Wissenschaftler der auf erneuerbare Energien spezialisierten staatlichen Forschungsanstalt ENEA aus Italien haben eine Diebstahlsicherung für Solarmodule entwickelt. Der über GPS gesteuerte “Pv Guardian” besteht aus einem Chip, der bereits während der Entstehung der Photovoltaikzelle in der Fabrik eingebaut wird. “In den Chip werden die geographischen Koordinaten einprogrammiert, die eine für einen bestimmten Standort gedachte Anlage aufweist,” erklärt Projektleiter Francesco Roca. “Wird das Panel abgebaut und an einen anderen Ort transportiert, muss es von einem zugelassenen Experten umprogrammiert werden. Nur ein bestimmter Personenkreis ist im Besitz des dazu erforderlichen Geheimcodes. Wird das Passwort nicht oder unrichtig eingegeben, wird das Modul in wenigen Sekunden funktionsunfähig.”
Die Produktionskosten des Prototypen bewegen sich bei etwa 70 bis 80 Euro. “Wenn Pv Guardian in Serienproduktion geht, dürften die Herstellungskosten auf 40 Euro sinken,” >>weiterlesen...

Ende 2008 soll eine solarthermische Forschungsanlage im nordhrein-westfälischen Jülich in Betrieb genommen werden. Experten erhoffen sich von dem solarthermischen Kraftwerk neben der klimafreundlichen Stromerzeugung ein hohes Potenzial für die Stromproduktion und große Exportchancen für die deutsche Wirtschaft. Saint-Gobain Glass fertigte für die Anlage 2.400 spezielle, hoch reflektierende Flachspiegel. Zur Produktion von Solarspiegeln für Solarkraftwerke wird dünnes, sehr eisenarmes und daher „weißeres“ Glas benutzt, das die energiereiche Strahlung der Sonne besser passieren lässt und weniger absorbiert. Insgesamt 2.400 der so genannten Heliostate sind auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern aufgestellt – dies entspricht der Größe von drei Fußballfeldern.
In solarthermischen Turmkraftwerken wird die Solarstrahlung mit Hilfe von Spiegeln gebündelt und auf einen Receiver gelenkt, der sich auf der Spitze eines Turmes befindet. Mit den dort entstehenden sehr hohen Temperaturen wird über einen Kraftwerksprozess Strom erzeugt. Der Gesamtwirkungsgrad des Kraftwerkes hängt in hohem Maße von der Gestaltung des Receivers ab. Das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) und die Technische Universität Clausthal haben mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums eine transparente Abdeckung für die Receiver von Turmkraftwerken entwickelt. Diese ermöglicht eine höhere Ausbeutung der konzentriert einfallenden Sonnenstrahlen, da sie Abstrahlungsverluste verringert.
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg im Breisgau ist mit seinen über 600 Mitarbeitern und einem jährlichen Etat von rund 40 Millionen Euro die größte Forschungsstätte für Erneuerbare Energien in Europa. Zur aktuellen Lage der Solarbranche in Deutschland sowie der anstehenden Novellierung des Erneuerbaren Energiegesetzes äußert sich Prof. Dr. Eike Weber, der Leiter des Instituts, in einem Interview: