Das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP gibt den Startschuss für eine sonnige Zukunft: Im Beisein von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff wird am Wissenschaftsstandort weinberg campus der Grundstein für den Neubau des Fraunhofer CSP gelegt. Mehr als 100 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Forschung nehmen teil. Auf rund 4000 m² entsteht ein neues Zentrum für angewandte Forschung in den Bereichen Solarmodule, Solarwafer und Kristallisationstechnologien für die Photovoltaik. Das neue Gebäude wird dann Platz für bis zu 85 Mitarbeiter bieten.
Forschung für billigen Solarstrom
»Wir freuen uns, dass wir den Photovoltaikunternehmen in der Region als Partner für gemeinsame, praxisorientierte Forschungsprojekte zur Verfügung stehen können«, so Professor Jörg Bagdahn, der für den Bereich Zuverlässigkeit und Technologien am Fraunhofer CSP zuständig ist. »Mit einem Schwerpunkt im Bereich der Siliziumkristallisationstechnologien wollen wir dazu beitragen, dass der Solarstrom künftig noch billiger werden kann«, so Dr. Andreas Bett, der das Labor für Kristallisationstechnologie am Fraunhofer CSP leitet. Das neue Zentrum in Halle wird für die Industrie Lösungen aus einer Hand bieten: Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten fokussieren sich unter anderem auf die Entwicklung von Verfahren zur Kristallisation und Herstellung dünner Siliziumwafer, die Bewertung mechanischer Eigenschaften von Wafern und Solarzellen sowie die Zuverlässigkeit von Solarmodulen.
In das Fraunhofer CSP mit seinem Modultechnologie-zentrum in Schkopau wird insgesamt 60 Millionen Euro investiert. Davon stellt Sachsen-Anhalt 52,5 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln bereit, die Fraunhofer-Gesellschaft übernimmt 7,5 Millionen Euro aus der Grundfinanzierung des Bundes. Für den Neubau des Forschungsgebäudes am weinberg campus sind 47,2 Millionen Euro veranschlagt, 15,2 Millionen Euro für die Gebäude sowie 32 Millionen Euro für die technische Erstausstattung. Der Neubau wird mit Mitteln der Europäischen Kommission aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Die bis 2012 entstehende CSP Forschungseinrichtung wird nicht nur den Photovoltaikunternehmen der Region als Partner für gemeinsame anwendungsorientierte Forschungsprojekte zur Verfügung stehen. Mit höchster Kompetenz entwickeln das Fraunhofer CSP neue Technologien von der Kristallisation über die Waferherstellung bis zur Modulfertigung und beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Materialien entlang der Wertschöpfungskette.
Das Fraunhofer CSP gliedert sich in die Bereiche »Zuverlässigkeit und Technologien für Netzparität« und »Labor für Kristallisationstechnologie«. Es ist eine gemeinsame Einrichtung des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.
Mehr Informationen: www.csp.fraunhofer.de
Foto: Grundsteinlegung zum Neubau des Fraunhofer CSP. Von links nach rechts: Jan Hinnerk Meyer, Rudolf Jonas, Prof. Dr. Eicke Weber, Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff, Prof. Dr. Alfred Gossner, Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados, Prof. Dr. Jörg Bagdahn, Prof. Dr. Ralf Wehrspohn, Ministerialrat Wilfried Kraus. (Quelle: Fraunhofer CSP)






