löst Kanada damit den bisherigen Spitzenreiter aus dem spanischen Olmedilla (60MW) ab.
Wie lange wird Kanada Platz 1 der größten Solaranlagen der Welt verteidigen können? In mehreren Ländern werden zurzeit Mega-Projekte geplant. Indien macht von sich Reden und auch die USA mit dem Blythe Solar Power Project, welches mit der Parabolrinnentechnologie 1GW Leistung erzeugen soll.

