Der Siegeszug erneuerbarer Energien in Deutschland ist nun amtlich: Auf der Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes haben die Marktforscher der Landesbausparkassen LBS Research die wichtigsten Trends zusammengefasst. Demnach hat die Zahl der Wohnungen, die mit Sonne, Holz, Wind oder Wärmepumpen beheizt werden, im Jahr 2006 die Millionenschwelle überschritten. Das bedeutet eine Verdreifachung seit 2002. Die regionale Verteilung zeigt einen großen Vorsprung der Länder Bayern und Baden-Württemberg. Hier stehen über 60 Prozent aller regenerativ beheizten Objekte. An dritter Stelle folgt Thüringen. 86 Prozent aller mit erneuerbaren Energien betriebenen Heizanlagen stehen Ein- und Zweifamilienhäusern, knapp drei Viertel davon werden von den Eigentümern selbst bewohnt. Unter den anderen Energieträgern konnte 2006 einzig die Gasheizung leicht dazu gewinnen und ihre führende Stellung behaupten: Mit 17,6 Millionen wird fast die Hälfte aller Wohnungen in Deutschland mit Gas beheizt.
Differenziert man den Ist-Zustand nach dem Baualter, so liegt laut LBS Research bei den jüngsten Objekten (ab dem Baujahr 2001) die Quote der Wohnungen, die mit erneuerbaren Energien beheizt werden, mit 6,5 Prozent naturgemäß am höchsten. Denn beim Neubau können entsprechende Anlagen von vornherein eingeplant und mit dem relativ geringsten Aufwand realisiert werden. Dass aber auch der Gebäudebestand umgerüstet werden kann, zeigt die Tatsache, dass bereits gut sechs Prozent der bis 1918 fertig gestellten Wohnungen über Heizungen mit Holz, Solaranlagen oder Wärmepumpen verfügen. Unterdurchschnittlich sind diese Energiequellen dagegen noch in den Baujahrgängen 1949 bis 2000 vertreten.
Quelle: www.ieu.de und www.lbs.de

