BMU-Leitstudie sieht Auftragsrückgang für PV-Installationen

Grafik Entwicklung PV-Installationen in DeutschlandDer Solarenergie-Förderverein Deutschland (FSV) warnt vor einem Auftragsrückgang um 40 Prozent bei den PV-Installationen. Anlass dazu bietet laut dem FSV die Leitstudie  “Ausbaustrategie Erneuerbare Energien” vom Februar 2007 des deutschen Umweltministeriums (BMU). Die öffentlich zugängliche BMU Leitstudie zeigt nach Angaben vom FSV im Anhang das Mengengerüst für die Ermittlung der jährlich zu tätigenden Investitionen nach den Planungen des BMU:

“Tabelle 12 auf Seite 91 enthält unter anderem Angaben für die kumulierten Leistungen der Photovoltaikanlagen auf Dächern und Fassaden sowie auf Freiflächen vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2020.
Diese Tabelle wirkt auf den ersten Blick unauffällig, denn die (kumulierte) installierte Leistung nimmt von Jahr zu Jahr zu, weil jedes Jahr weitere Solaranlagen installiert werden. Betrachtet man aber die jährliche Zunahme, also die von den Installateuren in Deutschland jährlich zu installierenden Solarmodulmengen, so stellt man fest, dass eine Abnahme der installierten Leistung von über 850 MW im Jahr 2005 bis auf unter 500 MW im Jahr 2013 geplant ist. Mit anderen Worten: Jedes Jahr sollen die Installateure weniger Solarleistung installieren. Bild 1oben zeigt diesen Rückgang in einem Säulendiagramm.

Für die Installationsbetriebe bedeutet das eine Verminderung ihres Auftragsvolumens um weit mehr als 40 Prozent. Die Warnungen des Solarenergie-Fördervereins Deutschland vor einem Installateurssterben erhalten dadurch besonderes Gewicht. Der befürchtete Auftragsrückgang ist nicht zufällig, sondern er ist geplant. Dahinter steht offensichtliches Unverständnis der Planer für die Bedeutung der PV in einem Szenario zur Ablösung der konventionellen Energien.”

Quelle Text+Grafik: www.sfv.de

Mehr Informationen: Leitstudie 2007 „Ausbaustrategie Erneuerbare Energien“