Erntelagerdach liefert Sonnenstrom

Als Landwirt kennt sich Peter Kernchen aus Trebitz mit dem Ernten aus. Deshalb nutzt er nicht nur den Ertrag, den er auf dem Feld erwirtschaftet, sondern erntet auch die Energie der Sonne. Dazu wurde auf dem Dach seiner Lagerhalle eine Photovoltaikanlage installiert. Die Planung und Berechnung der Anlage übernahm der SHK-Fachbetrieb Peter Ernicke Heizung & Sanitär GmbH aus Belzig. Dabei wurden die Solarprofis von Westfa-Außendienstmitarbeiter Heinz Schiller unterstützt. Gemeinsam mit dem Eigentümer entschloss man sich für die Installation von 176 Solarmodulen des Typs STP 170 S mit einer Einzelleistung von 170 Watt peak. Insgesamt ergibt das eine Modulfläche von 225 m² und eine Leistung von 29,92 Kilowatt peak.

Ideale Vorraussetzungen
Mit seiner südlichen Ausrichtung und einer Neigung von 25 Grad bietet das Dach von Kernchen ideale Vorraussetzungen, um die Energie der Sonne zu nutzen. Ein weiterer Vorteil: Es liegen keine Verschattungen vor. “Grundsätzlich sollte bei der Planung von Solarstromanlagen immer berücksichtigt werden, dass ein ausreichender Lichteinfall gewährleistet wird, damit die Anlage möglichst viel Strom produziert”, so Westfa-Spezialist Schiller. Verschattungen durch Bäume und Schornsteine sollten unbedingt vermieden werden, da alle Module untereinander in Strings verschaltet sind. Wird nur ein kleiner Teil eines Moduls verschattet, bedeutet dies bereits eine deutliche Reduzierung der Leistung der gesamten Anlage, da nicht bestrahlte Flächen wie ein elektrischer Widerstand wirken, den der gesamte Strom durchfließt.

Fachgerechte Montage und optimierter Betrieb durch Wechselrichter
Die eigentlichen Montagearbeiten konnten innerhalb kurzer Zeit von vier Fachmännern erledigt werden. Zuerst wurden die Halterungsschienen auf dem Dach angebracht. Im nächsten Schritt wurden die Module auf die Halterungen gesetzt, verkabelt und die Wechselrichter angeschlossen. Wie bei allen Solarstromanlagen so sind auch hier die insgesamt sechs Wechselrichter das zentrale Element. Sie sorgen dafür, dass der solarerzeugte Gleichstrom (DC) in haushaltsüblichen Wechselstrom (AC) von 230 Volt umgewandelt wird. Dadurch wird eine Einspeisung in das öffentliche Stromnetz erst möglich. Neben der Umwandlung garantieren die Wechselrichter durch ein selbstanpassendes MPP-Tracking, dass der Betrieb der Anlage immer im Maximum Power Point (MPP) des Generators erfolgt. Eine Einrichtung zur Netzüberwachung, die so genannte ENS (elektronische Netz-Abschaltung), gewährleistet den sicheren Betrieb der Solarstromanlage: Bei Ausfall oder Abschalten des öffentlichen Stromnetzes wird die Anlage automatisch vom Netz getrennt und auch automatisch wieder zugeschaltet, wenn die Bedingungen im Netz wieder stabil sind.

Die Sonnenernte lohnt
Für Peter Kernchen lohnt sich die Investition in die Sonne. Für den auf seinem Lagerdach gewonnenen Strom erhält er bei Einspeisung in das öffentliche Netz eine Einspeisevergütung von 49,21 Cent pro Kilowattstunde (gilt für Anlagen aus dem Jahr 2007) und das für 20 Jahre garantiert. Im Durchschnitt haben sich Anlagen dieses Typs bereits in 11-15 Jahren amortisiert. Da mit einer Lebensdauer von mindestens 30 Jahren zu rechnen ist, kann sich Kernchen sicher sein, dass seine Ernte seine Investitionskosten weit übersteigt. Zumal, da selbst nach Ablauf der Einspeisevergütung der Besitzer weiterhin den Verbrauchertarif für den eingespeisten Strom erhält. “Jetzt kann ich mich einfach zurücklehnen und die Sonne für mich arbeiten lassen”, freut sich Kernchen.

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